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Kappsäge kaufen 2026: Zugsägen für Leisten und Dielen

Kappsäge kaufen: Schnittbreite, Gehrung und Neigung, Akku oder Netz, Untergestell und Sägeblatt – sechs Zugsägen von Metabo bis Scheppach eingeordnet.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 02.11.2026
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Auch im VergleichBosch Professional GCM 18V-216 DHeimwerker mit Leisten, Dielen, RegalbauBei Amazon ansehenPartnerlink

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Flur, zwölf Meter Sockelleiste, vier Außenecken und zwei Innenecken. Mit Gehrungslade und Fuchsschwanz wird daraus ein langer Samstag, und an mindestens einer Ecke klafft am Ende doch eine Fuge. An einer Kapp- und Zugsäge sind es zwei Schnitte pro Ecke. Unsere Empfehlung für Heimwerker, die Leisten, Latten und Terrassendielen sägen, ist die Metabo KGS 216 M: Netzbetrieb, 216-mm-Blatt, laut Hersteller 305 mm Schnittbreite und eine Schattenlinie, die nicht justiert werden muss.

Klingt einfach. Ist es auch, solange die Säge zum Holz passt.

Erst das breiteste Brett messen, dann die Säge wählen

Die Zugfunktion entscheidet über die Breite. Eine reine Kappsäge senkt das Blatt nur von oben ins Holz; die nicht ziehbare Metabo KS 216 M schafft laut Datenblatt deshalb nur 120 mm. Mit Zugschiene kommt dieselbe Blattgröße bei Metabo auf 305 mm. Eine Terrassendiele mit 145 mm Breite passt damit bequem, auch ein Regalboden aus Leimholz. Wer dagegen nur Dachlatten und Leisten kürzt, braucht keine Schienen und spart Platz und Gewicht.

Zweite Zahl: die Schnitthöhe. Sockelleisten werden meist stehend am Anschlag gesägt, und dann zählt, wie hoch das Blatt reicht. Die Geräte mit 216 mm Blatt liegen hier bei 60 bis 70 mm. Die Makita LS1019L mit 260-mm-Blatt schafft laut Hersteller 91 mm, bei schmaleren Werkstücken. Bei 45 Grad Gehrung schrumpft die Breite überall um rund ein Drittel; dieser Wert steht in jedem Datenblatt und ist für Rahmen und Leistenecken der ehrlichere.

Gehrung und Neigung werden gern verwechselt. Gehrung heißt, der Drehtisch dreht sich, das Blatt steht senkrecht. Neigung heißt, der Sägekopf kippt zur Seite. Beides zusammen ergibt den Doppelgehrungsschnitt, etwa für Kranzleisten. Kann der Kopf nur nach links kippen, müssen Sie für manche Ecken das Werkstück umdrehen. Das geht, kostet aber Zeit und Nerven. Bosch, Makita und Einhell neigen laut Hersteller in beide Richtungen; Metabo erlaubt rechts nur 2 Grad, was für Hinterschnitte reicht, Scheppach nur links.

Akku oder Kabel?

In der Werkstatt mit Steckdose ist die Netzsäge die nüchterne Wahl. Auf der Terrasse, im Rohbau oder beim Kunden spart ein Akku die Kabeltrommel. Für die Bosch GCM 18V-216 D nennt der Hersteller selbst Akkus mit 8 oder 12 Ah als Empfehlung für ausreichende Laufzeit. Solche Packs kosten extra. Ohne vorhandenes 18-Volt-System rechnet sich die Akkusäge deshalb selten; wie sich die Plattformen unterscheiden, steht in unserem Ratgeber zu Akku-Systemen.

Sechs Kapp- und Zugsägen nebeneinander

ModellAntrieb und BlattSchnitt bei 90° (B × H)Gehrung / NeigungFür wenAngebot (Partnerlink)
Metabo KGS 216 MNetz, 1.500 W (S6), 216 mm305 × 70 mm50° / 50° · links 47°, rechts 2°Heimwerker mit Leisten, Dielen, Regalbauansehen
Bosch GCM 18V-216 D ProfessionalAkku 18 V, 216 mm305 × 70 mm48° / 48° · 47° / 47°Baustelle ohne Strom, Bosch-Akku vorhandenansehen
Makita LS1019LNetz, 1.510 W, 260 mm279 × 91 mm bzw. 310 × 68 mm60° / 60° · 48° / 48°Dicke Kanthölzer, feste Werkstattansehen
DeWalt DWS777Netz, 1.800 W, 216 mm270 × 60 mmGehrungsrasten 15° bis 45°Häufige Transporte zur Baustelleansehen
Einhell TE-SM 216 DualNetz, 1.800 W, 216 mm305 × 65 mm47° / 47° · 45° / 45°Gelegenheitsnutzer mit Doppelgehrungansehen
Scheppach HM216SPXNetz, 2.000 W, 210 mm340 × 65 mm45° / 45° · nur links 45°Gelegentliche Zuschnitte, untere Preisklasseansehen
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Alle Werte nach Angaben der Hersteller.

Metabo KGS 216 M

13,4 kg, Zugfunktion, 305 mm breit bei 70 mm Höhe. Statt eines Lasers wirft eine LED den Schatten des Blatts aufs Holz; Metabo nennt das Precision Cut Line, und weil der Schatten vom Blatt selbst kommt, muss nichts nachgestellt werden. Im Karton liegen laut Hersteller ein Blatt mit 40 Zähnen, Tischverbreiterungen, Längenanschlag und Spannzwinge. Schwäche: Nach rechts kippt der Kopf nur 2 Grad.

Bosch GCM 18V-216 D Professional

Die Akku-Variante mit denselben 305 mm Breite und Neigung nach beiden Seiten bis 47 Grad. Ein Doppellinienlaser markiert laut Bosch links und rechts des Blatts. Mit 16,2 kg ist sie schwerer als die Metabo, und Akku samt Ladegerät gehören nicht zum Lieferumfang. Für Handwerker mit Bosch-Professional-Akkus eine schlüssige Ergänzung. Alle anderen kaufen ein ganzes System mit.

Makita LS1019L

Das schwere Gerät der Runde: 26,3 kg, 260-mm-Blatt, bis 91 mm Schnitthöhe. Der Drehtisch dreht laut Makita bis 60 Grad je Seite, der Kopf neigt 48 Grad nach links und rechts. Das Dual-Slide-System erlaubt das Aufstellen nah an der Wand. Wer Balken für einen Carport kürzt, merkt die Höhe sofort. Zum Mitnehmen taugt sie kaum.

DeWalt DWS777

Die Schienen laufen hier innen, als Posaunenauszug mit Gleit- und Kugellagern. DeWalt verspricht damit viel Schnittkapazität in einem gut transportablen Format, verriegelt Auszug und Sägekopf für den Weg im Auto. DeWalt nennt 270 × 60 mm bei 90 Grad, also etwas weniger Breite als die Konkurrenz. Die XPS-Leuchte arbeitet mit Schattenlinie wie bei Metabo. Mitgeliefert wird ein Blatt mit 24 Zähnen, das eher für grobe Zuschnitte gedacht ist.

Einhell TE-SM 216 Dual

Auf dem Papier erstaunlich komplett: Zugfunktion, 305 × 65 mm, Kopf nach beiden Seiten neigbar, Laser, dazu ein Blatt mit 60 Zähnen ab Werk. Einhell nennt 13,85 kg. Für Doppelgehrungen an Kranzleisten ist das ein echtes Argument. Im eigenen Onlineshop führt Einhell das Gerät derzeit als nicht vorrätig; erhältlich ist es bei Händlern.

Scheppach HM216SPX

Mit 340 mm bei 90 Grad die größte Breite hier, obwohl das Blatt nur 210 mm misst. Zwei Blätter liegen bei, mit 24 und 48 Zähnen. Der Kopf neigt allerdings nur nach links, und Scheppach gibt einen Schallleistungspegel von 109,5 dB(A) an. Gehörschutz ist damit Pflicht, nicht Kür.

Das Blatt macht die Kante

Viele Käufer ärgern sich über ausgefranste Kanten an Laminat oder Eiche und schieben es auf die Maschine. Meist liegt es am Blatt. Ein 24-Zahn-Blatt schneidet schnell und grob, gut für Kanthölzer. Makita beschreibt für seine Kappsägeblätter mit 100 Zähnen und kleinem Zahnwinkel ausdrücklich saubere, ausrissarme Schnitte. Für sichtbare Leistenecken sollten es mindestens 48 bis 60 Zähne sein. Achten Sie beim Nachkauf auf Durchmesser und Bohrung; bei allen sechs Modellen sind es 30 mm.

Untergestell und sicherer Stand

Die Schweizer Unfallversicherung Suva bringt es in ihrer Checkliste auf den Punkt: „Die Maschine steht sicher, wenn sie beim Arbeiten nicht festgehalten werden muss.“ Lange Werkstücke brauchen eine eigene Auflage, und um die Säge sollten mindestens 80 cm freier Raum bleiben. Eine stabile Werkbank erfüllt das, ein klappbares Untergestell mit Auflagearmen ebenso. Ein wackeliger Bock nicht.

Die Suva nennt drei Hauptgefahren: Untergreifen des laufenden Blatts, wegfliegende Teile und Späne, eingeklemmte Hände zwischen Werkstück und Anschlag. Ihre Regeln sind schlicht. Werkstück am Anschlag anlegen und spannen, beim Halten von Hand mindestens eine Faustbreite Abstand zum Blatt, keine kleinen Teile sägen, die sich nicht fixieren lassen. Dazu Schutzbrille und Gehörschutz. Für lange Längsschnitte in Plattenmaterial ist die Kappsäge ohnehin das falsche Werkzeug; dafür gibt es die Tauch- oder Handkreissäge.

So würden wir entscheiden

  • Leisten, Dielen, Regale in Haus und Garten: Metabo KGS 216 M.
  • Arbeiten ohne Steckdose und schon Bosch-Akkus im Regal: Bosch GCM 18V-216 D Professional.
  • Kanthölzer und Balken bis 91 mm Höhe: Makita LS1019L, wenn Platz und Muskelkraft da sind.
  • Säge muss oft ins Auto: DeWalt DWS777.
  • Kranzleisten mit Doppelgehrung, aber nur ab und zu: Einhell TE-SM 216 Dual.
  • Ein paar Zuschnitte im Jahr aus der unteren Preisklasse: Scheppach HM216SPX, dann aber gleich ein feineres Blatt einplanen.

Quellen

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