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Speicherkarte für Kamera und Drohne kaufen 2026

Speicherkarte für Kamera und Drohne kaufen: V30, V60, V90, UHS-II und CFexpress verständlich erklärt, Fälschungen erkennen, sechs Karten im Vergleich.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenSanDisk Extreme PRO SDXC UHS-ISystemkamera mit UHS-I-Fach, 4K-VideoBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichProGrade Digital SDXC UHS-II V60 GoldUHS-II-Kamera, hohe VideobitratenBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Teuer wird es beim Speicherkartenkauf selten durch eine zu langsame Karte. Sondern durch eine zu schnelle. Die Kamera kann sie gar nicht ausreizen. In einer typischen Systemkamera mit SD-Fach genügt eine solide UHS-I-Karte mit V30, etwa die SanDisk Extreme PRO; mehr Geld ist erst fällig, wenn Ihre Kamera UHS-II oder CFexpress verlangt. Für Drohne oder Action-Cam reicht eine microSD mit V30, Extras sind kaum nötig.

Welche Karte nimmt meine Kamera überhaupt?

Die Antwort liefert die Bedienungsanleitung. Dort finden Sie, welche Karten die Kamera annimmt und welche Klasse sie für bestimmte Videomodi voraussetzt, und diese Angabe wiegt schwerer als jede Zahl im Laden.

Was bedeuten V30, UHS-I und die großen MB/s-Zahlen?

Am wichtigsten ist die Video Speed Class mit V30, V60 oder V90. Laut SD Association steht die Zahl für die garantierte Mindest-Schreibrate in MB/s beim Filmen. Genau dieser Wert entscheidet, ob Aufnahmen ruckelfrei bleiben.

Daneben steht der Bus. UHS-I schafft im Standard bis 104 MB/s, UHS-II hat eine zweite Kontaktreihe und kommt auf bis 312 MB/s. V60 und V90 existieren nach Angaben der SD Association nur bei UHS-II oder schneller.

Und das große „Bis zu 200 MB/s“ vorn drauf? Fast immer ein Lesewert. Für die Kamera zählt das Schreiben, und das liegt oft deutlich darunter. Bei der Kapazität sind zwei mittelgroße Karten meist klüger als eine riesige. Geht eine verloren oder kaputt, ist nicht gleich der ganze Urlaub weg.

Eine UHS-II-Karte läuft auch in einem UHS-I-Fach. Nur eben so schnell, wie das Fach erlaubt. Bei der Sony SF-G sinkt die Schreibrate dann nach Herstellerangabe von 299 auf 90 MB/s. Ohne UHS-II-Fach in der Kamera bringt der Aufpreis praktisch nichts.

Typ A oder Typ B, wo ist bei CFexpress der Unterschied?

Profi- und gehobene Videokameras speichern auf CFexpress. Typ A ist klein und steckt hauptsächlich in Sony-Kameras, das größere Typ B findet sich etwa bei Nikon und Canon. Mechanisch sind die Bauformen verschieden. Eine Typ-B-Karte passt nicht in ein Typ-A-Fach. Zu beachten sind außerdem die Generation (CFexpress 4.0 ist neuer) und das VPG-Siegel. VPG400 bedeutet laut Sony eine dauerhafte Schreibrate von mindestens 400 MB/s.

Wie erkenne ich eine gefälschte Karte?

Fälschungen melden dem Computer oft eine große Kapazität, speichern aber bloß einen Bruchteil davon. Bemerkt wird das erst, wenn Aufnahmen fehlen. SanDisk rät in seinem Kaufleitfaden, bei autorisierten Händlern zu kaufen, und nennt als Warnzeichen eine Packung ohne Siegel, Rechtschreibfehler, schiefe oder schlecht sitzende Etiketten und einen Preis, der zu gut wirkt, um wahr zu sein. Bei Amazon heißt das, auf den Verkäufer zu schauen. Und jede neue Karte wird getestet, bevor sie in die Kamera geht. Programme wie H2testw schreiben die ganze Karte voll und lesen sie zurück; das dauert, deckt aber geschönte Kapazitäten zuverlässig auf.

Sechs Speicherkarten im Vergleich

ModellBauformTempo laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
SanDisk Extreme PRO SDXC UHS-ISD, UHS-I, V30Lesen bis 200 MB/s, Schreiben 90 bis 140 MB/s je GrößeSystemkamera mit UHS-I-Fach, 4K-Videoansehen
ProGrade Digital SDXC UHS-II V60 GoldSD, UHS-II, V60Lesen 250 MB/s, Schreiben 130 MB/s, mind. 60 MB/s dauerhaftUHS-II-Kamera, hohe Videobitratenansehen
Sony SF-G TOUGHSD, UHS-II, V90Lesen 300 MB/s, Schreiben 299 MB/sSerienbilder, robuste Bauweise gewünschtansehen
Sony CEA-G (CFexpress 4.0)CFexpress Typ A, VPG400Lesen 1.800 MB/s, Schreiben 1.700 MB/s (ab 240 GB)Sony-Kameras mit Typ-A-Fach
Angelbird AV PRO SE CFexpress B v4CFexpress Typ B 4.0Lesen 3.700 MB/s, dauerhaft 500 bis 3.150 MB/s je GrößeKameras mit Typ-B-Fach, RAW-Videoansehen
Lexar Professional SILVER PLUS microSDXCmicroSD, UHS-I, V30Lesen bis 205 MB/s, Schreiben bis 150 MB/sDrohne, Action-Camansehen

SanDisk Extreme PRO SDXC UHS-I

Diese Karte dürfte in sehr vielen Kamerataschen landen. Mit U3 und V30 reicht sie laut SD Association für Full HD bis 4K, erhältlich ist sie von 64 GB bis 1 TB. Die 200 MB/s schafft sie nur beim Lesen und nur mit passendem Lesegerät, denn SanDisk geht dafür über den UHS-I-Standard hinaus. Die Größe macht einen Unterschied. Ab 256 GB schreibt sie nach Herstellerangabe mit maximal 140 MB/s, darunter mit 90 MB/s.

ProGrade Digital SDXC UHS-II V60 Gold

Unterstützt Ihre Kamera UHS-II, ist das der vernünftige Schritt nach oben. ProGrade gibt eine Mindest-Schreibrate von 60 MB/s an und testet die Karten nach eigenen Angaben in Foto- und Kinokameras. Den Zustand der Karte prüft die kostenlose Software Refresh Pro. Bei Amazon war die 128-GB-Ausführung zeitweise nicht lieferbar, die größeren Varianten werden angeboten.

Sony SF-G TOUGH

Sony baut diese V90-Karte ohne Rippen und ohne Schreibschutzschalter, also ohne die Teile, die bei SD-Karten am ehesten abbrechen. Hinzu kommen nach Sony-Angabe Schutz nach IP68 und eine deutlich höhere Biegefestigkeit als der SD-Standard verlangt. Mit 299 MB/s Schreibrate leert sie den Puffer nach langen Serien schnell. Schluss ist allerdings bei 256 GB.

Sony CEA-G (CFexpress 4.0, Typ A)

An dieser Bauform führt bei einer Sony-Kamera mit Typ-A-Fach kein Weg vorbei. Die neuen CEA-G-Karten ab 240 GB unterstützen CFexpress 4.0 und lesen laut Sony mit bis zu 1.800 MB/s. Jede Größe trägt VPG400. Die älteren Größen mit 80 und 160 GB sind mit 800 MB/s Lesen und 700 MB/s Schreiben deutlich langsamer; für Fotos genügt das, für lange Hochbitrate-Videos ist die neue Generation die sicherere Wahl.

Angelbird AV PRO SE CFexpress B v4

Bei dieser Typ-B-Karte hängt fast alles an der Kapazität. Die 256-GB-Ausführung hält laut Angelbird 500 MB/s dauerhaft und ist nicht VPG-zertifiziert, die 1-TB-Karte schafft 2.100 MB/s, ab 2 TB sind es 3.150 MB/s. Für RAW-Video also besser nicht die kleinste. Die dreijährige Garantie samt Datenrettung gilt nur bei Registrierung innerhalb von 30 Tagen.

Lexar Professional SILVER PLUS microSDXC

Gedacht für Drohnen und Action-Cams. Lexar nennt ausdrücklich die Verträglichkeit mit Geräten von DJI und GoPro, die Karte trägt V30. Die 205 MB/s beim Lesen gelten nach Lexar-Angabe nur mit dem hauseigenen Lesegerät. Mehr als V30 brauchen die meisten dieser Kameras nicht. Die Kartenliste Ihres Modells sollten Sie trotzdem kurz prüfen. Was beim Drohnenkauf sonst zählt, erklären wir unter Drohne kaufen; passende Kameras zeigt der Überblick zu Action-Cams.

Welche Karte für welche Kamera?

  • Systemkamera mit UHS-I-Fach, Fotos und 4K: SanDisk Extreme PRO SDXC ab 256 GB. Welche Kamera dazu passt, klärt unser Systemkamera-Ratgeber.
  • Kamera mit UHS-II-Fach: ProGrade V60 Gold für Video, Sony SF-G TOUGH, wenn Serienbilder und Robustheit wichtiger sind als Kapazität.
  • Sony mit CFexpress-Typ-A-Fach: Sony CEA-G ab 240 GB.
  • Typ-B-Kamera, RAW-Video: Angelbird AV PRO SE v4 ab 1 TB; für Fotos reicht eine kleinere Größe.
  • Drohne oder Action-Cam: Lexar SILVER PLUS microSDXC mit V30.

Zwei Gewohnheiten gelten für jede Karte. Formatiert wird in der Kamera, nicht am Computer. Und die Aufnahmen wandern bald auf einen zweiten Speicher.

Quellen

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