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Im Laden fällt die Wahl gern auf das kleinste, hübscheste Gerät. Was jedes einzelne Bild kostet, zeigt sich dann erst Wochen später. Für Urlaubs- und Familienfotos im Postkartenformat spricht meist alles für einen Thermosublimationsdrucker wie den Canon Selphy CP1500. Sofortbild-Drucker mit Instax-Film machen beim Verschenken mehr her, kosten aber pro Bild deutlich mehr.
Vier Techniken, vier ganz verschiedene Drucker
Marke und Gehäusefarbe sind fast nebensächlich. Ob ein Bild groß oder klein wird, wie lange es hält und was es kostet, hängt an der Technik im Inneren. Davon gibt es bei den kleinen Druckern vier, und sie haben wenig miteinander zu tun.
Am weitesten verbreitet ist die Thermosublimation. Hier überträgt Hitze ein Farbband in Gelb, Magenta und Cyan auf das Papier, zum Schluss folgt eine Schutzschicht. So entstehen glatte Farbverläufe, ein Druckraster sieht man nicht. Canon Selphy, HP Sprocket Studio Plus und die Kodak-Drucker arbeiten nach diesem Prinzip.
Fujifilm geht einen anderen Weg. Die Instax-Drucker belichten echten Instax-Film mit OLED-Licht, danach entwickelt sich das Bild wie bei einer Sofortbildkamera. Der weiße Rahmen gehört dazu.
Zink kommt ohne Tinte und Farbband aus. Im Spezialpapier stecken Farbkristalle, die durch Wärme sichtbar werden. Dafür bleiben die Bilder klein, meist 5 × 7,6 cm, und die Farben eher blass.
Bleibt die Tinte. Ein Fotodrucker mit Tintentank schafft bis A4 und hat die niedrigsten Kosten pro Bild. In die Jackentasche passt er nicht, er braucht seinen Platz auf dem Schreibtisch.
Ist die Technik geklärt, bleiben drei praktische Fragen. Wie kommt das Foto vom Handy auf den Drucker, per WLAN oder Bluetooth? Braucht er die Steckdose oder hat er einen Akku? Und wird das Verbrauchsmaterial auch in ein paar Jahren noch verkauft? Bei Zink-Papier und älteren Kartuschen schwankt die Verfügbarkeit. Zubehör für Canon und Instax führt dagegen fast jeder Händler.
Rechnen statt schätzen: der Preis pro Bild
Die Rechnung ist einfach. Preis des Nachfüllsets durch die Zahl der Blätter. Bei Thermosublimation enthält das Set immer Papier und Farbband zusammen, bei Instax nur den Film. Vergleiche des ZDF (über ifun.de) und von fotowissen.eu kommen zur selben Reihenfolge. Vorn liegt der Tintendrucker, dahinter Thermosublimation im Postkartenformat. Zink-Bilder kosten deutlich mehr, obwohl sie viel kleiner sind. Und ein Instax-Bild schlägt grob mit dem Drei- bis Vierfachen eines Selphy-Postkartenbilds zu Buche.
Gegen Instax spricht das trotzdem nicht. Es ist schlicht etwas anderes: ein kleines Unikat zum Verschenken. Ein Fotoalbum füllt man damit nicht.
Sieben Fotodrucker, die aktuell zu haben sind
| Modell | Verfahren | Bildgröße | Verbindung | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Canon Selphy CP1500 | Thermosublimation | Postkarte 10 × 14,8 cm, kleiner möglich | WLAN, USB, SD-Karte | Familienfotos, Album | ansehen |
| Canon Selphy QX20 | Thermosublimation | quadratisch oder Kreditkarte, Sticker | WLAN, Akku | Sticker, Tagebuch, unterwegs | ansehen |
| Fujifilm instax mini Link 3 | Sofortbildfilm (OLED) | 6,2 × 4,6 cm | Bluetooth, Akku | Partys, Geschenke | ansehen |
| Fujifilm instax Link WIDE 2 | Sofortbildfilm (OLED) | 6,2 × 9,9 cm | Bluetooth 5.1, Akku | Instax-Look in größer | ansehen |
| Kodak Mini 3 Retro | Thermosublimation mit Laminierung | 7,6 × 7,6 cm | Bluetooth | quadratische Bilder für wenig Geld | ansehen |
| HP Sprocket Studio Plus | Thermosublimation | 10 × 15 cm | Bluetooth 5.0, Netzteil | Postkartenformat am Schreibtisch | ansehen |
| Epson EcoTank ET-8500 | Tinte, sechs Farben | bis A4 | WLAN, Wi-Fi Direct, LAN | Vieldrucker, große Formate | ansehen |
Canon Selphy CP1500
Seit Jahren der Maßstab bei den kompakten Fotodruckern. Canon nennt etwa 41 Sekunden für ein Postkartenbild. Das Farbband trägt drei Farben und eine Schutzschicht auf, im Album sollen die Bilder bis zu 100 Jahre farbstabil bleiben. Gedruckt wird per WLAN aus der App, von SD-Karte oder über USB. Mit 850 Gramm reist er mit, ein Taschengerät ist er nicht. Wer seine Handyfotos einfach auf Papier haben will, liegt hier am sichersten.
Canon Selphy QX20
Auch der kleine Bruder arbeitet mit Thermosublimation. Er bedruckt allerdings nur Stickerpapier, quadratisch oder im Kreditkartenformat. Einen Akku hat er, Strom tankt er über USB-C, verbunden per WLAN. Für Kalender, Notizbücher und Fotoalben liefert er mehr Bildqualität als Zink. Postkarten? Dafür fehlt das Format.
Fujifilm instax mini Link 3
Belichtet wird echter Instax-mini-Film per OLED, nach Fujifilm-Angabe in etwa 15 Sekunden je Bild. Mit einer Akkuladung kommen nach Herstellerangabe ungefähr 100 Bilder zustande, ohne Film wiegt das Gerät rund 210 Gramm. Klein ist das Bildfeld mit 6,2 × 4,6 cm. Auf einer Feier macht genau das den Reiz aus. Im Alltag stört es. Der Film kommt getrennt dazu.
Fujifilm instax Link WIDE 2
Die neue Breitformat-Fassung belichtet Instax-WIDE-Film mit 6,2 × 9,9 cm, das ist etwa doppelt so viel Fläche wie bei mini. Fujifilm gibt rund 14 Sekunden pro Druck an, verbunden wird über Bluetooth 5.1. Aus einigen Fujifilm-Kameras wie der X-T30 III druckt sie direkt. Gruppenfotos kommen hier deutlich besser zur Geltung. Mit 363 Gramm ist das Gerät aber auch spürbar größer.
Kodak Mini 3 Retro
Quadratisch mit 7,6 cm Kantenlänge, in vier Durchgängen. Erst kommen drei Farben, dann eine Laminierschicht, die vor Wasser und Fingerabdrücken schützen soll. Die Verbindung läuft per Bluetooth über die Kodak-App. Beim Kaufpreis liegt der Kodak meist unter einem Selphy. Hineinpassen allerdings nur die passenden Kodak-Kartuschen im 3-×-3-Zoll-Format.
HP Sprocket Studio Plus
Beim Namen Sprocket denken viele an die kleinen Zink-Drucker für Stickerbilder. Mit denen hat der Studio Plus wenig gemein. Er arbeitet mit Thermosublimation auf 10 × 15 cm bei 300 dpi, schafft laut Datenblatt rund ein Bild pro Minute, fasst 18 Blatt und wiegt 1,15 kg. Weil er am Netzteil hängt, bleibt er auf dem Schreibtisch stehen. Wer sowieso nur zu Hause druckt, bekommt damit eine echte Alternative zum Selphy.
Epson EcoTank ET-8500
Eine andere Liga. Das A4-Multifunktionsgerät arbeitet mit sechs Tinten, eine davon Grau für Schwarzweißfotos. Epson verspricht bis zu 2.300 Fotos aus einem Satz Tintenflaschen und rund 25 Sekunden für ein 10-×-15-Bild. Bei der belgischen Verbraucherorganisation Test-Aankoop wurden es weniger Fotos als angegeben, die Kosten pro Bild blieben trotzdem sehr niedrig. In der Anschaffung kostet er ein Mehrfaches eines Selphy. Sinnvoll ist das nur bei wirklich vielen Drucken oder wenn auch A4 gebraucht wird.
Welche Technik zu welchem Zweck passt
Für Fotos ins Album, für die Oma und an den Kühlschrank bleibt der Canon Selphy CP1500 unsere erste Wahl: Postkartenformat, niedrige Kosten pro Bild und laut Canon lange haltbar. Wer Sticker für Tagebuch und Planer will, nimmt den Selphy QX20, dessen Farben sichtbar besser sind als bei Zink.
Für Party, Hochzeit oder als Geschenk passt der instax mini Link 3. Sollen die Bilder größer sein, ist es der Link WIDE 2. Die Filmkosten gehören bei beiden von Anfang an in die Rechnung.
Viele Fotos, dazu große Formate? Dann der Epson EcoTank ET-8500, sofern auf dem Schreibtisch Platz ist. Und wer quadratische Bilder möchte und wenig für das Gerät ausgeben will, greift zum Kodak Mini 3 Retro.
Am Ende druckt jeder Drucker nur so gut, wie die Vorlage ist. Welches Handy gute Fotos liefert, steht im Smartphone-Ratgeber. Wie Sie Ihre Bilder sicher aufbewahren, erklärt der Beitrag zum NAS-Backup für Fotos und Videos. Und wer lieber mit der Kamera fotografiert, findet passende Modelle im Systemkamera-Ratgeber.
Quellen
- Canon: Selphy CP1500, technische Daten
- Canon: Selphy-Fotodrucker im Überblick
- Fujifilm: instax mini Link 3
- Fujifilm: instax Link WIDE 2
- HP Sprocket: Datenblatt Studio Plus
- Kodak: Mini Photo Printers
- Epson: EcoTank ET-8500
- ifun.de: ZDF vergleicht mobile Sofortbild-Drucker
- fotowissen.eu: Fotodrucker im Vergleich
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