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Das Fünferset aus dem Sonderangebot ist ein Klassiker: Nach zwei Jahren wird davon nur noch die Springform benutzt. In den meisten Küchen genügen eine gute Springform mit 26 Zentimetern, eine Kastenform und, bei Lust auf Rührkuchen, eine Gugelhupfform. Zum Anfangen empfehlen wir die Springform mit Glasboden aus der Classic-Serie von Dr. Oetker. Ihre Antihaftbeschichtung ist nach Herstellerangabe PFAS-frei, und der Boden ist spülmaschinenfest.
Teurer muss es nicht werden. Genauer hinsehen schon, denn bei Beschichtung, Boden und Verschluss unterscheiden sich die Formen deutlich.
Was auf dem Stahlblech liegt
Fast alle Backformen aus Stahlblech tragen eine Antihaftschicht, meist aus PTFE, bekannt unter dem Markennamen Teflon. PTFE gehört zur Stoffgruppe der PFAS. Das sind die sogenannten Ewigkeitschemikalien.
Gefährlich beim Backen? Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält PTFE bei sachgemäßem Gebrauch für unbedenklich; kritisch wird es laut Verbraucherzentrale erst ab etwa 360 °C, wenn sich die Schicht zersetzt. Umweltfreundlich nennt die Verbraucherzentrale NRW solche Beschichtungen trotzdem nicht. Bei der Herstellung waren lange Zeit problematische Hilfsstoffe im Spiel, und nach einigen Jahren lässt die Antihaftwirkung nach.
Wie man die Verpackung liest
„PFOA-frei“ heißt nicht PFAS-frei. PFOA ist ohnehin verboten, wer fluorfreie Formen sucht, achtet deshalb auf „PFAS-frei“ oder „fluorfrei“.
Auch „keramisch verstärkt“ belegt wenig. Laut Verbraucherzentrale ist Keramik manchmal nur eine Beimischung in einer PTFE-Schicht. Und eine Grenze von 230 oder 260 °C in der Gebrauchsanweisung deutet nach Einschätzung der Verbraucherzentrale meist auf PTFE hin, ohne es zu beweisen, denn auch PFAS-freie Formen nennen 230 °C.
Ohne Antihaftschicht: Edelstahl, Emaille, Silikon, Papier
Ganz ohne Antihaftschicht backt man laut Verbraucherzentrale NRW mit unbeschichtetem Edelstahl oder Emaille. Beides hält deutlich länger. Dafür muss gründlich gefettet werden. Silikonformen kommen ohne Fluorbeschichtung aus, brauchen aber ein Blech darunter und bräunen weniger kräftig. Bei Papierförmchen für Muffins wiederum hat eine Behörde in zahlreichen Proben PFAS gefunden; seit dem 10. Oktober 2026 fallen sie unter das EU-Verbot von PFHxA in Papier mit Lebensmittelkontakt.
Form und Maß
Die Springform mit 26 cm ist das Standardmaß der meisten deutschen Rezepte. Mit einem zweiten Boden samt Rohr wird aus ihr eine einfache Kranzform.
Kastenformen gibt es mit 25 oder 30 cm. Weil Rezepte für Sandkuchen oder Bananenbrot meist auf 30 cm ausgelegt sind, läuft der Teig in einer kleineren Form über. Eine Gugelhupfform rechnet sich nur bei regelmäßigem Napfkuchen; gerade hier zählt die Antihaftwirkung mehr als anderswo, weil sich der Kuchen in den Rillen festsetzt. Beim Muffinblech bräunt Stahl kräftiger, Silikon löst sich leichter. Mit Papierförmchen spielt die Beschichtung kaum eine Rolle.
Wird Teig nach Gramm abgewogen, gehört eine verlässliche Waage dazu, mehr bei der Küchenwaage. Für Rührteige reicht oft ein guter Handmixer, schwere Hefeteige verlangen eher eine Küchenmaschine.
Sechs Backformen, die man kennen sollte
| Modell | Art und Maß | Beschichtung laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Oetker Springform mit Glasboden Classic | Springform, Ø 26 cm, Glasboden | PFAS-frei, bis 230 °C | Wer eine fluorfreie Standardform will | |
| Kaiser La Forme Plus Springform | Springform, Ø 26 cm, Emailleboden | Kairamic, keramisch verstärkt; bis 230 °C | Vielbäcker, die Wert auf Verschluss und Garantie legen | |
| Birkmann Easy Baking Springform mit zwei Böden | Springform, Ø 26 cm, Flach- und Rohrboden, 9 cm Rand | Antihaft, bis 230 °C | Wer eine Form für Torte und Kranz sucht | |
| Kaiser La Forme Plus Gugelhupfform | Gugelhupf, Ø 24 cm | Kairamic, bis 230 °C | Regelmäßige Napfkuchenbäcker | |
| Dr. Oetker Kastenform Classic | Kastenform, 30,5 × 11,5 × 7 cm | PFAS-frei, bis 230 °C | Rührkuchen, Bananenbrot, Brot | |
| Dr. Oetker Muffinblech Classic | 12 Mulden, 38 × 26,5 cm | PFAS-frei, bis 230 °C | Wer Muffins ohne Papierförmchen backen will | ansehen |
Dr. Oetker Springform mit Glasboden Classic
Ring aus Stahlblech, Boden aus Glas, 26 cm Durchmesser. Die Antihaftschicht ist laut Dr. Oetker PFAS-frei und hält bis 230 °C. Der Glasboden darf in die Spülmaschine, der Ring wird von Hand gewaschen. Laut Shop fertigt Zenker in Aichach die Form, mit fünf Jahren Herstellergarantie. Wer heute eine einzige Springform kauft und PFAS meiden möchte, hat hier den einfachsten Einstieg.
Kaiser La Forme Plus Springform
Die bekannteste Springform im Handel. Kaiser nennt den SafeClick-Verschluss mit großer Grifffläche und einen schnitt- und kratzfesten Emailleboden, der spülmaschinenfest ist, dazu eine Garantie über zehn Jahre. Gefertigt wird nach Kaiser-Angaben in Diez. Ihre Kairamic-Schicht beschreibt Kaiser als „2-fach keramisch verstärkt“, eine Angabe zu PFAS macht der Hersteller dort nicht. Vielbäcker bekommen eine solide Form. Wer bewusst fluorfrei backen will, fragt vorher beim Hersteller nach.
Birkmann Easy Baking Springform mit zwei Böden
Zwei Formen in einer. Der Flachboden fasst etwa 3 Liter Teig, der Rohrboden etwa 2,5 Liter, und der 9 cm hohe Rand lässt bei hohen Käsekuchen Reserven. Birkmann gibt Stahlblech mit Antihaftbeschichtung, Auslaufschutz und 230 °C an; in die Spülmaschine darf die Form nicht. Garantie: fünf Jahre.
Kaiser La Forme Plus Gugelhupfform
Klassische Napfkuchenform, 24 cm, extra hoher Rand. Sie trägt dieselbe Kairamic-Schicht wie die Springform der Serie, verträgt bis 230 °C, und Kaiser gibt zehn Jahre darauf. Überwiegend berichten Käufer von gutem Herauslösen, einzelne auch von nachlassender Beschichtung. Bei Gugelhupf nur zweimal im Jahr tut es der Rohrboden einer Springform.
Dr. Oetker Kastenform Classic
30,5 Zentimeter lang, 7 hoch. Stahlblech mit laut Hersteller PFAS-freier Antihaftschicht, bis 230 °C, Reinigung von Hand. Damit passt sie zu den meisten Rezepten für Rühr- und Sandkuchen. Für kleinere Rezepte oder Ein-Personen-Haushalte ist sie auch mit 25 cm erhältlich.
Dr. Oetker Muffinblech Classic
Zwölf Mulden auf 38 × 26,5 cm, Stahlblech, PFAS-freie Beschichtung laut Dr. Oetker, bis 230 °C, Handwäsche. Mit einem gut gefetteten Blech lassen sich Papierförmchen sparen. Eine Silikonform gibt Muffins leichter frei. Sie bräunt aber schwächer.
Welche Form in welche Küche gehört
Soll es nur eine Form sein, möglichst ohne PFAS, dann die Dr. Oetker Springform mit Glasboden Classic. Wer viel backt und lange Freude haben will, nimmt die Kaiser La Forme Plus Springform wegen Verschluss, Emailleboden und zehn Jahren Garantie. Torte und Kranzkuchen mit einer einzigen Anschaffung schafft die Birkmann Easy Baking mit zwei Böden.
Für Rührkuchen und Brot: Dr. Oetker Kastenform Classic, 30 cm. Und ganz ohne Beschichtung bleiben Edelstahl oder Emaille, mit gründlichem Fetten und mehr Pflege.
Unabhängig vom Modell gilt: Beschichtete Formen nie leer und heiß stehen lassen, keine Messer auf der Beschichtung, und bei der Pyrolyse-Reinigung des Ofens haben sie im Garraum nichts verloren. So hält die Antihaftwirkung spürbar länger. Ein Set lohnt erst, wenn klar ist, welche Formen man wirklich nutzt.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Ewigkeits-Chemikalien PFAS (Stand 12.10.2026)
- Verbraucherzentrale: Pfannen und PFAS, mit BfR-Einschätzung zu PTFE
- Verbraucherzentrale NRW: Beschichtete Backformen
- Dr. Oetker: Springform mit Glasboden Classic, 26 cm
- Dr. Oetker: Kastenform Classic, 30 cm
- Dr. Oetker: Muffinblech Classic, 12er
- Kaiser: La Forme Plus Springform mit SafeClick
- Kaiser: La Forme Plus Gugelhupfform, 24 cm
- Birkmann: Springform mit zwei Böden, 26 cm, Easy Baking
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