Black Friday am 27.11.: unsere Wahl je Ratgeber
Unabhängige KaufberatungJede Angabe mit QuelleKeine bezahlten Urteile1.327 Ratgeber und Tests So testen wir
handgetestet

E-Auto laden im Urlaub: Camping, Ausland, Ladekarten

E-Auto laden im Urlaub: welche Adapter und Ladekarten mitmüssen, was Campingplatz-Dosen leisten und welche Ampere-Grenzen im Ausland gelten.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Unsere Wahl für die meistenNRGkick 16AFerienhaus, Camping, FernreiseBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichJuice Booster 3 airviele Länder, großes BudgetBei Amazon ansehenPartnerlink

Preisrahmen um 650–820 € · Stand 05.11.2026

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Das Schild an der Stromsäule im Titelbild hängt auf einem Campingplatz in Büsum, und es ist deutlich: Das Aufladen von Elektroautos ist dort untersagt. Fragen Sie also vor der Buchung, nicht bei der Ankunft mit zwölf Prozent im Akku. Ins Auto gehören dann drei Dinge: ein Typ-2-Kabel für Ladesäulen, zwei Ladezugänge mit Roaming und, wenn am Ziel keine Säule steht, eine mobile Wallbox mit einstellbarem Strom. Für diese Rolle halten wir den NRGkick 16A für die sinnvollste Wahl, weil es für ihn Steckeraufsätze einzelner Länder gibt, die den Ladestrom selbst begrenzen.

Was Mode 2 und Mode 3 unterscheidet und wie lang ein Kabel sein sollte, steht im Ratgeber zum Ladekabel.

Ladekarte, App, Kreditkarte: Womit zahlen Sie im Ausland?

Mit mehr als einem Mittel. Der ADAC rät Reisenden zu Flexibilität, weil nicht überall jede Zahlart funktioniert. Kartenzahlung schreibt das EU-Recht laut Verbraucherzentrale nur für neue Säulen mit mehr als 50 Kilowatt vor, an kleineren genügen Bezahlwege im Netz. Ohne Vertrag geht es meist, nur oft umständlich.

Ad-hoc-Laden kann laut einer ADAC-Untersuchung bis zu 62 Prozent mehr kosten als ein Vertrag ohne Grundgebühr. Ein Roaming-Tarif schaltet Sie dagegen an Säulen fremder Betreiber frei, die Rechnung kommt vom eigenen Anbieter, auch aus dem Ausland. Fragen Sie vorher nach dem Auslandspreis, denn Roaming- und Startgebühren können hinzukommen. ADAC e-Charge funktioniert in zahlreichen Ländern Europas und ist für Mitglieder ohne Grundgebühr zu haben.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, zweigleisig zu fahren und kurze Laufzeiten zu wählen. Also ein überregionaler Tarif, dazu ein zweiter Zugang als Reserve. Bleibt das Auto über Nacht an der Säule, prüfen Sie die Blockiergebühr, sie beginnt häufig nach vier Stunden. In Italien darf an Ladesäulen nur stehen, wer auch lädt. Sonst droht ein Bußgeld.

Ferienhaus: Darf es die Dose hinterm Haus sein?

Zur Not. Der ADAC nennt die Schuko-Dose eine Notlösung und rät, auf 10 Ampere oder weniger zu begrenzen, weil gealterte Kontakte und Klemmstellen beim stundenlangen Laden heiß werden können. Mehr als 1,8 bis 3 kW kommen dort ohnehin nicht an.

Heikel ist das Unbekannte. NRGkick verlangt eine von einer Elektrofachkraft geprüfte Installation mit eigenem Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter für den Stromkreis. Wer weiß das schon von einem Ferienhaus in Istrien? Fragen Sie den Vermieter schriftlich nach Absicherung, Schutzschalter und danach, wie er den Strom abrechnet. Bleibt die Antwort aus, gilt die Regel von NRGkick und go-e: kleinster Ladestrom. Wird die Dose heiß, ist Schluss.

Campingplatz: blaue Dose, wenig Ampere

Üblich ist die blaue CEE-Dose. Mit 16 Ampere Absicherung lädt sie laut ADAC mit 3,7 kW, vorausgesetzt, der Betreiber erlaubt es. Deutsche Plätze sichern laut promobil mit 10 bis 16 Ampere ab, kleine Plätze in Südeuropa teils so knapp, dass die Sicherung schon ab 3 Ampere fällt. Bei 6 Ampere bleiben 1,38 kW. 40 kWh brauchen dann rechnerisch 29 Stunden, bei 16 Ampere elf, Ladeverluste nicht eingerechnet.

Kaum jemand plant die Entfernung ein. Für das Wohnmobil gelten Kabeltrommel und CEE-Verlängerung bis 25 Meter als normal, die Trommel muss laut PiNCAMP vollständig abgewickelt sein. Am Ladegerät ist das etwas anderes: NRGkick verbietet zusätzliche Verlängerungen ausdrücklich. Wer auf Campingplätzen laden will, nimmt deshalb die längste Kabelfassung und bucht einen Platz nah an der Säule. Fahrer von Renault ZOE, Twingo und Kangoo sollten außerdem wissen, dass NRGkick diese Autos an CEE-Dosen nur mit eigenem Fehlerstromschutzschalter zulässt. Welches CEE-Kabel fürs Wohnmobil selbst taugt, klärt unser Ratgeber zum Wohnmobil-Zubehör.

Andere Länder, andere Dosen: Was passt wo?

Die Schweiz hat laut PiNCAMP eine eigene Norm, Großbritannien häufig die Dose mit drei rechteckigen Löchern, kleinere Plätze in Italien und Spanien oft nur Haushaltsdosen. Das Überraschende steckt aber in der Anleitung von NRGkick. Sie begrenzt den Strom am Schuko-Aufsatz je nach Land:

  • Frankreich und Norwegen: höchstens 10 Ampere
  • Finnland und Schweiz: höchstens 8 Ampere
  • Dänemark: höchstens 6 Ampere

Das sind Vorgaben des Herstellers für sein Gerät. go-e verweist ebenfalls auf nationale Vorschriften und liefert einphasige Adapter ab Werk mit 6 Ampere aus, die Ländereinstellung erfolgt in der App. Die go-e-Adapterkabel dürfen laut Anleitung nicht in der Schweiz verwendet werden, der Gemini flex 2.0 laut Datenblatt nicht in Norwegen.

Nützlich bleibt die mobile Wallbox laut ADAC etwa in Kroatien oder Süditalien, wo das Säulennetz noch Lücken hat. Maut und Fähren dort behandelt unser Ratgeber zum Mietwagen in Kroatien. Überhaupt haben Fähren eigene Regeln. Griechische Reedereien nehmen E-Autos laut ADAC seit 2024 nur mit höchstens 40 Prozent Ladestand an Bord.

Sechs Begleiter für die Reise

ModellBauart und LeistungDosen im AuslandFür wenAngebot (Partnerlink)
NRGkick 16Amobile Wallbox, bis 11 kW, Kabel 5 / 7,5 / 10 mAufsätze u. a. für IT, UK, CH, DK, FRFerienhaus, Camping, Fernreiseansehen
Juice Booster 3 airmobile Wallbox, bis 11 kW (ADAC)30 Adaptervarianten (ADAC)viele Länder, großes Budgetansehen
go-e Charger Gemini flex 2.0 11 kWBox mit Typ-2-Dose, bis 11 kW, Kabel extraCEE, Schuko per Adapter; nicht CH, nicht NOHeimladen mit gelegentlicher Reiseansehen
Mennekes 36247Mode-3-Kabel, 7,5 m, bis 22 kWnur Säulen und WallboxenPflicht im Kofferraumansehen
EVDANCE Mobile Wallbox 11 kWlaut Anbieter CEE rot 16 A, 5,5 oder 7,8 mkeine Länderaufsätze bekanntReisende, die Unterlagen vorher prüfenansehen
EVDANCE Schuko-Ladekabel 3,68 kWlaut Anbieter Schuko, 6–16 A, 6,1 mnur Schukoseltene Notfälle, niedrig eingestelltansehen
Vor dem Kauf eine zweite Meinung?Per WhatsApp fragen

NRGkick 16A

Das Gerät aus Österreich erkennt laut Hersteller den Aufsatz und begrenzt den Strom auf dessen Wert. Es gibt Aufsätze für die blaue und die rote CEE-Dose, Typ L für Italien mit 10 Ampere, Typ G für Großbritannien mit 13, Typ K für Dänemark mit 6 und Typ J für die Schweiz mit 8. Fehlerstromschutz für Wechsel- und Gleichstrom ist eingebaut, das Gehäuse erreicht IP67 und IP69K. Im ADAC-Test 2024 kam die Box von DiniTech auf die Note 1,8. Dagegen spricht das Zubehör: Jeder Aufsatz kostet extra, ausgerechnet der für Ladesäulen ist der teuerste.

Juice Booster 3 air

Im ADAC-Test lag er mit der Note 1,6 vorn und war das teuerste Gerät im Feld. Gelobt werden Maße, Bedienung, App und Adapterauswahl. Unsere Einordnung stützt sich hier allein auf den ADAC-Test, darum bleibt es bei einem Hinweis. Erfragen Sie die Adapter für Ihr Reiseland vor dem Kauf.

go-e Charger Gemini flex 2.0 11 kW

Zuhause hängt die Box an der Wand, im Urlaub fährt sie mit. TÜV Rheinland hat laut go-e die Übereinstimmung mit IEC 62752 geprüft. Ein Typ-2-Kabel gehört nicht zum Lieferumfang, Adapter für CEE blau und Schuko ebenfalls nicht.

Mennekes 36247

Ein Kabel dieser Art gehört auf jede Reise. Oft müssen Sie an der Säule Ihr eigenes mitbringen, sagt die Verbraucherzentrale, für Slowenien weist der ADAC eigens darauf hin. Mit 7,5 Metern und dreiphasiger Auslegung passt es auch an ungünstig stehende Säulen. Es wiegt allerdings 4,43 Kilogramm.

EVDANCE Mobile Wallbox 11 kW

Laut Anbieter lädt sie an der roten CEE-Dose bis 11 kW, einige Ausführungen haben einen Schuko-Adapter, dazu nennt er einen Schutz gegen 6 mA Gleichfehlerstrom. Anleitung, Prüfzeichen und Konformitätserklärung sollten Sie vor dem Kauf einsehen, denn der ADAC rät bei wenig bekannten Marken, Herstelleradresse auf dem Typenschild und Konformitätserklärung zu prüfen. Einen Adapter für die blaue Campingdose oder Länderaufsätze konnten wir nicht verlässlich klären. Für eine Reise mit wechselnden Dosen ist das die entscheidende Lücke.

EVDANCE Schuko-Ladekabel 3,68 kW

Der Anbieter nennt 6 bis 16 Ampere und wirbt an der Schuko-Dose mit 3,68 kW. Genau davon raten ADAC und Gerätehersteller ab. Nutzen Sie, wenn überhaupt, die unteren Stufen. Käuferbewertungen auf Trustpilot fallen gemischt aus und nennen neben Versandärger Einzelfälle von Ausfällen.

Was wir je nach Ziel einpacken würden

  • Säulenreise durch Österreich, Italiens Norden oder Frankreich: Mennekes 36247 und zwei Ladezugänge. Eine mobile Wallbox bleibt zuhause.
  • Ferienhaus oder Campingplatz mit erlaubtem Laden: zusätzlich NRGkick 16A mit zehn Metern Kabel und den Aufsätzen fürs Reiseziel.
  • Wallbox für daheim gesucht, Reise nur selten: go-e Charger Gemini flex 2.0, wenn weder die Schweiz noch Norwegen auf dem Plan stehen. Mehr zur festen Lösung im Ratgeber zum Wallbox-Kauf.
  • Geld spielt keine Rolle, Adapter für fast alles sollen es sein: Juice Booster 3 air, nach Blick in die Adapterliste.

Noch eine Pflicht für Deutschland: Laut ADAC müssen auch mobile Wallboxen beim Netzbetreiber gemeldet werden, über 12 kVA verlangt § 19 NAV seine Zustimmung.

Was am Ladegerät zulässig ist, erklärt der Ratgeber CEE-Adapter fürs E-Auto.

Quellen

Wo Sie die Produkte bekommen

Verkauf, Lieferung, Gewährleistung und Produktsicherheit liegen allein beim jeweiligen Händler und Hersteller. Alle Angaben ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Haftungsausschluss

Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung

Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Noch nicht entschieden?

Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.

Diesen Ratgeber teilen