Preisrahmen um 200–1.050 € · Stand 05.11.2026
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Ab 120 m² entscheidet beim Saugroboter nicht die Pascal-Zahl. Es zählt, was passiert, wenn mitten im Lauf der Akku nachlässt oder der Wassertank leer ist. Wir halten darum den Ecovacs Deebot T90 Max Pro Omni für den vernünftigsten Kauf: 5.200 mAh, laut Hersteller 257 Minuten Laufzeit und 4 Liter Frischwasser in der Station, und das eine Preisklasse unter den Spitzenmodellen. Wer eine sehr große Fläche mit viel Hartboden regelmäßig wischt und mehr ausgeben mag, schaut sich den X12S an, der kurze Ladepausen nutzt.
Wie lange braucht ein Roboter für 150 m² wirklich?
Länger, als die Prospekte vermuten lassen. Ecovacs selbst nennt in seinen Fragen und Antworten ein nüchternes Beispiel: 23 m² in weniger als 45 Minuten. Hochgerechnet wären 120 m² knapp vier Stunden. Auf der Seite des X11S steht dagegen „bis zu 500 m²“ pro Durchgang. Beide Angaben stammen vom selben Hersteller, beide kommen ohne genaue Bedingungen.
Der Widerspruch löst sich teilweise auf. Die 500 m² stehen im selben Satz wie das Nachladen während der Moppwäsche, sie beschreiben also keine einzelne Akkuladung. Rechnen Sie mit der vorsichtigen Zahl. Für die Planung heißt das: Ein Lauf über die ganze Wohnung kann einen halben Tag dauern, und zwischendurch steht der Roboter an der Station.
Auch die 257 Minuten des T90 sind nur ein Richtwert. Ecovacs nennt dazu keinen Modus. Beim T30e schlüsselt der Hersteller genauer auf: 220 Minuten leise saugen, 200 Minuten im Standardmodus, 180 Minuten saugen und wischen. Dieser Abstand zeigt ganz gut, was Wischen und höhere Stufen kosten.
Nachladen: Wo große Wohnungen hängen bleiben
Fast alle Geräte dieser Klasse fahren bei schwachem Akku zur Station und machen danach weiter. Der Unterschied liegt im Tempo und in den Bedingungen. Der X12S lädt laut Shopseite während der Moppwäsche in 3 Minuten 13 Prozent nach, der X11S 10 Prozent. Die Anleitung des X12S spricht von etwa 5 Minuten Schnellladen, danach läuft die normale Ladung bis zum vollen Akku. Eine volle Ladung dauert rund 2,5 Stunden, beim T90 ca. 3,5 Stunden, beim T30e und bei Dreame sogar 4,5 Stunden. Ein Akku mit 4.000 mAh und schneller Zwischenladung kann darum sinnvoller sein als ein großer, der lange pausiert.
Bei der Konkurrenz stecken die Fallen in den Einstellungen. Dreame verlangt, dass das Fortsetzen in der App eingeschaltet ist, und warnt: Ist der Roboter zu weit von der Station entfernt, findet er womöglich nicht selbst zurück. Roborock setzt beim Saros 20 nicht fort, wenn Sie ihn von Hand oder per Taste zur Station schicken, und der Nicht-stören-Modus unterbindet das automatische Nachladen. Wer abends startet, sollte das wissen. eufy rät für große Wohnflächen, die automatische Rückkehr zur Reinigung in der App zu aktivieren.
Tank und Staubbehälter: Was reicht für wie viele Durchgänge?
Am Roboter selbst sind die Mengen klein. Die großen Ecovacs-Modelle tragen 110 ml Wasser und 250 ml Staub, der eufy E28 hat 120 ml Frischwasser. Entscheidend ist deshalb die Station. Ecovacs gibt die Wischfläche je Tankfüllung an: 400 m² beim X12S und X11S, 356 m² beim T90, 300 m² beim T30e. Bei 150 m² Hartboden kommen Sie also mit dem T90 auf gut zwei Durchgänge, bevor Sie nachfüllen, mit dem X12S auf gut zweieinhalb. Wer täglich wischt, trägt jeden zweiten oder dritten Tag einen Tank zum Waschbecken.
Sehen Sie sich auch den Schmutzwassertank an. Beim T90 fasst er 2,2 Liter gegen 4 Liter frisch, beim T30e sind beide 4 Liter groß. Welcher Behälter zuerst die Meldung auslöst, verrät Ecovacs nicht.
Beim Staub stehen sich Beutel und Behälter gegenüber. Der T90 sammelt in einem 2,5-Liter-Beutel, der T30e in 3 Litern. X11S und X12S arbeiten beutellos, für den X11S nennt Ecovacs 1,6 Liter und bis zu 48 Tage. Eine Wohnfläche steht nicht dabei. In 180 m² mit Hund dürften Sie diese Tage kaum erreichen.
Zonen und Karten: Worauf es auf einer Ebene ankommt
Wer auf einer Ebene wohnt, braucht genau eine Karte. Die Kartenzahl, mit der viele Geräte werben, ist hier Nebensache. Wichtiger sind Zonen, damit nicht immer alles gereinigt wird: Küche und Flur täglich, Schlafzimmer zweimal die Woche. Das bringt mehr als ein größerer Akku.
Ecovacs legt Sperrbereiche als virtuelle Grenzen in der App an. eufy weist darauf hin, dass No-Go-Zonen zum Aufteilen der Reinigung gedacht sind und nicht dazu, gefährliche Stellen abzuriegeln. Prüfen Sie außerdem das WLAN am entferntesten Punkt: Der X12S braucht laut Anleitung ein 2,4-GHz-Netz, in langen Grundrissen hilft ein zusätzlicher Access Point. Geht es Ihnen vor allem um das Wischsystem, finden Sie mehr im Ratgeber zum Saugroboter mit Wischfunktion.
Sieben Modelle für große Flächen
| Modell | Akku und Ladezeit laut Hersteller | Station: Frischwasser / Schmutzwasser | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|
| DEEBOT T90 MAX PRO OMNI | 5.200 mAh, ca. 3,5 h | 4 l / 2,2 l | 120 bis 200 m² mit gemischten Böden | Bei Ecovacs ansehenZum Preis bei Amazon499,00 € bei Ecovacs · Stand 06.11. |
| DEEBOT X12S OmniCyclone | 4.000 mAh, ca. 2,5 h | 3,5 l / 2,4 l | viel Hartboden, häufiges Wischen | Bei Ecovacs ansehenZum Preis bei Amazon1.049,00 € bei Ecovacs · Stand 06.11. |
| DEEBOT X11S OmniCyclone | 4.000 mAh, Ladezeit k. A. | 3,5 l / 2,7 l | beutellos, Schwellen bis 24 mm | Zum Preis bei EcovacsZum Preis bei Amazon |
| DEEBOT T30e OMNI | 5.200 mAh, ca. 4,5 h | 4 l / 4 l | großes Zuhause, knappes Budget | Zum Preis bei EcovacsZum Preis bei Amazon |
| Roborock Saros 20 | 6.400 mAh, Ladezeit k. A. | k. A., wahlweise Wasseranschluss | Haushalte mit Anschluss für die Station | Zum Preis bei Amazon |
| Dreame X50 Ultra Complete | k. A., ca. 4,5 h | k. A. | wer die Pausen einplanen kann | Zum Preis bei Amazon |
| eufy Omni E28 | 5.200 mAh, ca. 3,5 h | Roboter 120 ml / 180 ml | zusätzlich Polster und Teppichflecken | Bei Coolblue ansehenZum Preis bei Amazon999,00 € bei Coolblue · Stand 06.11. |
DEEBOT T90 MAX PRO OMNI
Viel Akku, 4 Liter Frischwasser und eine Preisklasse unter dem X12S. Dazu kommen Schwächen, die Sie kennen sollten: Die Hauptbürste lässt sich laut Datenblatt nicht anheben, Hindernisse erkennt er über strukturiertes Licht ohne die aufwendigere Sensorik des X12S, und Schwellen schafft er nur bis 20 mm. Der Beutel bleibt ein laufender Kostenpunkt.
DEEBOT X12S OmniCyclone
Sein Vorteil ist das Nachladen in den Wischpausen und das beutellose Entleeren, dazu überwindet er laut Ecovacs 25 mm hohe Schwellen. Eine brauchbare Laufzeit in Minuten nennt die Shopseite nicht, und die Angaben zur Schnellladung weichen zwischen Shop und Anleitung ab. Für die meisten Wohnungen ist der Aufpreis nur bei täglichem Wischen vertretbar.
DEEBOT X11S OmniCyclone
Die Bedingungen hinter „500 m² pro Durchgang“ bleiben offen. Technisch liegt er nahe am X12S, navigiert laut Datenblatt aber mit Mini-ToF statt dToF, und die Preisklasse ist kaum niedriger. Kaufen würden wir ihn nur, wenn er im Angebot deutlich darunter liegt.
DEEBOT T30e OMNI
Die günstige Lösung mit großem Akku, 4 Liter in beiden Tanks und 3-Liter-Beutel. Sie verzichten auf warmes Wasser bei der Moppwäsche. Mit 4,5 Stunden Ladezeit pausiert er lange, und 300 m² Wischfläche pro Tank sind der niedrigste Ecovacs-Wert hier.
Roborock Saros 20
Laut Anleitung arbeitet er mit 14,4 V und 6.400 mAh, also deutlich mehr als der T90. Für Haushalte interessant ist die Variante mit Wasserzu- und -ablauf, denn sie nimmt das Tanktragen ganz weg. Das setzt einen Anschluss am Stellplatz voraus. Laufzeit und Tankgrößen konnten wir nicht verlässlich klären.
Dreame X50 Ultra Complete
Dreame gibt rund 4,5 Stunden Ladezeit an. Bei 150 m² mit Zwischenladung zieht sich ein Lauf also hin, vor allem wenn das Fortsetzen nicht eingeschaltet ist. Akkukapazität und Tankgrößen konnten wir aus der Anleitung nicht belegen, darum steht das Gerät hier nur als Option.
eufy Omni E28
Der Roboter wiegt 5,2 kg, ist 111 mm hoch und hat 5.200 mAh. Als Besonderheit bringt er einen abnehmbaren Tiefenreiniger für Textilien mit. Für die Fläche ändert das nichts, im Haushalt mit Sofa und Teppichen kann er trotzdem nützlich sein. Die Station ist mit 37 × 48 × 46 cm eher ausladend.
So würden wir entscheiden
- 120 bis 200 m², Teppiche und Hartboden gemischt: T90 Max Pro Omni, mit Zonen statt Gesamtreinigung.
- Überwiegend Hartboden, tägliches Wischen, Geld spielt eine kleinere Rolle: X12S.
- Fester Wasseranschluss am Stellplatz vorhanden: Roborock Saros 20 prüfen.
- Großer Grundriss, knappes Budget: T30e Omni, dafür Lauf auf den Vormittag legen.
Kein Roboter ersetzt in einer großen Wohnung alles. Einmal pro Woche holt ein Bodenstaubsauger mehr aus Ecken und Teppichen, für zwischendurch reicht ein Akku-Staubsauger.
Die Laufzeit ordnet der Ratgeber zur Akkulaufzeit ein.
Für feste Leitungen an der Station lesen Sie den Ratgeber zum Festwasseranschluss, zu den Reihen den Deebot-Vergleich.
Quellen
- Ecovacs: Deebot T90 Max Pro Omni
- Ecovacs: Bedienungsanleitung T90 Max Pro (PDF)
- Ecovacs: Deebot X12S OmniCyclone
- Ecovacs: Bedienungsanleitung X12S (PDF)
- Ecovacs: Deebot X11S OmniCyclone
- Ecovacs: Deebot T30e Omni
- Ecovacs: Saugroboter für große Flächen
- Roborock: Anleitung Saros 20 (ManualsLib)
- Dreame: Anleitung X50 Ultra (ManualsLib)
- eufy: Anleitung Omni E28 (ManualsLib)
- Anker: eufy Omni E28
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