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Mehr Federweg macht ein Mountainbike nicht automatisch besser. Meistens macht er es nur schwerer. Wer überwiegend Forstwege, Schotter und ab und an einen leichten Trail fährt, ist auf einem soliden Hardtail mit 100 bis 120 mm an der Gabel gut aufgehoben und spart Gewicht, Geld und Wartung. Ein Fully mit 130 bis 140 mm rechnet sich erst, wenn Wurzeln, Stufen und steile Abfahrten regelmäßig dazugehören.
Unten stellen wir sieben aktuelle Räder vom Einstieg bis zum Trailbike vor. Manche gibt es bei Amazon.de, andere nur beim Versender oder im Fachhandel, und bei jedem Rad steht, wo es zu haben ist. Soll ein Motor helfen, passt der E-MTB-Ratgeber besser.
Was der Hinterbau mit Ihrem Geldbeutel macht
Ein Hardtail federt nur vorn. Kein Dämpfer, keine Hinterbaulager, also weniger Gewicht, weniger Kosten, weniger Pflege. Für Touren und Einsteiger halten wir es für den sinnvollen Anfang.
Beim Fully arbeitet auch das Heck. Auf ruppigem Untergrund bringt das Kontrolle und Traktion, auf langen Abfahrten schont es Rücken und Handgelenke. Dämpfer und Lager verlangen aber regelmäßige Wartung, und bei gleichem Budget steckt im Fully meist die einfachere Ausstattung. Deshalb ist ein günstiges Fully mit schwacher Gabel oft schlechter als ein gutes Hardtail zum selben Preis.
Federweg in Millimetern, übersetzt in Gelände
Tour und Cross-Country liegen bei 100 bis 120 mm an der Gabel, meist als Hardtail. Bergauf ist das effizient, für Waldwege und flowige Pfade genügt es.
Am Trail bewegt man sich mit 130 bis 150 mm vorn und hinten. Diesen Bereich empfiehlt auch Ghost der großen Mehrheit der Trailfahrer. Es bleiben Reserven für Wurzeln und Stufen, ohne dass das Rad bergauf zu träge wird. Enduros beginnen bei 160 mm. Sie sind für steile, verblockte Abfahrten und Bikeparks gebaut, und wer hauptsächlich Touren fährt, schleppt damit viel Material umsonst den Berg hoch.
Mindestens so wichtig wie die Zahl ist die Gabel selbst. Eine einfache Stahlfedergabel mit 100 mm federt anders als eine luftgefederte, die sich auf Ihr Gewicht einstellen lässt.
Laufradgröße und Rahmen
Bei Erwachsenenrädern ist 29 Zoll inzwischen Standard. Große Laufräder rollen leichter über Kanten und halten das Tempo besser. 27,5 Zoll wirkt wendiger und passt kleineren Fahrerinnen und Fahrern oft besser, weshalb viele Hersteller das über die Rahmengröße lösen. Cube etwa baut das Aim nach Händlerangaben in XS und S mit 27,5 Zoll, ab M mit 29 Zoll.
Neben der Körpergröße entscheidet die Schrittlänge. Barfuß an einer Wand messen, beides in den Größenrechner des Herstellers eingeben. Zwischen zwei Größen fährt sich die kleinere verspielter, die größere ruhiger. Eine Probefahrt ersetzt das nicht, und genau hier ist der Fachhandel im Vorteil.
Karton, Kette oder Laden um die Ecke?
Canyon, Rose und Radon verkaufen überwiegend direkt online. Das hält die Preise niedrig. Dafür kommt das Rad im Karton, und Lenker, Pedale und Vorderrad montieren Sie selbst. Auf Amazon.de finden sich hauptsächlich Ghost und günstige Marken wie KS Cycling, oft über Drittanbieter. Schauen Sie dort genau hin, wer verkauft, welches Modelljahr geliefert wird und wie weit das Rad vormontiert ist.
Fahrrad XXL und Zweirad-Center Stadler bieten Probefahrten und eine Werkstatt vor Ort. Stadler betreibt nach eigenen Angaben gut zwanzig Filialen in Deutschland und eine in Österreich und nimmt einem Pressebericht zufolge auch Räder anderer Händler zur Reparatur an. Wer kein eigenes Werkzeug hat, sollte das ernst nehmen. Auch wenn dasselbe Rad dort mal etwas mehr kostet.
Sieben Mountainbikes von Einstieg bis Trail
| Modell | Bauart und Federweg | Laufräder | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| KS Cycling Xceed 29 | Alu-Hardtail, 100 mm | 29 Zoll | Gelegentliche Feldwegrunden, kleines Budget | ansehen |
| Ghost Kato | Alu-Hardtail, 100 mm | 29 Zoll | Einsteiger und Tourenfahrer | ansehen |
| Cube Aim | Alu-Hardtail, 100 mm | 27,5 (XS, S) / 29 Zoll | Einsteiger mit Händler in der Nähe | |
| Canyon Grand Canyon | Alu-Hardtail, 120 mm | 29 Zoll | Ambitionierte Tourer, die selbst schrauben | |
| Ghost Kato FS | Alu-Fully, 130/130 mm | 27,5 oder 29 Zoll | Tourenfahrer, die mehr Komfort wollen | ansehen |
| Rose Ground Control | Alu-Fully, 130/120 mm | 29 Zoll | Leichte Trails und lange Touren | |
| Ghost Riot Trail | Alu-Fully, 140/140 mm | 29 Zoll | Regelmäßige Trailfahrer | ansehen |
KS Cycling Xceed 29: günstig, mit Nacharbeit
Das Xceed zählt zu den günstigsten Rädern unserer Liste. Händler nennen einen Alurahmen, eine Federgabel mit 100 mm, 24 Gänge von Shimano und mechanische Scheibenbremsen. Feldwege und Ausflüge mit den Kindern schafft das. Auf echten Trails ist die Ausstattung schnell am Ende, und die Endmontage gehört in kundige Hände.
Ghost Kato: aufs Modelljahr achten
Ghost beschreibt das Kato als wendiges Hardtail, das effizient klettert. Die ganze Serie federt nach Herstellerangabe mit 100 mm, Schaltung und Gabel unterscheiden sich je nach Ausstattungsstufe deutlich. Weil bei Amazon.de auch ältere Modelljahre auftauchen, müssen Sie die Angaben im Angebot genau lesen.
Cube Aim: Einstieg beim Fachhändler
Seit Jahren gehört das Aim zu den Einstiegs-Hardtails im deutschen Fachhandel. Für 2026 führen Händler drei Varianten, Aim ONE, PRO und SLX, jeweils mit SR-Suntour-Gabel und 100 mm. Nur die SLX-Version hat eine Blockierung am Lenker. Ein aktuelles Angebot bei Amazon.de ist uns nicht bekannt. Also zum Cube-Händler, wo die Probefahrt gleich dabei ist.
Canyon Grand Canyon: Hardtail für Selbstschrauber
Neu aufgelegt hat Canyon das Grand Canyon, laut Pressemitteilung jetzt mit 120 mm Federweg. Die Erwachsenenmodelle rollen auf 29 Zoll, die Größen reichen nach Canyon von 3XS bis XL. Verkauft wird nur direkt. Interessant ist das Rad, wenn Sie ein Hardtail für mehr als Forstwege suchen und selbst schrauben.
Ghost Kato FS: der günstigere Weg ins Fully
Das Kato FS ist Ghosts Tourenfully. Für 2026 nennen Händler 130 mm vorn und hinten, eine SR-Suntour-Gabel und Varianten in 27,5 und 29 Zoll. Damit gehört es zu den günstigeren Fullys, auch bei Amazon.de. Die Federelemente spielen eher in der einfachen Klasse. Auf schwierigen Trails wächst man schnell heraus.
Rose Ground Control: flott statt gelassen
Aus dem flotten Down-Country-Rad hat Rose ein Trailbike gemacht. Vorn federt es nach Herstellerangabe mit 130 mm, hinten mit 120 mm. Das macht es leichter und spritziger als ein typisches Trailbike, in steilem Gelände aber weniger gelassen. Laut Fachpresse spielt Radon mit dem Skeen Trail AL in derselben Klasse, ebenfalls mit 130 und 120 mm. Beide Räder gibt es nur beim Versender.
Ghost Riot Trail: wenn es ruppig wird
140 mm vorn und hinten auf 29 Zoll, ein klassisches Trailbike. Händler nennen einen Alurahmen und die Größen M bis XL, kleinere Fahrer sind damit außen vor. Für Hausrunden mit Wurzeln, Sprüngen und steilen Passagen passt der Federweg. Reine Schottertouren brauchen so viel Rad nicht.
So würden wir entscheiden
Wer nur gelegentlich ins Gelände will und wenig ausgeben möchte, kann zum KS Cycling Xceed 29 greifen, sollte aber Nacharbeit an Bremsen und Schaltung einplanen. Mit Beratung gelingt der Einstieg über Cube Aim oder Ghost Kato bei einem Händler mit Werkstatt. Für anspruchsvollere Touren und eigenes Schrauben spricht das Canyon Grand Canyon mit 120 mm. Mehr Komfort auf langen Runden bieten Ghost Kato FS und Rose Ground Control. Bei regelmäßigen Trails nehmen wir das Ghost Riot Trail mit 140 mm. Ein Enduro brauchen nur die wenigsten.
Kommt das Rad mit dem Auto zum Trail, hilft der Überblick über Fahrradträger für die Anhängerkupplung.
Quellen
- Canyon: Grand Canyon
- Canyon Pressemitteilung: das neue Grand Canyon
- Ghost: Trail-Fullys
- Fahrrad XXL: Ghost Riot Trail Essential
- bikes.de: Ghost Kato FS 2026
- Lucky Bike: Cube Aim SLX 2026
- Bike: Rose Ground Control wird zum Trailbike
- Bike-X: Radon Skeen Trail AL und Slide Trail AL
- Zweirad-Center Stadler: Filialen
- Bike: Stadler eröffnet neues Zweirad-Center
Wo Sie die Produkte bekommen
- KS Cycling Xceed 29Bei Amazon ansehen
- Ghost KatoBei Amazon ansehen
- Ghost Kato FSBei Amazon ansehen
- Ghost Riot TrailBei Amazon ansehen
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