Preisrahmen um 950–5.000 € · Stand 05.11.2026
Inhalt11 Abschnitte
Zwei Mähroboter mit gleicher Flächenangabe können im selben Garten völlig verschieden arbeiten. Für große Rasenflächen zählt darum weniger die Zahl auf dem Karton als die Reserve dahinter. Unser Vorschlag ab rund 2.000 m² ist der Husqvarna Automower 450X NERA, weil er die nötige Reserve hat und Husqvarna Mähdauer und Ladezeit offen nennt. Bis etwa 2.000 m² reicht der Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO, in deutlich niedrigerer Preisklasse. Und wer nur alle zwei Wochen eine Wiese kürzen will, braucht keinen Roboter, sondern einen Aufsitzmäher.
Warum 3.000 m² auf dem Karton keine 3.000 m² im Garten sind
Die Flächenangabe ist ein Grenzwert. Stiftung Warentest berichtet, dass ein Mähroboter für die ausgewiesene Maximalfläche bis zu 20 Stunden am Tag braucht, an fünf Tagen in der Woche. Der Rasen gehört dann praktisch dem Gerät. Die Tester raten deshalb zu einem Modell, das mindestens 50 Prozent mehr angibt, als Sie brauchen.
Rechnen Sie also rückwärts. Für 2.000 m² suchen Sie ein Gerät mit 3.000 m² Angabe, für 3.000 m² eines mit 4.500 m². Gardena macht die Größenordnung bei einem kleineren Modell sichtbar: Der smart SILENO free braucht für seine 1.200 m² täglich 17 Stunden Mähen und Laden. So eine Angabe suchen Sie bei vielen Herstellern vergeblich.
Wie viele Stunden hat Ihr Mähtag wirklich?
Hier entscheidet sich der Kauf. Soll der Roboter aus Rücksicht auf Igel nur am Tag fahren, schrumpft das Fenster stark. Stiftung Warentest rät genau dazu, und in einzelnen Gemeinden gilt bereits ein Nachtfahrverbot. Ecovacs stellt die Ruhezeit ab Werk auf 19 bis 7 Uhr. Bleiben zwölf Stunden. Davon gehen Regen und Ihre Grillabende ab, denn der GOAT pausiert laut Anleitung bei Regen und fährt erst nach einer einstellbaren Verzögerung weiter.
Dann kommt das Laden. Beim Husqvarna 450X stehen 145 Minuten Mähen gegen 40 Minuten Laden, das Gerät arbeitet also rund drei Viertel der Zeit. Segway nennt für das größte Modell seiner X4-Reihe etwa 1.300 m² je Akkuladung. Ein 3.000-m²-Rasen braucht damit mindestens drei Ladungen. Ecovacs gibt 400 m² pro Stunde an, aber ausdrücklich als Laborwert, der sich je nach Rasen ändern kann. Eine Fläche pro Ladung nennt der Hersteller nicht.
Auch Akkuwerte verdienen einen zweiten Blick. Der A3000 hat laut Anleitung 7,5 Ah bei 32,4 Volt, also gut 240 Wattstunden. Der Worx mit 4.000 m² Angabe kommt mit 5 Ah bei 20 Volt auf 100 Wattstunden. Mehr Fläche mit weniger als der Hälfte der Energie: Das erklärt das Datenblatt nicht. Wir würden diese Angabe vorsichtig lesen.
Durchgänge, Inseln, Wege: Wo große Gärten scheitern
Über 1.500 m² ist selten eine einzige Rechteckfläche. Meist hängen zwei oder drei Rasenstücke an einem Durchgang. Messen Sie den, bevor Sie bestellen. Ecovacs verlangt für die A-Serie mehr als 0,9 Meter Breite, der Mäher selbst misst 54 Zentimeter. Ecken sollen stumpfer als 90 Grad sein. Unterbricht ein Weg mit mehr als 3 Zentimetern Höhenunterschied den Rasen, sieht die Anleitung eine Rampe von mindestens 1,5 Metern Breite vor. Virtuelle Grenzen dürfen nicht auf Gefälle über 20 Prozent liegen.
Bei Husqvarna hilft ein Nebenbereich, wenn zwei Rasenflächen gar nicht verbunden sind. Der Mäher wird dann hinübergetragen. Das klingt nach wenig, ist aber bei 15 Kilogramm auf Dauer lästig. Planen Sie auch den Platz für die Station ein, laut Stiftung Warentest braucht manche 3 Meter frei davor und je 1,5 Meter seitlich. Liegt die Steckdose weit weg, hilft unser Ratgeber zur Steckdosensäule im Garten. Wie sich Satellit, Kamera und LiDAR unterscheiden, steht in der Kaufberatung zu Mährobotern ohne Draht.
Fünf Geräte, gerechnet mit Reserve
| Modell | Fläche laut Hersteller | Mit 50 % Reserve bis etwa | Akku und Laden laut Hersteller | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Husqvarna Automower 450X NERA | 5.000 m², parallele Bahnen 7.500 m² | 3.300 m² | 145 min Mähen, 40 min Laden | große, verwinkelte Gärten mit Wunsch nach Fachhändler | ansehen |
| Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO | 3.000 m² | 2.000 m² | 7,5 Ah, 70 min Laden | bis 2.000 m² mit Bäumen, Durchgänge über 0,9 m | EcovacsAmazon2.299,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11. |
| Ecovacs GOAT A1600 LiDAR PRO | 1.600 m² | 1.050 m² | 3 Ah, 50 min Laden | nur knapp über 1.000 m² | EcovacsAmazon999,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11. |
| Segway Navimow X430 | 3.000 m² | 2.000 m² | keine Angabe je Ladung | bis 2.000 m², auch am Hang | ansehen |
| Worx Landroid Vision Cloud 4WD WR344E | 4.000 m² | 2.650 m² | 5 Ah, 60 min Laden | steile Gärten bis 2.000 m² | ansehen |
Husqvarna Automower 450X NERA
Die Preisklasse liegt etwa beim Doppelten des A3000, dafür legt Husqvarna mehr Betriebsdaten offen als die meisten hier. 5.000 m² nennt der Hersteller, mit parallelen Bahnen sogar 7.500 m². Enge Stellen erkennt er laut Hersteller selbst und fährt dort systematisch, um Radspuren zu vermeiden. Ohne Kabel läuft er nur mit dem zusätzlichen EPOS-Plug-in; fehlt auf Teilen des Grundstücks Mobilfunk oder WLAN, kommt eine Referenzstation dazu. Die Schnittbreite von 24 Zentimetern ist nicht üppig, die Schnitthöhe endet bei 60 mm. Für Flächen über 2.000 m² bleibt er in dieser Liste das Gerät mit der klarsten Reserve. Fragen Sie die Verfügbarkeit vor dem Kauf beim Fachhändler nach.
Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO
Er ortet sich laut Hersteller mit LiDAR und Kamera, eine Antenne im Garten entfällt. Mit 33 Zentimetern schneidet er breiter als Husqvarna und Worx, in der Tabelle oben steht aber auch sein Limit: Mit Reserve ist bei 2.000 m² Schluss. Weitere Nachteile sind die 0,9 Meter Mindestdurchgang und die 18,3 Kilogramm. Mobilfunk und Satellitenortung führt die Anleitung als Kaufoption, nicht als Grundausstattung. Sein seitlicher Trimmer ist mit 82 dB(A) Schallleistung 20 dB lauter als das Mähen selbst, nachts darf er laut Anleitung nicht laufen.
Ecovacs GOAT A1600 LiDAR PRO
Das gleiche Gehäuse mit kleinem Akku: 3 Ah statt 7,5 Ah. Der Name verleitet. Mit Reserve passt er zu rund 1.050 m², für das Thema dieses Textes ist er also zu klein. Nur wenn Ihr Rasen knapp über 1.000 m² liegt und Sie Mähzeit übrig haben, kommt er infrage.
Segway Navimow X430
3.000 m² nennt Segway, mit Reserve ist das ein Gerät für rund 2.000 m². Steigungen bis 84 Prozent gibt der Hersteller für die X4-Reihe an, wer viel Hang hat, schaut also hierher statt zum A3000 mit seinen 50 Prozent. Die Korrekturdaten kommen über das Netz, eine Antenne ist laut Segway nicht nötig. Prüfen Sie aber vorher die Abdeckung an Ihrer Adresse. Unter dichten Bäumen und an hohen Hauswänden kann der Satellitenempfang nach Stiftung Warentest leiden.
Worx Landroid Vision Cloud 4WD WR344E
Allrad, 84 Prozent Steigung und die Mobilfunkanbindung sind laut Worx kostenfrei dabei, ebenso der Korrekturdienst. Ein Kantenmodul liegt bei. Die Schnittbreite von 22 Zentimetern und der kleine Akku sprechen gegen die volle Ausnutzung der 4.000 m². Für steile 2.000 m² ist er trotzdem eine Überlegung wert.
Oder doch ein Aufsitzmäher?
Rechnen wir es durch. Ein Husqvarna R 112C schneidet 112 Zentimeter breit. Für 3.000 m² sind das knapp 2,7 Kilometer Fahrstrecke, bei Schrittgeschwindigkeit um die 5 km/h also gut eine halbe Stunde plus Wendezeiten. Ein Roboter braucht dafür viele Stunden. Sie sitzen dafür jede Woche selbst drauf.
Der Roboter arbeitet nur auf gepflegtem Rasen. Ecovacs verlangt vor dem ersten Einsatz maximal 10 Zentimeter Grashöhe und empfiehlt für verwilderte Flächen einen handgeführten Mäher. Obstwiese, Holperboden, zweimal im Monat mähen: Das bleibt Sache von Aufsitzmäher oder Benzin-Rasenmäher. Ein Roboter passt, wenn Sie einen kurzen, gleichmäßigen Rasen wollen und keine Zeit investieren möchten. Rund um den Rand bleibt dann trotzdem etwas zu tun, im Test blieben je nach Modell bis zu 20 Zentimeter stehen. Soll die Station ein Dach bekommen, hilft unser Ratgeber zur Mähroboter-Garage.
Nach Fläche entschieden
- 1.500 bis 2.000 m², flach, viele Bäume: Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO, sofern Durchgänge über 0,9 Meter breit sind.
- 1.500 bis 2.000 m², Hang: Segway Navimow X430 oder Worx WR344E.
- 2.000 bis 3.300 m²: Husqvarna 450X NERA. Der Worx WR344E reicht rechnerisch bis 2.650 m², seine Angabe lesen wir aber vorsichtig.
- Deutlich mehr oder Wiese statt Rasen: Aufsitzmäher.
Quellen
- Stiftung Warentest: Nachtfahrverbot für Mähroboter, 7 Tipps
- Stiftung Warentest: Mähroboter im Test (frei lesbarer Teil)
- Husqvarna: Automower 450X NERA
- Husqvarna: Aufsitzfrontmäher
- Ecovacs: GOAT A3000 LiDAR PRO
- Ecovacs: GOAT A1600 LiDAR PRO
- Ecovacs: Anleitung GOAT A1600 und A3000 LiDAR PRO (PDF)
- Segway Navimow: Auswahlhilfe und Modellübersicht
- Worx: Landroid Vision Cloud 4WD WR344E
- Gardena: smart SILENO free 1.200 m²
Wo Sie die Produkte bekommen
- Husqvarna Automower 450X NERABei Amazon ansehen
- Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO2.299,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehen
Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO2.299,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehen- Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PROBei Amazon ansehen
- Ecovacs GOAT A1600 LiDAR PRO999,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehen
Ecovacs GOAT A1600 LiDAR PRO999,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehen- Ecovacs GOAT A1600 LiDAR PROBei Amazon ansehen
- Segway Navimow X430Bei Amazon ansehen
- Worx Landroid Vision Cloud 4WD WR344EBei Amazon ansehen
Unabhängige Tests brauchen Ihre Unterstützung
Ein gründlicher Test kostet Zeit, Technik und oft das Produkt selbst. Hersteller bezahlen uns nicht für gute Urteile – darum kann die Qualität unserer Tests nur durch Ihre Unterstützung über unsere Partnerlinks gesichert werden. Kaufen Sie über einen dieser Links ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts, unser Urteil bleibt unabhängig. Danke, dass Sie so auch in Zukunft hochwertige, unabhängige Tests möglich machen.
Noch nicht entschieden?
Vergleichen Sie in Ruhe weiter – alle Beiträge dieser Rubrik werden monatlich auf neue und ausgelaufene Modelle geprüft.
