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Große Schnitttiefe auf der Verpackung, und in der ersten Kurve verläuft das Blatt. Bei Stichsägen ist das der klassische Fehlkauf. Was wirklich zählt: eine gute Blattführung, ein abschaltbarer Pendelhub und das passende Sägeblatt. Mit Makita-Akkus im Regal ist die Makita DJV184 eine gute Wahl. Noch kein System und knappe Kasse? Dann die Einhell TP-JST 18/135 Li BL.
Erst das Akkusystem, dann die Säge
Eine Akku-Stichsäge kostet als Sologerät oft weniger als ein Akku mit Ladegerät. Darum bringt ein Blick ins eigene Regal mehr als jeder Datenblattvergleich. Liegt dort schon ein 18-Volt-Akku von Bosch, Makita, Metabo oder Einhell, kaufen Sie die Säge ohne Akku in derselben Plattform. Ganz am Anfang steht meist der Bohrschrauber. Welche Modelle dafür taugen, zeigt unser Überblick über Akku-Bohrschrauber.
Die Kabelsäge hat dennoch ihren Platz. Sie ist leicht, läuft ohne Pause durch eine ganze Arbeitsplatte und braucht keinen Akku, der nach zwei Jahren schwächelt. Bei seltenem Einsatz und ohne vorhandene Akkugeräte ist Kabel oft die günstigere Lösung.
Pendelhub, Griff und Schnitttiefe richtig lesen
Beim Pendelhub bewegt sich das Blatt auf und ab und zusätzlich leicht nach vorn. In Weichholz schneidet die Säge so deutlich schneller. Für Metall, Laminat und saubere Kanten schalten Sie ihn aus. Gute Geräte bieten drei oder vier Stufen plus Nullstellung.
Bügel oder Stab? Der Bügelgriff liegt oben, die Hand führt von hinten, und so kennen es die meisten Heimwerker. Den Stabgriff umfassen Sie direkt am Motorgehäuse, näher am Werkstück. Viele Tischler steuern damit enge Kurven feiner. Eine Frage der Gewohnheit, keine der Qualität.
Die Schnitttiefe wird überschätzt. Die Werte gelten laut Hersteller für den geraden Schnitt mit dem längsten passenden Blatt, und 120 oder 150 mm in Holz brauchen die wenigsten. Wichtiger ist, dass die Säge bei 40 mm Buche nicht ausweicht. Dabei hilft die Blattführung: Eine Führungsrolle hinter dem Blatt ist Standard, Festool setzt zusätzlich seitliche Hartmetallbacken ein. Das zahlt sich aus, wenn der Schnitt rechtwinklig bleiben soll.
Ein langsamer Anlauf verhindert, dass das Blatt beim Ansetzen auf der Oberfläche springt. Sanftanlauf und Bremse nennt Makita ausdrücklich.
Sechs Stichsägen, die 2026 im Handel sind
| Modell | Antrieb und Griff | Schnitttiefe laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| Makita DJV184 | 18 V, bürstenlos, Bügelgriff, 3 Pendelstufen | Holz 135 mm, Stahl 10 mm, Alu 20 mm | Makita-Nutzer und Heimwerker mit viel Holzarbeit | ansehen |
| Bosch Professional GST 18V-125 B | 18 V, Bügelgriff, 4 Pendelstufen | Holz 125 mm, Alu 20 mm | Wer schon blaue Bosch-Akkus hat | ansehen |
| Metabo STA 18 LTX 150 BL | 18 V, bürstenlos, 4 Pendelstufen | Holz 150 mm, Stahlblech 10 mm, NE-Metall 35 mm | CAS-Nutzer, dicke Hölzer | ansehen |
| Festool CARVEX PSC 500 EB-Basic | 18 V, 4 Pendelstufen, dreifache Blattführung | Holz 120 mm, Stahl 10 mm, NE-Metall 20 mm | Tischler und Möbelbauer mit Anspruch an Winkel | |
| Einhell TP-JST 18/135 Li BL | 18 V, bürstenlos, T-Griff | Holz 135 mm, Stahl 10 mm (Händlerangabe) | Einsteiger mit kleinem Budget | ansehen |
| Bosch PST 900 PEL | Kabel, 620 W, Pendelhub | Holz 90 mm, Stahl 8 mm | Gelegentliche Arbeiten ohne Akkusystem | ansehen |
Makita DJV184: die runde Wahl für Holzarbeiten
Makita nennt 135 mm Schnitttiefe in Holz, 23 mm Hub und bis zu 3.000 Hübe pro Minute. Dazu kommen Motorbremse, ein abschaltbarer Sanftanlauf im Leerlauf, LED und werkzeugloser Blattwechsel. Ohne Akku wiegt sie 1,7 kg. Damit gehört sie zu den leichteren Geräten hier. Die Hubzahl ist etwas niedriger als bei Bosch oder Metabo; in Holz fällt das wenig ins Gewicht.
Bosch Professional GST 18V-125 B: solide im blauen System
Bosch gibt 125 mm in Holz, 26 mm Hub und vier Pendelstufen an. Das Blatt wechselt über das SDS-System ohne Werkzeug, die Grundplatte schwenkt bis 45 Grad. Für Stahl nennt die Produktseite keinen Wert. Sinnvoll für jeden, der ohnehin mit Bosch Professional arbeitet; einen Systemwechsel rechtfertigt sie nicht.
Metabo STA 18 LTX 150 BL: viel Tiefe, viel Ausstattung
150 mm in Holz, 35 mm in NE-Metall: Das sind die größten Werte im Feld, jedenfalls nach Metabos Angaben. Vier Pendelstufen, Späneblasfunktion, abschaltbares LED-Licht und Wiederanlaufschutz nach dem Akkuwechsel stehen auf der Liste. Das Blatt wechselt werkzeuglos und wird automatisch ausgeworfen. Wer einen Stabgriff will, findet dieselbe Technik als STAB 18 LTX 150 BL.
Festool CARVEX PSC 500 EB-Basic: Präzision hat ihren Preis
Festool führt das Blatt dreifach, mit Hartmetallbacken an beiden Seiten. Laut Hersteller bleibt der Schnitt damit winkelgerecht, auch in dickerem Material. Dazu kommen 4 Pendelstufen, 26 mm Hub, Blasfunktion, Splitterschutz und eine Bluetooth-Anbindung an die Hersteller-App. Wer nur hin und wieder sägt, bezahlt hier für Fähigkeiten, die er kaum nutzt. Wer Möbel baut, sieht den Unterschied an der Kante.
Einhell TP-JST 18/135 Li BL: der günstige Einstieg
Die Einhell läuft im Power-X-Change-System, mit bürstenlosem Motor und einem T-Griff, der laut Händlerangabe auch über Kopf gut zu halten ist. Händler nennen 135 mm in Holz und 10 mm in Stahl. Selbst als Set mit Akku kostet sie deutlich weniger als die Profigeräte ohne Akku. Für Regale, Ausschnitte in Arbeitsplatten und Gartenholz reicht das. Feine Möbelkanten sind nicht ihr Feld.
Bosch PST 900 PEL: mit Kabel und ohne Akkufrage
620 Watt, 90 mm in Holz, 8 mm in Stahl, so steht es bei Bosch. Das CutControl-System soll laut Bosch helfen, genau auf der Linie zu bleiben. Dazu SDS-Blattwechsel und ein Licht über der Schnittlinie. Bei ein paar Einsätzen im Jahr und ohne Akkugeräte im Haus: eine Säge ohne Folgekosten für Akkus.
Das Blatt macht den Schnitt
Die gängigen Stichsägen dieser Klasse nehmen Blätter mit T-Schaft, dem verbreiteten Standard. Die Zahnteilung entscheidet. Das Holzblatt T 101 B für gerade, saubere Schnitte hat laut Bosch 2,7 mm Teilung, für das schmale Kurvenblatt T 101 AO 1,4 mm. Für dünnes Blech bis 1,5 mm empfiehlt Bosch T 118 G mit 0,7 mm Teilung, für 2,5 bis 6 mm das T 118 B. Je enger die Kurve, desto schmaler das Blatt. Ein breites Blatt in einem kleinen Radius verkantet und verläuft, ganz gleich, wie teuer die Maschine war.
Für lange, gerade Zuschnitte von Platten ist die Stichsäge ohnehin das falsche Werkzeug. Hier arbeitet eine Handkreissäge mit Führungsschiene sauberer, siehe unseren Beitrag zu Tauchsäge und Handkreissäge. Für Rohre und Profile aus Stahl ist oft der Akku-Winkelschleifer schneller.
So würden wir entscheiden
- Makita-Akkus vorhanden: Makita DJV184 als Sologerät.
- Bosch-Professional-Akkus vorhanden: GST 18V-125 B.
- Metabo oder CAS-Akkus vorhanden: STA 18 LTX 150 BL, mit Stabgriff als STAB.
- Möbelbau und saubere Kanten: Festool CARVEX PSC 500 EB-Basic, sofern die Kasse es hergibt.
- Noch kein System, kleines Budget: Einhell TP-JST 18/135 Li BL im Set mit Akku.
- Nur gelegentlich sägen: Bosch PST 900 PEL mit Kabel.
Quellen
- Makita: DJV184 Akku-Pendelhubstichsäge
- Bosch Professional: GST 18V-125 B
- Metabo: STA 18 LTX 150 BL
- Festool: Akku-Pendelstichsäge PSC 500 EB-Basic
- toom: Einhell TP-JST 18/135 Li BL (Händlerangaben)
- Bosch: PST 900 PEL
- Bosch Professional: Stichsägeblatt T 101 B Clean for Wood
- Bosch Professional: Stichsägeblatt T 118 B Basic for Metal
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