Preisrahmen um 299–999 € · Stand 05.11.2026
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Eine Powerstation nimmt Solarstrom vom Balkon an. Ein Balkonspeicher wird sie dadurch nicht, denn keine der hier verglichenen Stationen gibt abends Strom ins Hausnetz zurück. Wollen Sie die Stromrechnung senken, passt der Jackery SolarVault 3 Pro besser, und in der Grundausstattung liegt er laut Jackery derzeit sogar in derselben Preisklasse wie eine Station mit einer Kilowattstunde. Soll der Akku auch mit zum Zelten, nehmen Sie die Explorer 1000 Plus v2 und leben mit etwas Handarbeit.
Insel oder Hausnetz: Darum geht es wirklich
Ein Balkonkraftwerk schiebt seinen Strom über die Steckdose in die Wohnung. Kühlschrank, Router und Waschmaschine nutzen ihn, ohne dass jemand etwas umsteckt. Dafür braucht das Gerät das Stromnetz, sonst arbeitet es laut Verbraucherzentrale gar nicht. Eine Powerstation funktioniert andersherum. Sie ist eine Insel. Strom bekommt nur, was in ihren eigenen Steckdosen steckt.
Ein echter Balkonspeicher sitzt dagegen zwischen Modulen und Hausnetz und gibt die Energie abends über die Steckdose ab. Das Datenblatt des SolarVault 3 Pro führt dafür einen eigenen Netzbetrieb mit 800 Watt auf. Wie viel er liefert, regelt ein Messgerät am Zähler, siehe unseren Ratgeber zur Nulleinspeisung. Genau diese Automatik fehlt der Powerstation, und an ihr hängt fast die ganze Ersparnis.
Zwei Anschlüsse gehen, einer ist tabu
Module direkt an die Station
Die Module kommen per Adapter an den Solareingang, der Wechselrichter bleibt außen vor. Das ist schlicht, rechnet sich aber selten. In unserer Beispielrechnung zum Balkonspeicher vermeidet ein senkrechtes Modulpaar über den Wechselrichter 367 Kilowattstunden Netzbezug im Jahr, ganz ohne Akku. Stecken Sie beide Module um, geben Sie das auf und bekommen nur zurück, was Sie selbst in die Station einstöpseln. Sinnvoller ist ein zusätzliches Modul, das nur die Station füllt.
Station mittags an der Steckdose laden
Das Balkonkraftwerk bleibt, wie es ist. Die Station hängt am Hausnetz, lädt zur Mittagszeit und versorgt abends ihre eigenen Steckdosen. Anker bietet dafür einen Zeitmodus, für die Plus-Modelle von Jackery beschreibt der Händler GreenDrive ähnliche Funktionen in der App.
Rechnen Sie aber nach, denn die Station kennt Ihren Überschuss nicht. Die Anker C1000 Gen 2 zieht laut Hersteller bis zu 1.200 Watt. Bleiben vom Balkon gerade 300 Watt übrig, kommen 900 Watt aus dem Netz, zum vollen Preis und mit Verlust. Mit dem Faktor 0,85 aus unserem Ratgeber zur Powerstation-Laufzeit wird aus 33 Cent je Kilowattstunde rund 39 Cent. Jackery nennt einen leisen Lademodus, aber keine Wattzahl dazu.
Was Sie lassen sollten
Zwei Bastellösungen kursieren: der Wechselrichter in der Steckdose der Station und ein Stecker-Stecker-Kabel von der Station in die Wandsteckdose. Keine der hier verglichenen Stationen nennt einen solchen Betrieb. Hersteller von Spannungswandlern untersagen ihn ausdrücklich, das zeigt unser Ratgeber zum Spannungswandler. Eingriffe in die Hausinstallation gehören laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Anders liegt der Fall beim SolarVault, denn dessen Gerätesteckdose ist laut Jackery für einen vorhandenen Mikrowechselrichter gedacht.
Passt mein Modul an den Solareingang?
Hier scheitert der Plan oft, denn Stationen sind für Faltpanels gebaut. Ein JA-Solar-Modul mit 450 Wp bringt laut Datenblatt 39,3 Volt Leerlaufspannung und 13,7 Ampere im Betrieb. Die Trina Vertex S+ mit 415 bis 440 Wp liegt bei 50 bis 52 Volt, dafür unter 12 Ampere.
Jackery erlaubt an den Explorer-Plus-Stationen laut Händler 16 bis 60 Volt, Anker höchstens 60 Volt. Einzeln passt das. Zwei JA-Module in Reihe kommen aber auf gut 78 Volt und sind damit zu viel. Und Kälte hebt die Spannung: Bei Trina sind es 0,24 Prozent je Grad, an einem Morgen mit minus 10 Grad also rund 56 Volt statt 52.
Dann der Strom. Anker lässt ab 29 Volt 14,5 Ampere zu, Bluetti beim AC200L 15 Ampere bei 12 bis 145 Volt. Dort dürfen zwei JA-Module also rechnerisch in Reihe. Für die v2-Explorer fehlt ein veröffentlichter Stromwert. In der Anleitung zum Vorgänger Explorer 2000 Plus stehen 12 Ampere je Eingang, und für Fremdmodule lehnt Jackery dort die Verantwortung ab. Vergleichen Sie also Ihr Modul mit der Anleitung, bevor Sie Adapter bestellen. Der SolarVault kennt das Problem kaum: vier Eingänge mit je 60 Volt und 28 Ampere.
Was bringt das im Jahr?
Ein Speicher mit Regelung holt am senkrechten Modulpaar laut unserer Rechnung mit der ersten Kilowattstunde 171 Kilowattstunden im Jahr aus dem Überschuss. Das ist die Messlatte. Nehmen wir für die Powerstation Router und Fernseher an, zusammen 120 Watt, fünf Stunden am Abend. Das sind 0,6 Kilowattstunden täglich. An 200 Tagen, an denen genug Sonne übrig ist, kommen Sie auf 120 Kilowattstunden.
Spülmaschine und Waschmaschine laufen weiter am Netz. An den Zyklen liegt es also nicht, sondern an der fehlenden Regelung.
Was erlaubt ist und was angemeldet werden muss
Die Powerstation macht wenig Papierkram. Das Marktstammdatenregister sagt klar, dass nicht ortsfeste Anlagen wie tragbare Akkus oder Powerstationen nicht zu registrieren sind. Ihr Balkonkraftwerk bleibt natürlich meldepflichtig, siehe Balkonkraftwerk anmelden.
Der echte Speicher ist aufwendiger. Laut Verbraucherzentrale gehört er ins Register und zusätzlich zum Netzbetreiber, bis 800 Watt Einspeiseleistung über ein vereinfachtes Formular. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 gilt bislang nur für Geräte ohne Speicher, eine Norm mit Speicher ist in Arbeit.
Auf den Balkon gehört eine Powerstation nicht. Anker schreibt, die C1000 Gen 2 sei nicht wasserdicht, Jackery verlangt in der Anleitung des Vorgängers eine saubere, trockene Umgebung. Bei GreenDrive endet der Betriebsbereich der Plus-Modelle bei 45 Grad. Der SolarVault ist mit IP65 und minus 20 bis 55 Grad für draußen ausgelegt.
Sechs Geräte, zwei Bauarten
| Modell | Kapazität | Solareingang laut Anbieter | Ins Hausnetz | Für wen | Angebot (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|
| Jackery SolarVault 3 Pro | 2.520 Wh | 4 × 1.000 W, 16–60 V, 28 A | ja, 800 W | Rechnung senken | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon599,00 € bei Jackery · Stand 05.11. |
| Jackery Explorer 1000 Plus v2 | 1.024 Wh | 400 W, 16–60 V | nein | abends Router und TV, auch mobil | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon649,00 € bei Jackery · Stand 05.11. |
| Jackery Explorer 2000 Plus v2 | 2.048 Wh | 800 W, 16–60 V | nein | Gartenhaus mit eigenen Modulen | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon999,00 € bei Jackery · Stand 05.11. |
| Jackery Explorer 500 v2 | 512 Wh | keine Voltangabe | nein | wenig Bedarf, kleines Budget | Bei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon299,00 € bei Jackery · Stand 05.11. |
| Anker SOLIX C1000 Gen 2 | 1.024 Wh | 600 W, bis 60 V, 14,5 A | nein | ein Balkonmodul, Zeitmodus | Zum Preis bei Amazon |
| BLUETTI AC200L | 2.048 Wh | 1.200 W, 12–145 V, 15 A | nein | zwei Standardmodule in Reihe | Zum Preis bei Amazon |
Jackery SolarVault 3 Pro
Kein Akku zum Mitnehmen, sondern ein Speicher fürs Hausnetz. 2,52 Kilowattstunden, LiFePO4 mit 6.000 Zyklen, ein vorhandener Wechselrichter darf bleiben. Dagegen sprechen 25,5 Kilogramm und die Anmeldung. Mobil ist das nicht. Bei Netzausfall springt die Gerätesteckdose laut Anleitung innerhalb von 20 Millisekunden auf den Akku um.
Jackery Explorer 1000 Plus v2
Unsere Wahl, falls es eine Powerstation sein muss. Die Rechnung oben zeigt, dass die erste Kilowattstunde den meisten Nutzen bringt, mehr muss es am Abend nicht sein. Mit 10,8 Kilogramm bleibt sie tragbar, laut Händler lädt sie ab minus 10 Grad, wachsen kann sie per Zusatzakku. An 400 Watt Solareingang bleibt von zwei Balkonmodulen Leistung ungenutzt. Für eine Kilowattstunde genügt das trotzdem.
Jackery Explorer 2000 Plus v2
Zwei Eingänge, zusammen 800 Watt. Laut Jackery müssen beide gleich bestückt sein. Für die Laube ohne Netz ergibt das Sinn, am Balkon ist der Aufpreis gegenüber dem SolarVault schwer zu begründen.
Jackery Explorer 500 v2
Klein und mit 5,7 Kilogramm leicht. Nach Verlusten bleiben gut 430 Wattstunden, also rund dreieinhalb Stunden für Router und Fernseher.
Anker SOLIX C1000 Gen 2
Der Zeitmodus ist sauber beschrieben, und 600 Watt Solareingang reichen für ein starkes Modul. Anker nennt 4.000 Zyklen bis 80 Prozent. Geladen wird erst ab null Grad, erweitern lässt sich die Station nicht.
BLUETTI AC200L
Technisch am gutmütigsten für Standardmodule, weil 145 Volt zwei davon in Reihe erlauben. Die Station wiegt allerdings 28,3 Kilogramm, und Bluetti nennt 3.000 Zyklen bis 80 Prozent.
Welcher Weg passt zu Ihnen?
- Sie wollen weniger Netzstrom kaufen und das Balkonkraftwerk behalten: Jackery SolarVault 3 Pro, nach einem Blick in die Beispielrechnung.
- Der Akku soll auch verreisen, abends laufen einzelne Geräte daran: Explorer 1000 Plus v2.
- Nur ein paar Stunden Router und Licht, wenig Budget: Explorer 500 v2.
- Module ohne Netzanschluss, zum Beispiel im Garten: Explorer 2000 Plus v2 oder, bei zwei Standardmodulen in Reihe, BLUETTI AC200L.
- Es geht Ihnen eigentlich um den Stromausfall: Dann lesen Sie Notstrom mit Powerstation.
Quellen
- Verbraucherzentrale: FAQ zu Steckersolar-Geräten
- Verbraucherzentrale NRW: Gesetze und Normen für Steckersolar
- Marktstammdatenregister: Registrierungspflicht für Anlagen
- BBK: Stromausfall, Vorsorge und Selbsthilfe (PDF)
- Jackery: Datenblatt SolarVault 3 Pro (PDF, bei Zajadacz)
- Jackery: Anleitung Explorer 2000 Plus (PDF)
- GreenDrive (Händlerangaben): Explorer 1000 Plus v2
- GreenDrive (Händlerangaben): Explorer 2000 Plus v2
- Anker SOLIX: C1000 Gen 2
- BLUETTI: AC200L
- JA Solar: Datenblatt JAM54D40 435–460 (PDF)
- Trina Solar: Datenblatt Vertex S+ (PDF)
Wo Sie die Produkte bekommen
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