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Schachbrett kaufen 2026: Holzsets und Schachcomputer

Schachbrett kaufen: welche Feldgröße zu welchem König passt, was die FIDE vorgibt und welche elektronischen Bretter online spielen können.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
Unsere Wahl für die meistenPhilos Turnier-Schachset Feld 50 mmFamilie, Verein, Training am BrettBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichWeible Staunton-Schachfiguren 01255wer Brett und Figuren getrennt wähltBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Welches Holz? Das ist zweitrangig. Viel häufiger geht beim Schach das Größenverhältnis schief: Figuren, die über den Feldrand ragen, oder ein Turnierbrett mit Zwergfiguren darauf. Als erste Anschaffung empfehlen wir den meisten Haushalten ein klassisches Holzset mit 50 bis 55 Millimeter Feldern und einem König um 90 Millimeter. Ein elektronisches Brett ist seinen Aufpreis erst wert, wenn Sie regelmäßig online oder gegen den Computer spielen und dabei nicht auf einen Bildschirm schauen wollen.

Wie groß müssen Feld und König sein?

Den Maßstab setzt der Weltschachbund. Im FIDE-Handbuch steht seit 1. März 2026 ein neues Kapitel zu Schachmaterial ohne Elektronik, und für Turniere gilt danach eine Kantenlänge der Felder zwischen 5 und 6 Zentimetern. Vier Bauern sollen bequem auf ein Feld passen. Der König ist 95 Millimeter hoch, wobei bis zu zehn Prozent Abweichung erlaubt sind, solange die Höhenfolge der Figuren stimmt. Das ergibt etwa 86 bis 104 Millimeter. Sein Sockel misst im Durchmesser 40 bis 50 Prozent der Höhe.

Auch Form und Farbe sind festgelegt. Staunton, helle Figuren weiß, creme oder holzhell, dunkle braun, schwarz oder in Nussbaumton, jeweils matt. Das Brett besteht aus festem Naturholz, etwa Birke, Ahorn oder Esche in Kombination mit Nussbaum, Teak oder Buche.

Muss das zu Hause so genau sein? Nein, für den Wohnzimmertisch muss niemand diese Werte auf den Millimeter einhalten. Als Faustregel taugen sie trotzdem. Ein König von 90 Millimetern hat nach dieser Vorgabe einen Fuß von 36 bis 45 Millimetern. Auf einem 50er-Feld bleibt damit Luft, auf einem 40er-Feld wird es eng. Kinder, die das Spiel gerade lernen, profitieren von denselben Proportionen, denn große Felder und gut unterscheidbare Figuren verhindern Verwechslungen.

Worauf sollte man sonst noch schauen?

Auf das Gewicht der Figuren. Beschwerte Steine mit Filz unter dem Sockel bleiben stehen, leichte kippen beim schnellen Ziehen um und rutschen. Eine Randbeschriftung mit Buchstaben und Zahlen hilft beim Notieren und beim Nachspielen aus Büchern. Ein Klappbrett spart Platz. Dafür zieht sich eine Fuge über die Mitte.

Holz oder Sensoren? Sieben Kandidaten nebeneinander

ModellBauartMaße laut AnbieterOnline-AnbindungFür wenAngebot (Partnerlink)
Philos Turnier-Schachset Feld 50 mmHolzset, StauntonFeld 50 mm, König 90 mmkeineFamilie, Verein, Training am Brettansehen
Weible Staunton 01255 mit Ahornbrett 02095Figuren und Brett einzelnFeld 55 mm, König 89 mmkeinewer Brett und Figuren getrennt wählt
DGT PegasusSensorbrett ohne eigene EngineFeld 40 mm, König 70 mmBluetooth, DGT-App, LichessOnline-Spieler mit wenig Platzansehen
Millennium eONESensorbrett mit AkkuKönig 55 mmBluetooth und USB, Lichess, chess.com (Android), TorneloOnline-Spieler, auch unterwegsansehen
Millennium ChessGenius ProSchachcomputer, DrucksensorenBrett 20 × 20 cm, König 48 mmkeine, läuft ohne WLANEinsteiger und Kinderansehen
Millennium The King PerformanceSchachcomputer, HolzfigurenSpielfläche 32 × 32 cm, König 72 mmnur mit Zusatzmodul ChessLinkambitionierte Spieler, offlineansehen
Chessnut EvoSensorbrett mit FigurenerkennungBildschirm 12,3 Zollchess.com, Lichess ohne Handywer viel online spieltansehen

Philos Turnier-Schachset Feld 50 mm

Ein Brett von 50 × 50 Zentimetern, dazu Staunton-Figuren aus Erlenholz, natur und nussbaumfarben gebeizt, mit Filzsockel. Mit 90 Millimetern laut Angebot liegt der König im FIDE-Rahmen. Mehr braucht ein normaler Haushalt nicht. Wer mehr ausgibt, bekommt vor allem edleres Holz, kaum besseres Spielgefühl.

Weible Staunton-Figuren 01255 und Ahornbrett 02095

Bei Weible gibt es Figuren und Bretter getrennt. Die Staunton-Figuren 01255 mit 89 Millimeter König sind als turniergeeignet ausgewiesen, das Ahornbrett 02095 misst 50 × 50 Zentimeter bei 55 Millimeter Feldern. Wer schon ein Brett besitzt oder später aufrüsten will, bleibt mit dieser Trennung flexibler. Rechnen Sie aber beide Teile zusammen, bevor Sie sich gegen ein Komplettset entscheiden.

DGT Pegasus

Ein reines Verbindungsbrett. Selbst denkt das Pegasus nicht, es spiegelt Partien aus der kostenlosen DGT-App, die an Lichess angebunden ist. Gegnerzüge zeigen leuchtende Ringe auf den Feldern. Mit 35 × 35 Zentimetern und 40 Millimeter Feldern fällt es deutlich kleiner aus als ein Turnierbrett. Laut Händlerangabe läuft chess.com nur unter Android.

Millennium eONE

Ähnliches Prinzip, längere Plattformliste. Nach Angaben von Millennium spielt das eONE auf Lichess über die kostenlose ChessLink-App, auf chess.com über die Android-App und auf Tornelo über einen Windows-Rechner. Der eingebaute Akku soll mindestens 24 Stunden halten. Wer ein iPhone nutzt und auf chess.com spielen will, stößt hier an die entscheidende Grenze.

Millennium ChessGenius Pro

Ein klassischer Schachcomputer mit Software von Richard Lang und Farbdisplay. Bis über 2.200 Elo reicht die Spielstärke laut Hersteller, die Stufen darunter sind einstellbar. Klein ist das Brett mit 20 × 20 Zentimetern, die magnetischen Figuren mit 48 Millimeter König ebenso. Zum Lernen und Üben genügt das. Fürs Training am großen Brett nicht.

Millennium The King Performance

Hier sitzt die Engine „The King“ von Johan de Koning in einem Gerät mit Echtholzrahmen und beschwerten Holzfiguren, König 72 Millimeter. Millennium nennt eine Spielstärke von deutlich unter 1.000 bis über 2.400 Elo und Unterstützung für Chess960. 81 Leuchtdioden zeigen die Züge. Ins Internet kommt das Gerät nur mit dem separat erhältlichen Modul ChessLink.

Chessnut Evo

Das Evo bringt einen eigenen 12,3-Zoll-Touchscreen mit, auf dem ein Android-System läuft. Ein Smartphone braucht es also nicht. Nach Herstellerangabe erkennt es jede Figur, spielt auf chess.com und Lichess und enthält die menschenähnlich spielende Engine Maia. Unter den sieben Kandidaten ist es mit Abstand das teuerste. Für Gelegenheitsspieler bringt der Aufpreis zu wenig.

Kommen bei Sensorbrettern Abokosten dazu?

Besser, man klärt das, bevor man bestellt. Chessnut gibt an, für das Evo sei kein Abo nötig, alle Funktionen seien enthalten. Millennium bezeichnet seine Apps als kostenlos, die DGT-App ist es laut DGT ebenfalls. Lichess selbst ist gratis, chess.com hat eigene Bezahlstufen, die mit dem Brett nichts zu tun haben.

Square Off fehlt in der Tabelle bewusst. Amazon.de führt das Square Off Pro im Moment ohne Liefermöglichkeit, und die frühere Herstellerseite leitet inzwischen auf einen anderen Anbieter um. Solange Ersatzteile, App-Pflege und Abo-Bedingungen unklar sind, raten wir von Restbeständen ab.

Welches Brett für welchen Spieler?

  • Für Familie und Verein: das Philos Turnier-Schachset mit 50 Millimeter Feldern. Es hält die FIDE-Proportionen ein und braucht weder Strom noch App.
  • Brett und Figuren einzeln aussuchen: die Weible-Kombination mit 55 Millimeter Feldern.
  • Online spielen am echten Brett: Millennium eONE oder DGT Pegasus. Mit iPhone sind beide bei chess.com eingeschränkt, Lichess funktioniert.
  • Üben gegen den Computer ohne Internet: ChessGenius Pro für den Einstieg, The King Performance für größere Figuren und mehr Spielstärke.
  • Viel online, kein Handy auf dem Tisch: Chessnut Evo, sofern das Budget es hergibt.

Lust auf andere Spiele nach dem Schachabend? Anregungen sammelt unser Ratgeber zu Brettspielen. Für ruhige Stunden allein passt der Puzzle-Ratgeber, und wer Schach lieber per App lernt, wird in unserem Tablet-Ratgeber fündig.

Quellen

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