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Fensterputzroboter Wartung: Pads, Mittel, Streifen, Kosten

Fensterputzroboter Wartung: Woher Streifen kommen, wie Sie Pads waschen, welches Mittel in den Tank darf und was die Pflege im Jahr kostet.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Fensterputzroboter Ecovacs WINBOT W2 PRO von vorn mit Tragegriff und Kabel vor weißem HintergrundBild: Ecovacs (Pressebild)
Unsere Wahl für die meistenKärcher RCW 4viel Glas, wenig Lust auf HandwäscheBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeKärcher RCW 2gerahmte Scheiben, kleines HausBei Amazon ansehenPartnerlink
Auch im VergleichEcovacs WINBOT W2S PROseltenes NachfüllenBei Ecovacs ansehenBei AmazonPartnerlinks

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt14 Abschnitte

Streifen auf der Scheibe liegen selten am Roboter. Meist ist das Pad zu nass, das Glas zu staubig oder die Sonne zu stark, und dagegen hilft kein teureres Gerät. Wer Pflege und Folgekosten trotzdem zum Kaufgrund macht, hat unter den hier verglichenen Geräten mit dem Kärcher RCW 4 die wenigsten Sorgen: Die Tücher dürfen in die Waschmaschine, und den Notakku wechseln Sie selbst. Bequemer wirkt der WINBOT W3 OMNI, dessen Station die Pads wäscht, aber selbst Arbeit macht.

Ob überhaupt ein Roboter ins Haus soll, klärt der Ratgeber zu Fensterputzrobotern.

Warum bleiben Streifen auf dem Glas?

Ecovacs nennt zwei Ursachen. Ein schlecht ausgewrungenes Pad gibt zu viel Wasser ab, das ungleichmäßig verdunstet. Und auf selten geputztem Glas mischt sich Staub mit der Lösung zu einem dünnen Schlamm, der beim Trocknen Bahnen zeichnet. Kärcher ergänzt die dritte: Bei direkter Sonne oder an heißen Tagen trocknet die Scheibe zu schnell.

Der richtige Putztag ist also grau, trocken und nicht heiß. Regentage scheiden aus, Ecovacs warnt dann vor Wasserflecken und Rutschen.

Sehr schmutzige Außenscheiben brauchen zwei Runden. Die Anleitung zum Hobot 2S lässt erst trocken und dann mit frischem Pad feucht putzen, Ecovacs rät außen zum Tiefenreinigungsmodus und bei viel Staub zu zwei oder drei Runden mit ausgespültem Pad. Vogelkot und Fettflecken nehmen Sie vorher von Hand ab. Bleibt nach dem Abnehmen ein Abdruck zurück, war das Pad am Ende der Runde schon voll.

Ernster sind Partikel im Tuch. Ecovacs verlangt, kleine Teilchen restlos aus dem Pad zu entfernen, weil sie das Glas verkratzen können, und schließt beschichtete Oberflächen beim W2 ganz aus.

Wie oft waschen, wann tauschen?

Waschen müssen Sie nach jedem Einsatz. Eine feste Tauschfrist nennt dagegen kein Hersteller: Ecovacs ersetzt das Pad, wenn es abgenutzt ist oder nicht mehr sauber am Klett hält, Kärcher, wenn es beschädigt ist.

Beim Waschen gehen die Vorgaben auseinander. Kärcher erlaubt beim RCW 4 und RCW 2 die Maschine bis 40 °C ohne Weichspüler. Die Anleitung zum Hobot verlangt Handwäsche bis 40 °C, verbietet Bleiche, Trockner und Bügeleisen. Ecovacs spricht nur von Spülen mit Leitungswasser, Auswringen und Trocknen an der Luft; eine Waschmaschine kommt in den Unterlagen nicht vor.

Bei schwachem Ergebnis rät Kärcher zum Wechsel nach jedem Fenster, die Anleitung zum Hobot nach jedem feuchten Durchgang. Drei Tücher reichen dann für kein Haus. Der RCW 4 Extra+ bringt laut Kärcher sechs mit, die Winbots nur zwei Pads.

Eine Falle steckt im Wenden. Die Winbot-Pads tragen beidseitig Mikrofaser, doch Ecovacs rät vom Umdrehen ab, weil der Schmutz dann in den Klett gerät. Kärcher nennt das Wenden beim RCW 4 als Möglichkeit. Staub im Klett des Roboters entfernen Sie trocken mit einer Bürste, Wasser darf dort laut Ecovacs nicht hin.

Darf Glasreiniger aus dem Supermarkt in den Tank?

Nein. Ecovacs verbietet fremde Mittel und begründet das mit Schäden, Abrutschen und sogar Stürzen. Kärcher verlangt ausschließlich das Originalmittel und nennt Spiritus als Beispiel für den falschen Griff, obwohl der Ratgeber desselben Herstellers Spiritus für das Putzen von Hand empfiehlt. Hausmittel gehören also in den Eimer, nicht in den Roboter.

Natürlich verdient der Hersteller daran, und eine unabhängige Prüfung kennen wir nicht. Trotzdem raten wir vom Experiment ab, denn die Ecovacs-Garantie schließt Schäden durch Verbrauchsmaterial aus, das der Hersteller weder anbietet noch empfiehlt.

Geht die Lösung aus, darf beim Winbot vorübergehend Leitungswasser in den Tank, mit schwächerer Wirkung. Gefiltertes, gereinigtes oder destilliertes Wasser ist tabu, weil der Füllstandssensor damit falsch misst. Ob enthärtetes Wasser aus einer Enthärtungsanlage darunterfällt, sagt Ecovacs nicht, wir würden es nicht einfüllen. Verstopft bei Kärcher eine Sprühdüse, hilft laut Anleitung ein Tropfen Entkalkungsflüssigkeit.

Was kostet das über ein Jahr?

Rechnen wir mit Ecovacs: Ein Tank von 80 ml reicht je nach Quelle für 50 bis 55 m², ein Liter Lösung also für rund 600 m². Ein Einfamilienhaus mit 30 m² Glas, zweiseitig und viermal im Jahr geputzt, kommt auf 240 m². Das ist unser Rechenbeispiel. Die beiliegende Flasche mit 230 ml ist damit nach gut einem halben Jahr leer, der Liter hält rund zweieinhalb Jahre.

Mehr sollten Sie nicht einlagern. Ecovacs gibt die Lösung mit zwei Jahren Haltbarkeit an und nennt 0 bis 30 °C als Lagertemperatur, die Garage im Januar fällt also aus. Liter und Zweierpack Pads liegen im Ecovacs-Shop jeweils im unteren zweistelligen Eurobereich. Für den W3 OMNI führt der Shop ein vierteljährliches Zubehörset in der unteren dreistelligen Klasse. Die Anleitung verlangt diesen Rhythmus nicht. Für Kärcher nennen die Produktseiten keine Nachkaufpreise, prüfen Sie das für Tücher und das Mittel RM 503 vor dem Kauf.

Altert der Notakku, tauschen Sie ihn beim RCW 4 laut Anleitung selbst. Beim Winbot ist dafür der Kundendienst zuständig.

Sieben Geräte, sortiert nach dem Aufwand

ModellTank und Fläche laut HerstellerTücher im KartonWäsche laut UnterlagenFür wenAngebot (Partnerlink)
Kärcher RCW 4150 ml, 100 m²; nur zu 80 % füllen3Hand oder Maschine bis 40 °Cviel Glas, wenig Lust auf Handwäscheansehen
Kärcher RCW 270 ml, 50 m²3 Paar BezügeHand oder Maschine bis 40 °Cgerahmte Scheiben, kleines Hausansehen
Ecovacs WINBOT W2S PRO120 ml, rund 75 m²2spülen, Luft trocknenseltenes NachfüllenEcovacsAmazon
Ecovacs WINBOT W2 PRO60 ml, 30 bis 40 m²2spülen, Luft trocknenWohnung, wenige große ScheibenEcovacsAmazon349,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.
Ecovacs WINBOT mini 250 ml, 30 m²2spülen, nicht tropfnasskleine ScheibenEcovacsAmazon
Ecovacs WINBOT W3 OMNI80 ml, rund 50 m²; Station 1,2 l Frischwasserkeine AngabeWaschfach in der Stationviel Glas auf einer EtageEcovacsAmazon699,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.
Hobot 2Skeine verlässliche Angabe3Hand bis 40 °C, kein TrocknerFernbedienung, wenig Glasansehen

Preise können sich ändern; maßgeblich ist der Preis beim Händler.

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Beim W2 PRO nennt das Datenblatt rund 40 m², die Hilfe nur 30 m² unter Laborbedingungen. Rechnen Sie mit der kleineren Zahl. Ob Kärchers 100 m² für den vollen oder den erlaubten 80-Prozent-Tank gelten, bleibt offen.

Kärcher RCW 4

Unsere Wahl, wenn die Pflege zählt: Maschinenwäsche, selbst tauschbarer Notakku und der größte Tank hier. Dagegen stehen 40 × 40 cm Mindestfeld und Sprühdüsen, die Sie zwischen zwei Scheiben mitreinigen sollen. Für rahmenloses Glas taugt er nach der Anleitung nicht, sie spricht von gerahmten Flächen.

Kärcher RCW 2

Dieselbe Wäsche, dazu drei Paar Bezüge, die sich beidseitig nutzen lassen. Tank und Fläche sind halb so groß wie beim RCW 4.

Ecovacs WINBOT W2S PRO

Der Tank mit 120 ml bedeutet die wenigsten Unterbrechungen unter den Winbots. Es bleibt bei zwei Pads.

Ecovacs WINBOT W2 PRO

Gleiche Pflege, halber Tank.

Ecovacs WINBOT mini 2

Kleinster Tank im Vergleich. Das Pad darf laut Anleitung nicht mehr tropfen, Eckbürste und Seitenrolle wischen Sie nach jedem Einsatz feucht ab.

Ecovacs WINBOT W3 OMNI

Wäscht die Pads laut Hersteller in etwa einer Minute. Die Handarbeit verschwindet damit nicht, sie wandert. Beide Behälter wollen nach jeder Runde geleert und ausgespült werden, das Waschfach muss trocknen, sonst riecht es, und die Station wiegt 10 kg.

Hobot 2S

Am meisten Handarbeit. Die Anleitung des deutschen Vertriebs verlangt den Padwechsel nach jedem feuchten Durchgang und das Säubern von Antrieb und Sensoren vor jedem Gebrauch.

Was nach jedem Einsatz dran ist

  • Pad abnehmen, spülen oder waschen, ganz trocknen lassen, sonst riecht es.
  • Tank leeren. Ecovacs widerspricht sich: Die Wartungstipps sagen leeren, eine andere Antwort hält das bei Pausen bis drei Monate für unnötig. Wir leeren immer.
  • Raupen und Antrieb säubern. Ecovacs nimmt für Raupen, Gebläse und Sensoren ein trockenes Tuch, Kärcher ein feuchtes. Folgen Sie der Anleitung Ihres Geräts.
  • Gerät nur abwischen. Kärcher warnt vor Wasser in den Lüftungsöffnungen.
  • Vor längerer Pause voll laden und ausschalten. Ecovacs verlangt mindestens alle sechs Monate eine neue Ladung, sonst droht Tiefentladung. Kärcher lagert nur in Innenräumen.

Reibungsgeräusche der Raupen und glänzend gewordene Kugelsensoren sind laut Ecovacs normal. Wer das alles zu viel findet, liegt mit einem Fenstersauger nicht falsch.

So würden wir entscheiden

  • Viel Glas und keine Lust auf Handwäsche: Kärcher RCW 4, am besten mit sechs Tüchern.
  • Kleines Haus mit gerahmten Scheiben: Kärcher RCW 2.
  • Winbot gesetzt, aber selten nachfüllen: WINBOT W2S PRO.
  • Pads nie anfassen und viel Glas auf einer Etage: WINBOT W3 OMNI, Station und Behälter inklusive.
  • Kleine Scheiben: WINBOT mini 2.

Quellen

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