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Eine Sofortbildkamera kauft man einmal. Den Film kauft man immer wieder, und genau dort entscheidet sich nach einem halben Jahr, ob der Kauf gut war. Als Einstieg empfehlen wir deshalb die Fujifilm instax mini 13: einfache Technik, das verbreitetste Filmformat und vergleichsweise niedrige Kosten pro Bild. Sollen die Bilder größer werden, kommt zuerst das Format und erst danach die Kamera.
Drei Fragen, bevor Sie ein Modell anschauen
Jede Sofortbildkamera hängt an genau einem Filmsystem. Wer später wechseln will, braucht eine neue Kamera. Farbe und Design sind deshalb zweitrangig.
Wie groß soll das Bild sein? instax mini belichtet laut Fujifilm 62 × 46 mm, etwa Kreditkartenformat. SQUARE kommt auf 62 × 62 mm, WIDE auf 62 × 99 mm. Polaroid-i-Type- und 600-Film liefern das große quadratische Originalformat. Polaroid-Go-Film ist deutlich kleiner.
Was darf ein Bild kosten? Eine Auswertung der deutschen Herstellershop-Preise (Stand September 2026) kommt zu einem klaren Ergebnis. Ein i-Type-Bild kostet mehr als doppelt so viel wie ein instax-mini-Bild. SQUARE liegt gleichauf mit mini, WIDE etwa ein Zehntel darüber, Go-Film rund ein Drittel. Außerdem stecken in einer Polaroid-Kassette acht Bilder, in einer instax-Kassette zehn.
Analog oder hybrid? Analoge Kameras drucken jedes ausgelöste Bild. Hybridmodelle speichern erst digital und drucken nur, was Sie auswählen. Das spart Film. Es nimmt aber auch etwas vom Zufall, den viele an Sofortbildern mögen.
Eine Nebensache ist der Strom. Die einfachen instax-Modelle laufen mit AA-Batterien, Polaroid und die Hybridkameras mit eingebautem Akku, geladen über USB.
Kaum jemand rechnet vorher nach. Bei zweihundert Bildern im Jahr hat man mit Polaroid-i-Type-Film schnell mehr für Kassetten ausgegeben, als die Kamera gekostet hat. Mit instax mini bleibt es bei weniger als der Hälfte davon.
Sieben aktuelle Sofortbildkameras nebeneinander
| Modell | Film und Bildgröße | Technik laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Fujifilm instax mini 13 | instax mini, 62 × 46 mm | 2 × AA für ca. 100 Bilder, Selbstauslöser 2 oder 10 s, Selfiespiegel | Einsteiger, Partys, Geschenk | ansehen |
| Fujifilm instax SQUARE 2 | instax SQUARE, 62 × 62 mm | 4 × AA für ca. 300 Bilder, drei Entfernungsmodi, Farbfilter warm/kühl | Wer quadratische Bilder ohne Polaroid-Preise möchte | ansehen |
| Fujifilm instax WIDE 400 | instax WIDE, 62 × 99 mm | 4 × AA für ca. 100 Bilder, Nahlinse beiliegend, Stativgewinde | Gruppen, Landschaft, Familienfeste | ansehen |
| Fujifilm instax mini Evo | instax mini, 62 × 46 mm | Hybrid, microSD, 3-Zoll-Display, Akku für ca. 100 Drucke | Wer nur ausgewählte Bilder drucken will | ansehen |
| Polaroid Now Generation 3 | Polaroid i-Type und 600 | Autofokus mit zwei Zonen, Akku für bis zu 15 Kassetten, 448 g | Wer das klassische große Polaroid will | ansehen |
| Polaroid Go Generation 3 | nur Polaroid Go Film | Akku für bis zu 15 Kassetten, Selfiespiegel, 252 g | Polaroid-Look für die Jackentasche | ansehen |
| Leica Sofort 2 | instax mini (auch Leica-Film) | Hybrid, microSD, Druck per Auswahl, App-Steuerung | Designbewusste mit größerem Budget | ansehen |
Fujifilm instax mini 13
Seit Juni 2026 im Handel, eine behutsame Überarbeitung der mini 12. Neu ist vor allem der Selbstauslöser mit 2 oder 10 Sekunden, dazu kommt ein kleines Winkelzubehör an der Handschlaufe. Belichtung und Blitz regelt die Kamera selbst. Eingeschaltet wird mit einem Dreh am Objektiv, mehr Kontrolle gibt es nicht. Wer einfach knipsen will, empfindet das eher als Vorteil.
Fujifilm instax SQUARE 2
Quadratisch, also zwischen mini und WIDE. Pro Bild kostet das laut der genannten Auswertung nicht mehr als mini. Die SQUARE 2 hat drei Entfernungsbereiche ab 30 cm und einen Schalter für einen wärmeren oder kühleren Farbton. Mit vier AA-Zellen schafft sie laut Fujifilm rund 300 Bilder. Spürbar schwerer als die mini 13 ist sie mit 450 g aber auch.
Fujifilm instax WIDE 400
Doppelt so breit wie mini. Bei Gruppenbildern sieht man das sofort. Den Selbstauslöser stellen Sie auf vier bis zehn Sekunden, eine Nahlinse liegt bei. Eine Schwäche verrät das Datenblatt: Laut Fujifilm reicht der Blitz nur 0,9 bis 3 Meter, in einem großen, dunklen Saal wird das knapp. Und mit 616 g wandert die Kamera eher in die Tasche als in die Jacke.
Fujifilm instax mini Evo
Hier wird zuerst digital fotografiert, auf einen 1/5-Zoll-Sensor. Das Bild erscheint auf dem Display und kommt erst auf Wunsch auf mini-Film. Gespeichert wird intern (ca. 45 Bilder) oder auf microSD, nebenbei druckt die Kamera auch Fotos vom Smartphone. Fujifilm führt inzwischen zusätzlich eine mini Evo 2 mit größerem Touchdisplay und höher auflösendem Sensor, die aber eine Preisklasse höher liegt. Für Querformat bietet Fujifilm die WIDE Evo als Hybridvariante für WIDE-Film, ebenfalls deutlich teurer.
Polaroid Now Generation 3
Wenn jemand „Polaroid“ sagt, meint er meist dieses Format. Die dritte Generation der Now nimmt i-Type- und 600-Film und wechselt laut Hersteller per Autofokus zwischen zwei Entfernungszonen. Eine Akkuladung reicht nach Angaben von Polaroid für bis zu 15 Kassetten. Groß sind die Bilder, und sie haben ihren eigenen Look. Sie kosten aber mit Abstand am meisten. Wer viel knipst, bezahlt denselben Partyspaß hier deutlich teurer.
Polaroid Go Generation 3
Polaroid nennt die Go die kleinste analoge Sofortbildkamera der Welt. Rund 252 g, damit leichter als die mini 13. Laut Polaroid hat die dritte Generation ein neues Objektiv und einen stärkeren Blitz bekommen. Sie nimmt ausschließlich Go-Film, und dessen Bilder sind klein. Wer wegen der großen Polaroid-Abzüge kommt, wird mit diesem Format nicht glücklich.
Leica Sofort 2
Auch die Sofort 2 ist eine Hybridkamera. Sie druckt auf instax-mini-Film oder wahlweise auf Leicas eigene Kassetten. Laut Leica stehen zehn Objektiv- und zehn Filmeffekte zur Wahl, gespeichert wird auf microSD, gedruckt nur, was Sie auswählen. Digital Camera World ordnet sie als überarbeitete instax mini Evo ein. Sie kostet ein Mehrfaches einer mini 13. Bezahlt wird damit vor allem Design und Name.
Kodak spielt am Rand mit. Modelle wie die Smile+ drucken auf ZINK-Papier ohne Tinte, die Mini Shot 3 Retro per Thermosublimation auf 7,6 × 7,6 cm. Im Grunde sind das Digitalkameras mit eingebautem Drucker, kein echter Sofortbildfilm. Den typischen Film-Look liefern sie nicht.
Welcher Typ sind Sie?
Feiern, Kinder, ein Geschenk: Dafür ist die instax mini 13 gemacht, mit günstigem Film, fast ohne Bedienung und mit Selbstauslöser für Gruppenfotos. Stehen Gruppen und Landschaft im Vordergrund, nehmen Sie die instax WIDE 400, sofern das Gewicht nicht stört. Handlicher ist die SQUARE 2.
Polaroid-Fans greifen zur Now Generation 3, solange die Zahl der Bilder überschaubar bleibt. Unterwegs tut es die Go Generation 3, mit kleinerem Bild.
Sparsam, aber mit Anspruch? Dann die instax mini Evo. Gedruckt wird nur, was gelungen ist, und jedes Bild liegt zusätzlich digital vor. Bleibt die Leica Sofort 2 für alle, denen ein schönes Gehäuse viel bedeutet. Technisch bringt sie gegenüber der mini Evo wenig, das sollte man wissen.
Möchten Sie lieber vom Smartphone drucken oder suchen eine richtige Kamera, geben der Ratgeber zur Systemkamera und der Ratgeber zur Vlog-Kamera die Richtung vor. Abzüge vom Smartphone ganz ohne neue Kamera behandelt der Ratgeber zum Fotodrucker.
Quellen
- Fujifilm: instax mini 13
- Fujifilm: instax SQUARE 2
- Fujifilm: instax WIDE 400
- Fujifilm: instax mini Evo
- Fujifilm: instax mini Evo 2
- Fujifilm: instax WIDE Evo
- Polaroid: Now Generation 3
- Polaroid: Go Generation 3
- Leica: Sofort 2
- Digital Camera World: Leica Sofort 2
- m8d.io: Kosten pro Sofortbild (Stand September 2026)
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