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Field-Monitor kaufen 2026: Kontrollmonitor und Rekorder

Field-Monitor oder Rekorder 2026: Nits, Größe, HDMI oder SDI, ProRes RAW und Strom. Atomos Ninja RAW, Shinobi II, Video Assist, Feelworld und Portkeys.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026
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Auch im VergleichAtomos Shinobi IILeichte Kamera, keine Aufnahme nötigBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt13 Abschnitte

Ein teurer Rekorder an einer Kamera, die gar kein RAW über HDMI ausgibt: Dieser Fehlgriff kommt bei Field-Monitoren erstaunlich oft vor. Wer nur besser sehen will, braucht einen hellen Kontrollmonitor wie den Atomos Shinobi II oder den Feelworld F6 PLUSX. Soll dagegen ProRes RAW auf die Karte und steht eine passende spiegellose Kamera bereit, landet man in aller Regel beim Atomos Ninja RAW.

Klingt banal. Trotzdem verwechseln viele Käufer Monitor und Rekorder, weil beide Gerätetypen von außen fast gleich aussehen.

Was muss ich vorher über meine Kamera wissen?

Drei Dinge, und zwar bevor Sie das erste Datenblatt aufschlagen. Welchen Videoausgang hat die Kamera? Welche Auflösung und Bildrate liefert sie dort? Und steht sie in der RAW-Kompatibilitätsliste des Rekorderherstellers? Atomos führt solche Listen je Gerät. Fehlt Ihre Kamera darin, nimmt der Rekorder bestenfalls ProRes aus dem fertigen Videosignal auf. Nützlich ist das schon, nur eben etwas anderes als RAW direkt vom Sensor.

Welche Kamera überhaupt einen sauberen HDMI-Ausgang mitbringt, erklärt unser Text zum Systemkamera-Kauf.

Wie hell, wie groß, welcher Anschluss?

Mit 1.000 Nits kommen Sie im Innenraum und im Schatten gut zurecht. Draußen bei Tag sind 1.500 Nits und mehr deutlich angenehmer. Selbst Atomos schreibt beim Shinobi II, dass man in direkter Sonne trotzdem eine Sonnenblende brauchen kann.

Bei der Größe gilt: Fünf Zoll sitzen ausgewogen auf einer kleinen Kamera und belasten den Blitzschuh kaum. Sieben Zoll zeigen die Schärfe besser, gehören aber eher an Rigs, zum Schärfezieher oder vor die Augen von Kunde und Regie.

Spiegellose Kameras haben fast immer HDMI, oft als empfindliche Micro- oder Mini-Buchse. SDI verriegelt mit BNC-Stecker und verträgt lange Kabelwege, bringt aber nur etwas, wenn auch Ihre Kamera oder Ihr Funkstrecken-Sender diesen Anschluss hat.

Und was kostet der Betrieb nebenbei?

  • Strom: Fast alle Geräte hier nehmen Akkus im Sony-NP-F-Format, Blackmagic setzt auf L-Serie. Ein Rekorder zieht spürbar mehr Strom als ein reiner Monitor. Planen Sie große Akkus oder USB-C-Power-Delivery ein.
  • Speicher: Rekorder schreiben auf CFexpress Typ B, SD-Karten oder externe USB-C-SSDs. Die Medien kosten zusätzlich und sind beim RAW-Dreh schnell voll.

Sieben Monitore und Rekorder nebeneinander

ModellBildschirm und HelligkeitAnschlüsse und AufnahmeFür wenAngebot (Partnerlink)
Atomos Ninja RAW5,2 Zoll, 1.500 NitsHDMI; ProRes und ProRes RAW bis 6K mit 30 BildernSpiegellose Kamera mit RAW über HDMIansehen
Atomos Ninja TX5,2 Zoll, 1.500 NitsHDMI 2.0 und 12G-SDI; ProRes, ProRes RAW, DNx, H.265, WLANProfis mit SDI und Cloud-Abläufenansehen
Atomos Shinobi II5,2 Zoll, 1.500 NitsHDMI 1.4; nur Monitor, Kamerasteuerung über USB-CLeichte Kamera, keine Aufnahme nötigansehen
Blackmagic Video Assist 5″ 12G HDR5 Zoll, 2.500 Nits12G-SDI und HDMI; ProRes, DNx, Blackmagic RAWBlackmagic-Kameras, SDI-Produktionenansehen
Feelworld F6 PLUSX5,5 Zoll, 1.600 NitsHDMI ein und aus; nur Monitor, 3D-LUTsEinstieg mit kleinem Budgetansehen
Feelworld LUT7S7 Zoll, 2.200 Nits3G-SDI und HDMI; nur Monitor, WaveformGroßes Bild für Schärfe und Regieansehen
Portkeys BM5 IV5,5 Zoll, 2.000 NitsHDMI und 3G-SDI; nur Monitor, Kamerasteuerung per KabelKamerabedienung vom Monitor ausansehen

Alle Angaben nach Herstellerangaben, die Helligkeit des Video Assist nach Händlerdatenblättern. Helligkeit ist ein Spitzenwert. Im Alltag fällt sie je nach Einstellung geringer aus.

Atomos Ninja RAW

Vorgestellt hat Atomos den Ninja RAW im Februar 2026. Laut Hersteller zeichnet er ProRes und ProRes RAW über HDMI direkt vom Sensor auf, bis 6K mit 30 Bildern pro Sekunde, wahlweise auf CFexpress Typ B oder auf USB-C-Speicher. Der Bildschirm leuchtet mit bis zu 1.500 Nits. Strom liefern NP-F-Akkus, eine USB-C-Powerbank oder ein Netzteil. An unterstützten Kameras steuern Sie Aufnahme, ISO, Verschluss, Blende und Weißabgleich vom Monitor aus. Solange die Kamera auf der RAW-Liste steht, halten wir ihn für die vernünftigste Rekorder-Wahl an einer spiegellosen Kamera.

Atomos Ninja TX

Zu HDMI 2.0 legt der Ninja TX einen 12G-SDI-Anschluss, WLAN 6E und NDI für die Übertragung ins Netzwerk. Atomos nennt Aufnahmen bis 8K mit 30 Bildern sowie ProRes, ProRes RAW, DNx und H.265. Versorgt wird er über NP-F-Akkus oder USB-C-Power-Delivery, das Datenblatt gibt einen Eingangsbereich von 6,2 bis 16,8 Volt an. An einer einzelnen spiegellosen Kamera bezahlen Sie hier Funktionen, die kaum zum Einsatz kommen.

Atomos Shinobi II

Reiner Monitor, keine Aufnahme. Dafür wiegt der Shinobi II laut Atomos nur 210 Gramm, leuchtet mit 1.500 Nits und steuert Kameras von Canon, Panasonic, Sony und Z CAM über USB-C. Praktisch ist die Gegenrichtung, denn über USB-C kann er die Kamera mit bis zu 13 Watt versorgen. Der HDMI-1.4-Eingang reicht für 4K mit 30 Bildern. Mehr geht nicht.

Blackmagic Video Assist 5″ 12G HDR

Blackmagic verbaut 12G-SDI und HDMI und zeichnet ProRes und DNx auf, an unterstützten Kameras auch Blackmagic RAW mit 12 Bit. ProRes RAW fehlt. Händler führen den 5-Zoll-Bildschirm mit 2.500 Nits. Gespeichert wird auf SD-Karte oder USB-C-Laufwerk. Den Strom liefern zwei Akkus der L-Serie, die sich nacheinander tauschen lassen, ohne die Aufnahme zu unterbrechen. Die 7-Zoll-Ausgabe hat zwei SD-Schächte und Mini-XLR-Eingänge für Ton.

Feelworld F6 PLUSX

Ein Bruchteil des Preises eines Rekorders, und das Nötigste ist da: 5,5 Zoll, Full HD, 1.600 Nits, Touchbedienung, eigene 3D-LUTs, Waveform und Histogramm. Laut Feelworld wiegt der F6 PLUSX 235 Gramm, nimmt 7 bis 24 Volt und hat eine Akkuplatte für NP-F und LP-E6. Aufnehmen kann er nicht, SDI fehlt. Zum Anfangen reicht das ehrlich gesagt trotzdem.

Feelworld LUT7S

Sieben Zoll mit 1.920 × 1.200 Pixeln und 2.200 Nits, dazu 3G-SDI und 4K-HDMI. Gebaut ist der LUT7S, um Schärfe aus einem Meter Abstand zu beurteilen oder einem Kunden das Bild zu zeigen. Ein Lichtsensor regelt die Helligkeit nach. Auf einem kleinen Blitzschuh wirkt er fehl am Platz, an einem Rig mit Monitorarm sitzt er richtig.

Portkeys BM5 IV

Hier steht die Kamerasteuerung im Mittelpunkt. Laut Hersteller hat der BM5 IV 5,5 Zoll, 2.000 Nits, HDMI und 3G-SDI und bedient per Kabel viele Kameras, sodass Sie Blende, ISO oder Aufnahme vom Monitor aus ändern. Die Ausführung BM5 IV WR steuert drahtlos. Welche Funktionen an Ihrem Modell gehen, verrät erst die Kompatibilitätsliste, und die gehört vor den Kauf.

Und SmallRig?

Der Name fällt bei Field-Monitoren ständig, nur baut SmallRig vor allem das Drumherum: Käfige mit Sonnenblende und HDMI-Klemme etwa für den Video Assist 7″, dazu neig- und schwenkbare Monitorhalter, die laut SmallRig bis 1,5 Kilogramm tragen. So eine Kabelklemme schützt die empfindliche HDMI-Buchse der Kamera. Kommen Monitor, Akkus und Leuchten mit auf Tour, finden Sie passende Taschen im Kamerarucksack-Ratgeber. Wie man innen ausleuchtet, behandelt der Beitrag zu Dauerlicht und Videoleuchten.

Welches Gerät gehört an meine Kamera?

Mit RAW über HDMI an einer spiegellosen Kamera: Atomos Ninja RAW. Vorher die Kompatibilitätsliste prüfen, sonst bleibt es ein teurer ProRes-Rekorder.

Geht es nur um ein helleres, größeres Bild ohne Aufnahme, nehmen Sie den Atomos Shinobi II, wenn das Gewicht zählt, und bei knappem Budget den Feelworld F6 PLUSX. An einer Blackmagic-Kamera oder mit SDI am Set liegt der Video Assist 5″ 12G HDR vorn, weil er Blackmagic RAW aufzeichnet. Den Atomos Ninja TX sehen wir in Produktionen mit SDI, Netzwerk und Cloud, für Einzelkämpfer ist er meist überdimensioniert. Wer Schärfe zieht oder den Kunden mitschauen lässt, setzt den Feelworld LUT7S auf ein Rig. Und wer die Kamera vom Monitor aus bedienen will, greift zum Portkeys BM5 IV.

Quellen

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