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An der Powerstation zählt beim E-Bike die Wattstunde, nicht das Watt. Ein Ladegerät mit 4 Ampere zieht rund 150 bis 220 Watt, das schafft jede Station mit 230-Volt-Steckdose ab 500 Watt. Für zwei Räder halten wir darum die BLUETTI AC180P für die passende Wahl: 1.440 Wattstunden, im ADAC-Vergleich von 2025 mit der Note 2,0 ganz vorn, und zwei Akkus mit je 500 Wh werden damit einmal voll.
Wie viel Powerstation kostet eine Akkuladung?
Auf dem Etikett steht die Bruttokapazität. Der ADAC hat nachgemessen und fand im Alltag 10 bis 15 Prozent weniger. Danach verliert das Ladegerät noch einmal etwas, wir setzen dafür 10 Prozent an. Das ist eine Annahme. Das Magazin CamperVans rechnet für den Weg aus der Bordbatterie über Wechselrichter und Ladegerät mit 20 Prozent, 500 Wh im Akku kosten dort 600 Wh aus der Batterie.
Unsere Faustregel liegt mit Reserve darunter: Nennkapazität mal 0,75 ergibt, was im E-Bike-Akku ankommt. Eine Station mit 1.024 Wh bringt also etwa 770 Wh ins Rad. Das reicht für anderthalb Füllungen eines 500-Wh-Akkus, aber für genau eine eines 750-Wh-Akkus. Und die großen Akkus sind der Punkt, an dem Kaufentscheidungen kippen.
Rechnen Sie darum mit Ihrem eigenen Wert, er steht auf dem Akku. Für 625 Wh brauchen Sie rund 830 Wh Nennkapazität, für 750 Wh genau 1.000. Zwei Räder verdoppeln das. Wer nur von 20 auf 80 Prozent nachlädt, was CamperVans ohnehin für akkuschonend hält, kommt beim 750er mit 450 Wh im Akku aus, also 600 Wh an der Station. Wie sich solche Werte für andere Geräte rechnen, zeigt unser Ratgeber zur Laufzeit einer Powerstation.
Sechs Stationen, gerechnet in Akkufüllungen
| Modell | Kapazität, Dauerleistung | Gewicht | Füllungen 500 / 750 Wh | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| BLUETTI AC180P | 1.440 Wh, 1.800 W | höchstens 17 kg | 2,2 / 1,4 | zwei Räder, Auto am Standort | Zum Preis bei Amazon |
| EcoFlow DELTA 3 Plus | 1.024 Wh, 1.800 W | 12,5 kg | 1,5 / 1,0 | ein Rad, öfter tragen | Zum Preis bei Amazon |
| Anker SOLIX C800 Plus | 768 Wh, 1.200 W | 10,9 kg | 1,2 / 0,8 | ein Rad, 500-Wh-Akku | Zum Preis bei Amazon |
| Jackery Explorer 500 v2 | 512 Wh, 500 W | 5,7 kg | 0,8 / 0,5 | Nachladen am Mittag | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon299,00 € bei Jackery · Stand 06.11. |
| Jackery Explorer 1000 Plus v2 | 1.024 Wh, 1.800 W | 10,8 kg | 1,5 / 1,0 | ein Rad, später ausbaubar | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon649,00 € bei Jackery · Stand 06.11. |
| Jackery Explorer 2000 Plus v2 | 2.048 Wh, 2.400 W | 19,1 kg | 3,1 / 2,0 | zwei große Akkus, Wohnmobil | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon999,00 € bei Jackery · Stand 06.11. |
Die Füllungen sind unsere Rechnung mit dem Faktor 0,75, keine Herstellerangabe. Beim Gewicht der AC180P nennen wir die Obergrenze, die der ADAC für sein Prüffeld angibt.
Verträgt das Ladegerät die Steckdose der Station?
Meist ja, und die Leistung ist dabei die kleinste Sorge. Der Bosch 4A Charger liefert laut Händlerangabe höchstens 4 Ampere und füllt eine PowerTube 750 in etwa sechs Stunden. Bei 36 Volt sind das 144 Watt am Ausgang. Ein Blog für Mountainbiker rechnet für ein 48-Volt-System mit 4 Ampere und 15 Prozent Verlust 221 Watt vor. Lesen Sie den Wert auf dem Typenschild Ihres Laders nach, dann wissen Sie es genau. Zwei Lader nebeneinander passen selbst an 500 Watt.
Heikler ist die Spannungsform. E-Bikes laden mit dem Original-Lader, und der erwartet 230 Volt. Das Magazin allmountain.ch verlangt dafür ausdrücklich reinen Sinus, Jackery nennt ihn für den Explorer 500 v2. Wandler mit modifiziertem Sinus sind billiger, unser Ratgeber zum Spannungswandler 12 V auf 230 V erklärt den Unterschied.
Eine Falle sitzt im Regal daneben. Der Explorer 300D sieht aus wie die handliche Lösung, hat laut Jackery aber nur USB-C, USB-A und eine 12-Volt-Buchse. Ohne Steckdose bleibt der Lader dunkel.
Der stille Verlust über Nacht
Der ADAC maß, dass der eingeschaltete Wechselrichter teils schon 30 Watt verbraucht. Klingt nach wenig. Bleibt die Steckdose aber nach Ladeende zehn Stunden an, sind 300 Wh weg, mehr als eine halbe Füllung eines 500-Wh-Akkus. Daraus folgen zwei schlichte Gewohnheiten.
Laden Sie zwei Räder gleichzeitig statt nacheinander, wenn Sie zwei Lader dabeihaben. Der Wechselrichter läuft dann einmal sechs Stunden statt zweimal, das spart bei diesen 30 Watt rund 180 Wh. Und schalten Sie die Steckdose ab, sobald der Akku voll ist. Einige Stationen helfen dabei: Der Explorer 500 v2 schaltet im Energiesparmodus laut Jackery nach sechs Stunden unter 25 Watt selbst ab.
Campingplatz, Wohnmobil, Solar: Woher kommt der Nachschub?
Mit Stromsäule auf dem Campingplatz brauchen Sie keine Station. Der Lader kommt in die Steckdose, fertig. Die Powerstation ist für Stellplätze ohne Anschluss da, für das Ferienhaus ohne Außensteckdose am Schuppen oder für die Mittagspause am Wanderparkplatz.
Im Wohnmobil lohnt der Blick auf die Bordbatterie. CamperVans zeigt: Zwei 500-Wh-Akkus nehmen einer 120-Ah-Lithiumbatterie fast 80 Prozent ab. Eine Station trennt diese Last vom Bordnetz, was unser Ratgeber zur Powerstation im Wohnmobil genauer behandelt. Nachladen an der Autobuchse dauert allerdings. Für den 1000 Plus v2 nennt der Händler GreenDrive etwa 12 Stunden, für den 2000 Plus v2 etwa 24, mit dem DC-DC-Lader von Jackery 2 Stunden 35 Minuten beim kleineren Modell.
Eine Warnung gehört hierher. Der ADAC wertete 2025 den Jackery Explorer 1000 v2 auf mangelhaft ab, weil dessen beide DC-Eingänge nicht entkoppelt sind und beim gleichzeitigen Laden über Solar und Auto das 12-Volt-Bordnetz Schaden nehmen kann. Das Modell steht darum nicht in unserer Tabelle. Für die Plus-v2-Reihe kennen wir keine solche Prüfung. Laden Sie deshalb bei jeder Station nie gleichzeitig über Solar und Autobuchse.
Direkt vom Solarmodul in den E-Bike-Akku geht es nicht, die Energie muss erst in einen Speicher. Für die Planung nehmen wir an: Ein faltbares 200-Watt-Modul liefert an einem guten Tag sechs Stunden lang die halbe Nennleistung, also 600 Wh. Im Rad kommen davon etwa 450 Wh an. Ein Modul trägt damit knapp einen Akku am Tag, bei Bewölkung deutlich weniger. Welche Größe sinnvoll ist, steht im Ratgeber zum faltbaren Solarpanel.
BLUETTI AC180P
Beim ADAC vorn, mit guter Handhabung, der umfangreichsten Ausstattung im Feld und Kabeln für Autobatterie und Solar im Karton. Die Kapazität ist hier das Argument, denn sie deckt zwei Räder ab. Der Lüfter fiel bei Maximallast als laut auf, was bei rund 200 Watt Ladestrom kaum ins Gewicht fällt. Schwer ist sie, und sie war das teuerste Gerät im Vergleich. Für ein einzelnes Rad bezahlen Sie Reserve, die Sie selten brauchen.
EcoFlow DELTA 3 Plus
Note 2,1 beim ADAC, leiser Lüfter, viele Anschlüsse. Sie füllt einen 750-Wh-Akku rechnerisch einmal. Ein Solarkabel fehlte im Lieferumfang, die Tasten fand der ADAC etwas fummelig.
Anker SOLIX C800 Plus
Für den ADAC leicht und kompakt, mit Kfz- und Solarkabel, und ebenfalls gut bewertet. Die 1.200 Watt reichen fürs Laden locker. Beim 750-Wh-Akku wird es aber eng: Rund 80 Prozent sind drin, für zwei Räder ist sie zu klein.
Jackery Explorer 500 v2
Mit 5,7 Kilogramm die einzige Station hier, die man ohne Nachdenken zum Picknicktisch trägt, und im Sortiment von Jackery die günstige Klasse. Einen leeren 500-Wh-Akku füllt sie nicht ganz. Für etwa 380 Wh am Mittag reicht es, und das ist bei einem halb leeren Akku schon viel. Eine unabhängige Messung kennen wir für dieses Gerät nicht.
Jackery Explorer 1000 Plus v2
Auf dem Papier fast gleichauf mit der DELTA 3 Plus und laut Händler mit 10,8 Kilogramm leichter. Wer klein anfangen will, kann laut GreenDrive später Zusatzakkus anschließen, mehr dazu im Ratgeber zum Zusatzakku. Eine unabhängige Prüfung liegt uns nicht vor, darum steht sie nicht an der Spitze.
Jackery Explorer 2000 Plus v2
Zwei 750-Wh-Akkus einmal voll, das schafft hier nur dieses Gerät. Mit 19,1 Kilogramm bleibt es im Fahrzeug stehen. Auch hier stützen sich die Daten auf Händlerangaben.
Eine Frage, drei Antworten
- Zwei Räder mit 500 bis 625 Wh, Auto in der Nähe: BLUETTI AC180P.
- Zwei Räder mit 750 Wh, dazu ein Wohnmobil: Jackery Explorer 2000 Plus v2, wenn Ihnen Händlerdaten genügen.
- Ein Rad, Station wird oft getragen: EcoFlow DELTA 3 Plus oder bei 500-Wh-Akku die Anker SOLIX C800 Plus.
- Nur Nachschub für den Nachmittag: Jackery Explorer 500 v2.
Zur Pflege der Akkus selbst lesen Sie unseren Ratgeber zum E-Bike-Akku.
Quellen
- ADAC: Mobile Powerstations im Test (2025)
- CamperVans Magazin: E-Bike-Akkus unterwegs im Camper laden
- allmountain.ch: E-Bike-Akku im Wohnmobil laden
- MHW Bike-House: Bosch 4A Charger (Händlerangabe)
- Anker: SOLIX C800 Plus
- GreenDrive: Jackery Explorer 1000 Plus v2 (Händlerangabe)
- GreenDrive: Jackery Explorer 2000 Plus v2 (Händlerangabe)
- Produktangaben von Jackery zum Explorer 500 v2 und Explorer 300D
Wo Sie die Produkte bekommen
- BLUETTI AC180PZum Preis bei Amazon
- Jackery Explorer 500 v2299,00 € bei Jackery · Stand 06.11.Bei Jackery ansehen
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