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Homematic IP Kamera: Welches Modell für Haus und Tür

Homematic IP Kamera: Außen-, Licht-, Akku- und Innenkamera sowie Video-Türklingel im Vergleich, mit Zentrale, Speicher ohne Abo und Datenschutz.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 08.11.2026
Weiße Homematic IP Außenkamera mit Schwenkkopf an einer Wandhalterung auf hellem GrundBild: ELV (Pressebild)
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Inhalt11 Abschnitte

Wer schon Thermostate, Fensterkontakte oder ein Alarmset von Homematic IP im Haus hat, fragt sich irgendwann, ob die Kamera auch aus derselben App kommen kann. Seit kurzem geht das. Für die meisten Häuser halten wir die Außenkamera HmIP-CO für den vernünftigsten Einstieg: fünf Megapixel, fast ein voller Kreis beim Schwenken, Stromversorgung über ein Steckernetzteil. Innen genügt oft die kleine Innenkamera basic. Eine Bedingung gilt für alle sechs Geräte, und an ihr scheitern manche Bestellungen.

Erst die Zentrale, dann die Kamera

Die Kameras brauchen einen Homematic IP Access Point oder die Home Control Unit. Die CCU3 reicht nicht. Das schreibt ELV bei jedem Modell ausdrücklich dazu. Wer sein System über die CCU3 und eine Oberfläche wie RaspberryMatic steuert, bekommt die Kameras also nicht in die gewohnte Umgebung. Welche Zentrale was kann, haben wir im Vergleich der Homematic-Zentralen aufgeschlüsselt.

Ins Netz gehen die Kameras per WLAN, nicht über den Homematic-Funk. Die Außenkamera, die Außenlichtkamera und die Innenkamera plus funken laut Datenblatt im 2,4- und im 5-GHz-Band. Akku-Außenkamera und Video-Türklingel richtet man nach ELV-Angabe im 2,4-GHz-Netz ein. Das ist kein Nachteil, solange das Signal an der Hauswand ankommt. Messen Sie es vorher mit dem Handy an der geplanten Stelle.

Speicher ohne Abo, mit einer Ausnahme

Live-Bild, Push-Meldung und lokale Speicherung funktionieren laut ELV ohne Abo. Ereignisse landen als Clip von bis zu drei Minuten auf einer microSD-Karte mit höchstens 256 GB, formatiert in FAT32. In der Cloud liegen dagegen nur Schnipsel von sechs Sekunden, und das sieben Tage lang. Das ist wenig. Eine Daueraufzeichnung rund um die Uhr gibt es auf der Karte, in Abschnitten zu fünf Minuten. Die Akku-Außenkamera kann das nicht, sie zeichnet nur bei Ereignissen auf.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, schon vor dem Kauf zu klären, wo die Bilder gespeichert werden, wie lange Updates kommen und ob die Übertragung verschlüsselt ist. Bei Homematic IP heißt die Antwort auf die erste Frage: Sie entscheiden, die Karte hält die Daten im Haus. Wie lange eQ-3 die Kameras pflegt, nennt der Hersteller nicht. Angekündigt sind aber neue Funktionen per App, etwa frei gezeichnete Alarmbereiche ab dem vierten Quartal 2026 und eine Ansicht mit vier Livebildern ab 2027.

Sechs Geräte im Überblick

ModellAuflösungStromBewegungFür wenAngebot (Partnerlink)
Außenkamera HmIP-CO5 MP, 2880 × 1600Steckernetzteil 12 Vschwenkt 350°, neigtHof, Einfahrt, Garten
Außenlichtkamera HmIP-COL4 MP, 2560 × 1440fest an 230 Vschwenkt 120°Eingang mit Licht
Akku-Außenkamera HmIP-COR3 MP, 2304 × 1296Akku 5200 mAhfestStellen ohne Steckdose
Video-Türklingel HmIP-CODB3 MP, 1984 × 1488Akku oder 12–24 V ACfestHaustürBei ELV ansehen199,95 € bei ELV · Stand 08.11.
Innenkamera plus HmIP-CI-PL4 MP, 2560 × 1440Netzteil 5 Vschwenkt 355°, neigtgrößere Räume
Innenkamera basic HmIP-CI-B3 MP, 2304 × 1296Netzteil 5 VfestFlur, Treppe
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Außenkamera HmIP-CO

Sie hat die höchste Auflösung der Reihe und die lichtstärkste Optik mit Blende F1.8. Laut Datenblatt schwenkt sie bis 350 Grad und neigt von minus 90 bis plus 30 Grad, das Bild selbst ist 90 Grad breit. Gespeichert wird in H.265, was die Karte länger reichen lässt als H.264. Strom kommt über ein Netzteil mit Hohlstecker, Sie brauchen also nur eine Außensteckdose oder ein durchgeführtes Kabel. Einen Privatmodus bringt sie mit, die Schutzart ist IP65.

Außenlichtkamera HmIP-COL

Leuchte und Kamera teilen sich ein Gehäuse. Das Licht bringt 1.800 Lumen, warmweiß mit 3.100 Kelvin und dimmbar. Ein Infrarotsensor erfasst laut Hersteller 120 Grad und bis zu zehn Meter, das Licht kann bei Bewegung angehen. Sie ersetzt typischerweise die alte Außenleuchte und hängt fest an der Netzspannung. Die Bedienungsanleitung ist hier deutlich: Anschluss und Montage nur durch eine Elektrofachkraft nach VDE 0100. Arbeiten an der Hausinstallation dürfen nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung ohnehin nur der Netzbetreiber oder ein eingetragener Installateur ausführen. Wer mehr über Licht und Nachbarn wissen will, findet das im Ratgeber zur Kamera mit Flutlicht.

Akku-Außenkamera HmIP-COR

Sie wiegt 225 Gramm. Sie hängt am Magnethalter oder am Schraubhalter. Der Akku hat 5.200 mAh, ELV nennt bis zu sechs Monate im Bereitschaftsbetrieb. Wie viele Ereignisse am Tag dahinter stecken, steht nirgends. Rechnen Sie an einer belebten Einfahrt mit deutlich weniger. Geladen wird per USB-C. Mit 110 Grad hat sie den breitesten Blick der Außenmodelle, aber keine Daueraufzeichnung. Für die Gartenhütte oder das Carport passt sie, als einzige Kamera am Haus eher nicht.

Video-Türklingel HmIP-CODB

Sie läuft mit Akku oder an der vorhandenen Klingelleitung mit 12 bis 24 Volt Wechselspannung. Gegensprechen geht hier im Vollduplex, also wie am Telefon, während die übrigen Kameras nur abwechselnd sprechen lassen. Der Bildsensor liefert 1984 × 1488 Pixel und damit ein eher hohes Format, das Gesicht und Paket gleichzeitig zeigt. Laut Ankündigung soll sich die Tür künftig direkt aus der Live-Ansicht öffnen lassen, zusammen mit dem Türschlossantrieb. Klingelkameras mehrerer Hersteller vergleicht der Ratgeber zur Video-Türklingel.

Innenkamera plus HmIP-CI-PL

Sie schwenkt bis 355 Grad, neigt sich, folgt Bewegungen und hat eine eingebaute Sirene. Der Privatmodus arbeitet laut ELV mechanisch, nicht nur per Software. Für Wohnzimmer oder offene Küchen mit mehreren Türen ist sie die richtige Wahl.

Innenkamera basic HmIP-CI-B

Ein fester Blick von 85 Grad, 91 Gramm, magnetischer Fuß. Mehr braucht ein Flur nicht, in dem man sehen will, ob jemand die Haustür benutzt hat. Geräusche und Bewegungen erkennen beide Innenmodelle, eine Personenerkennung führt ELV im eigenen Vergleich bei keinem von beiden. Als Ergänzung zum Alarmset ist sie das günstigste Auge im System.

Was die Kamera sehen darf

Die Verbraucherzentrale fasst es knapp: Filmen Sie nur Ihr eigenes Grundstück. Gehweg, Straße und Nachbargarten sind tabu, auch eine gemeinsame Zufahrt. Bei schwenkbaren Kameras wie der HmIP-CO weist sie auf einen Haken hin. Allein die Möglichkeit, das Bild jederzeit auf fremden Grund zu drehen, kann zu Unterlassungsansprüchen führen. Fest ausgerichtete Kameras lassen sich leichter rechtfertigen. Für Klingelkameras nennt sie die Linie der Datenschutzkonferenz: Übertragung nach einigen Sekunden beenden und nicht mehr zeigen, als ein Türspion zeigt. Ein Hinweisschild empfiehlt sie auch dann, wenn nur eigenes Gelände im Bild ist.

Bei der Außenkamera heißt das: Schwenkbereich einmal sauber begrenzen, die Position notieren und dabei bleiben. Mehr zu Standort und Winkel steht im Ratgeber zur Überwachungskamera für außen.

Welche Kamera wohin gehört

  • Für Hof, Einfahrt oder Garten mit Steckdose in Reichweite nehmen Sie die Außenkamera HmIP-CO.
  • Hängt am Eingang ohnehin eine Leuchte, die raus soll, ist die Außenlichtkamera HmIP-COL die aufgeräumtere Lösung, mit Elektriker.
  • Ohne Strom am Montageort bleibt die Akku-Außenkamera HmIP-COR, mit Abstrichen bei der Aufzeichnung.
  • An die Haustür gehört die Video-Türklingel HmIP-CODB, am besten an die alte Klingelleitung.
  • Innen genügt im Flur die Innenkamera basic, im großen Raum die schwenkbare Innenkamera plus.

Und ohne Homematic IP? Dann kaufen Sie ein ganzes System mit. Das lohnt nur, wenn Sie später auch heizen, schalten oder Fenster überwachen wollen. Sonst sind reine Kamerahersteller mit eigener App die direktere Wahl.

Quellen

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