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ND-Filter für Drohne und Kamera: Kaufratgeber 2026

ND-Filter für Drohne und Kamera: welche Stärke für 1/50 s, fest oder variabel, wann Polfilter, welches Gewinde. Sets für Mini 5 Pro und Mavic 4 Pro.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenDJI Mini 5 Pro ND-Filterset (ND8/32/128)Bei Amazon ansehenPartnerlink
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Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt13 Abschnitte

Acht Stärken im Set, zwei davon im Einsatz: So enden viele ND-Käufe. Beim Filmen brauchen Sie vor allem eine Stärke, die an einem hellen Tag die Belichtungszeit auf rund 1/50 Sekunde drückt. An der DJI Mini 5 Pro ist das originale DJI-Set mit ND8, ND32 und ND128 deshalb in aller Regel der vernünftige Start, an der Systemkamera ein variabler ND-Filter mit festen Anschlägen.

Graues Glas und die Sache mit der Bewegungsunschärfe

Ein ND-Filter ist neutral graues Glas. Er schluckt Licht, lässt die Farben in Ruhe und erlaubt so längere Belichtungszeiten.

Warum das beim Filmen zählt, erklärt die 180-Grad-Regel. Die Belichtungszeit sollte etwa dem Kehrwert der doppelten Bildrate entsprechen, bei 25 Bildern pro Sekunde also 1/50 s, bei 30 Bildern 1/60 s, bei 60 Bildern 1/120 s. Dann verwischen Bewegungen so, wie das Auge es aus dem Kino kennt. Bei 1/4000 s dagegen wird jedes Einzelbild gestochen scharf. Genau das lässt Schwenks und Wellen ruckelig wirken.

Wie viel Filter braucht die Mittagssonne?

Rechnen wir kurz. Nach der alten Faustregel „Sonnig 16“ belichtet man in praller Sonne bei ISO 100 und Blende 16 mit 1/100 s. Eine Drohnenkamera mit Blende 1,8 bekommt rund sechs Blendenstufen mehr Licht und landet bei etwa 1/8000 s. Bis 1/50 s fehlen gut sieben Stufen, und das entspricht einem ND128. Bewölkt reichen ND16 oder ND32, in der Dämmerung ND4 oder ND8.

Die Zahl auf dem Filter folgt einer einfachen Logik. ND8 halbiert das Licht dreimal, macht also drei Blendenstufen. ND16 sind vier, ND32 fünf, ND64 sechs, ND128 sieben, ND1000 rund zehn Stufen.

Fest, variabel oder mit Polfilter

Feste Filter haben genau eine Stärke und sind optisch einfach aufgebaut. Ein variabler ND besteht aus zwei Polarisationsgläsern, die gegeneinander gedreht werden. Bequem ist das. Bei starker Einstellung und Weitwinkel kann aber ein dunkles Kreuz im Bild entstehen, weshalb gute Modelle den Drehweg mit Anschlägen begrenzen.

Kombifilter aus ND und Polfilter (ND/PL) nehmen Spiegelungen von Wasser und Glas und machen Laub satter. An der Drohne ändert sich ihre Wirkung allerdings mit jeder Drehung zur Sonne. Für lange Schwenks ist ein reiner ND oft die ruhigere Wahl.

Passt das überhaupt an mein Gerät?

Drohnenfilter sind für genau ein Modell gebaut. DJI gibt das Mini-5-Pro-Set ausdrücklich nur für dieses Modell frei, und auch das Gewicht spielt mit, denn der Gimbal muss es tragen. An der Kamera steht der Durchmesser mit dem Zeichen ⌀ auf dem Objektiv oder dem Deckel. Bei mehreren Objektiven kaufen Sie für das größte Gewinde und setzen an kleineren einen Adapterring (Step-up) ein.

Welche Drohne überhaupt zu Ihnen passt, klärt der Text zum Drohnenkauf. Fliegen Sie lieber mit Videobrille, beginnen Sie mit dem Beitrag über FPV-Drohnen für Einsteiger.

Sieben ND-Filter für Drohne und Kamera

ModellPasst anStärken laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
DJI Mini 5 Pro ND-FiltersetDJI Mini 5 ProND8, ND32, ND128Mini-Besitzer, die vor allem Video bei 1/50 s drehen
Freewell All Day 6er-PackDJI Mini 5 ProND16, ND32, ND64, ND256, ND512, ND1000Wer zusätzlich Langzeitbelichtungen aus der Luft plant
Freewell Bright Day 6er-Pack ND/PLDJI Mini 5 ProND8/PL bis ND256/PLKüste, Seen, Städte mit viel Glas
PolarPro Shutter CollectionDJI Mavic 4 ProND4, ND16, ND64Mavic-Piloten, die wenige, klar abgestufte Filter wollen
K&F Concept ND-Set für Mavic 4 ProDJI Mavic 4 ProND8, ND16, ND32, ND64Mavic-Piloten mit engerem Budget
K&F Concept Nano-X Variabler NDKamera, z. B. 67 oder 77 mm GewindeND2 bis ND32 (1 bis 5 Stufen)Einstieg in Video mit der Systemkamera
PolarPro VND Edition II 2–5Kamera, 67, 77 oder 82 mm Gewinde2 bis 5 StufenWer viel aus der Hand filmt und Weitwinkel nutztansehen

DJI Mini 5 Pro ND-Filterset (ND8/32/128)

Drei Filter für drei Lagen: Dämmerung, bewölkter Himmel, pralle Sonne. Laut DJI wiegt jeder etwa 1,12 Gramm, und das Set passt ausschließlich an die Mini 5 Pro. In der Fly More Combo Plus liegt es schon bei.

Freewell All Day 6er-Pack für die Mini 5 Pro

Von ND16 bis ND1000 reicht das Set laut Freewell. Eine schwache Stufe fürs Abendlicht sucht man vergeblich. ND512 und ND1000 sind für Video an hellen Tagen zu dunkel, sie gehören zu Langzeitbelichtungen, etwa von Brandung oder Verkehr. Planen Sie solche Bilder nicht, bezahlen Sie für Glas, das in der Schachtel bleibt.

Freewell Bright Day 6er-Pack ND/PL

In jedem dieser Filter steckt ein Polfilter, von ND8/PL bis ND256/PL. Über Wasser und Glasfassaden kann das Spiegelungen deutlich mindern. Nur: Dreht die Drohne im Flug, ändert sich die Polarisation und mit ihr die Helligkeit des Himmels. Ruhige Geradeausflüge über einem See vertragen das. Kreisflüge eher nicht.

PolarPro Shutter Collection für die Mavic 4 Pro

PolarPro beschränkt sich bewusst auf drei Filter mit je zwei Stufen Abstand, nämlich ND4, ND16 und ND64. Die Zwischenstufe ND8 erreicht man laut Hersteller mit dem ND16 und einer Stufe mehr ISO oder offenerer Blende. Abgestimmt sind die Filter laut PolarPro auf Gimbal und Optik der Mavic 4 Pro. Preislich gehört das Set zur oberen Klasse; DJI bietet für die Mavic 4 Pro ein eigenes Set mit ND8 bis ND64 in einer ähnlichen Klasse an.

K&F Concept ND-Set für die Mavic 4 Pro

Vier Filter von ND8 bis ND64, aufgesetzt wie der originale Objektivschutz. K&F nennt optisches Glas mit 28 Vergütungsschichten und rund 5,5 Gramm je Filter, eine Preisklasse unter PolarPro und DJI. Was fehlt, ist ein ND128 für Sonnentage am Mittag. Bei sehr hellem Licht müssen Sie dann doch kürzer belichten.

K&F Concept Nano-X Variabler ND2–ND32

An der Systemkamera der preiswerte Einstieg. Laut K&F regelt der Filter stufenlos von einer bis fünf Blendenstufen, an beiden Enden rastet der Rahmen ein, damit das dunkle Kreuz nicht auftritt. Leicht übersehen wird ein Detail aus der Produktbeschreibung: Der normale Objektivdeckel passt nicht mehr auf den Filter, beim 67-mm-Modell braucht es einen 72-mm-Deckel.

PolarPro VND Edition II 2–5 Stops

Zwischen zwei und fünf Stufen regelt die Peter-McKinnon-Ausgabe von PolarPro. Den Drehweg begrenzt der Hersteller nach eigener Angabe fest, eine spürbare Rastung markiert jede Stufe, und bis 16 mm Brennweite soll keine Vignettierung auftreten. Für gelegentliche Urlaubsclips ist der Aufpreis schwer zu rechtfertigen.

Welche Kamera das passende Gewinde mitbringt, steht bei unseren Hinweisen zur Systemkamera. Für Video mit hoher Datenrate muss außerdem die Karte schnell genug sein, Näheres im Text zur Speicherkarte.

Welcher Filter in welche Tasche?

Mini 5 Pro und vor allem Video? Dann das DJI-Set mit ND8, ND32 und ND128, drei Filter decken den Tag ab. Reizt Sie an der Mini auch die Langzeitbelichtung, passt Freewell All Day, am besten ergänzt um einen schwachen ND8 für den Abend. Mit viel Wasser im Bild greifen Sie zum Freewell Bright Day mit Polfilter und fliegen ruhige Bahnen.

An der Mavic 4 Pro genügt die PolarPro Shutter Collection, wenn Ihnen drei abgestufte Filter reichen. Bei engerem Budget das Set von K&F Concept. Für den ersten Filter an der Systemkamera nehmen Sie den K&F Nano-X variabel im Gewinde Ihres größten Objektivs, bei viel Weitwinkel die PolarPro VND Edition II.

Und als Faustregel: so wenige Stärken wie möglich, aber eine dunkle genug für die Mittagssonne.

Quellen

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