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Kaffeevollautomat bis 300 Euro: Was geht, was nicht

Kaffeevollautomat bis 300 Euro: Was diese Klasse beim Espresso leistet, wo Milch, Profile und Tank enden und welche fünf Geräte infrage kommen.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Unsere Wahl für die meistenPhilips Serie 2200 EP2220/10Wer eine solide Grundausstattung willZum Preis bei AmazonPartnerlink
Günstige AlternativeKrups Intensity EA5008E0Schwarzkaffee mit knappem RahmenZum Preis bei AmazonPartnerlink
Auch im VergleichKrups Coffee Crush SA4001Sehr wenig Platz, wenige TassenZum Preis bei AmazonPartnerlink

Preisrahmen um 280–349 € · Stand 05.11.2026

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text.

Inhalt12 Abschnitte

Ein Vollautomat an der 300-Euro-Grenze mahlt frische Bohnen und brüht ordentlichen Espresso. Cappuccino auf Knopfdruck macht er nicht. Wer das hinnimmt, kauft in dieser Klasse vernünftig, und unter den hier verglichenen Geräten halten wir die Philips Serie 2200 EP2220/10 für den sinnvollsten Kauf: zwölf Mahlgrade, 1,8 Liter Tank, Heißwasser, Teile für die Spülmaschine. Weniger kostet die Krups Intensity, sie kommt aber mit drei Mahlgraden und ohne Heißwasser aus. Den Gesamtüberblick über alle Preisklassen gibt unser Ratgeber zum Kaffeevollautomaten. Hier geht es nur darum, wo in dieser Klasse die Grenze verläuft.

Schmeckt der Espresso schlechter als aus teuren Geräten?

Nicht zwangsläufig. Stiftung Warentest schreibt über die schlichten Automaten ohne Milchautomatik, sie stünden teureren Maschinen in ihrer Hauptaufgabe oft in nichts nach, also beim Espresso aus dem eingebauten Mahlwerk. Diese Gruppe beginnt nach dem dortigen Preisstand vom Juli 2026 knapp unter der 300-Euro-Grenze. Gleichzeitig berichten die Prüfer, dass dieselben Bohnen je nach Maschine teils deutlich unterschiedlich gut ausfielen. Ein hoher Preis sichert also wenig ab, ein niedriger schließt wenig aus.

Selbst beeinflussen können Sie vor allem den Mahlgrad. Philips bietet zwölf Stufen, Melitta fünf, die Krups Intensity drei. Bei der Krups Coffee Crush ist er fest voreingestellt. Wechseln Sie oft die Bohnen, merken Sie den Unterschied schnell. Kaufen Sie seit Jahren dieselbe Packung, spielt er kaum eine Rolle.

Was fehlt in dieser Klasse wirklich?

Vor allem die Milch auf Knopfdruck. Keines der fünf Geräte zieht Milch selbst an und schäumt sie in die Tasse. Philips, De’Longhi und die Krups Intensity haben eine Düse, die Sie von Hand führen, die Melitta Solo und die Coffee Crush gar keine Milchfunktion. Wer im Datenblatt „Milchaufschäumer“ liest und an einen Knopf denkt, ärgert sich nach einer Woche. Die günstigste LatteGo im Philips-Shop, also das schlauchlose Milchsystem des Herstellers, steht dort in der 400-Euro-Klasse, die LatteGo 2300 sogar in der 500-Euro-Klasse.

Ebenfalls nicht zu haben sind Benutzerprofile und lange Rezeptlisten. Philips und De’Longhi nennen zwei Getränke, Melitta Espresso und Café Crème. Krups kommt bei der Intensity auf vier, weil Ristretto, Espresso, Lungo und Filterkaffee getrennt zählen. Klingt nach mehr, als es ist. Alle vier sind schwarzer Kaffee in anderer Menge.

Reicht eine Düse, oder gleich ein eigener Aufschäumer?

Rechnen wir mit einer Annahme: zwei Cappuccino am Tag und je zwei Minuten zusätzlich für Schäumen und Abwischen der Düse. Das sind vier Minuten täglich und gut 24 Stunden im Jahr. Gibt es Milchkaffee nur an den rund 104 Wochenendtagen, bleiben knapp sieben Stunden. Im ersten Fall gehört der Aufpreis zur nächsten Klasse ernsthaft auf den Tisch. Im zweiten nicht.

Zu Melitta Solo und Coffee Crush gehört für Milchgetränke ein Zusatzgerät. Welche Bauart taugt, klärt unser Ratgeber zum Milchaufschäumer. Krups verkauft die Coffee Crush auch gleich im Set mit einem.

Wie viel Platz brauchen die Geräte, und wie oft füllen Sie nach?

Die Philips misst 24,6 mal 43,3 Zentimeter Stellfläche und ist 37,1 Zentimeter hoch, die Magnifica S ist rund 23 Zentimeter breit. Deutlich schmaler sind die Melitta Solo mit 20 und die Coffee Crush mit 15 Zentimetern. Messen Sie die Tiefe mit: Auch die Solo ist fast 46 Zentimeter tief.

Beim Tank hilft eine einfache Überschlagsrechnung. Nehmen wir 150 Milliliter je Tasse an, reichen 1,8 Liter rechnerisch für zwölf Tassen, die 1,2 Liter der Solo für acht. Spülgänge gehen davon noch ab. Zu zweit mit je zwei Tassen füllen Sie die Solo also etwa jeden zweiten Tag nach.

Fünf Geräte an der Grenze

Drei der fünf liegen im Herstellershop über der 300-Euro-Marke, die Coffee Crush nur knapp, De’Longhi und Melitta spürbar. Das steht jeweils dabei.

ModellGetränkeMilchMahlgradeTankFür wenAngebot (Partnerlink)
Philips Serie 2200 EP2220/102 plus HeißwasserHanddüse121,8 lWer eine solide Grundausstattung willZum Preis bei Amazon
Krups Intensity EA5008E04, kein HeißwasserHanddüse31,7 lSchwarzkaffee mit knappem RahmenZum Preis bei Amazon
Krups Coffee Crush SA40012keinefest1,8 lSehr wenig Platz, wenige TassenZum Preis bei Amazon
De’Longhi Magnifica S ECAM22.110.SB2 plus HeißwasserHanddüse13 laut Händler1,8 lDrehregler statt Display, auch PulverZum Preis bei Amazon
Melitta Solo2, kein Heißwasserkeine51,2 lSchmale Nische, Temperatur einstellbarZum Preis bei Amazon
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Philips Serie 2200 EP2220/10

Im Philips-Shop liegt sie knapp unter der Grenze, die Preisempfehlung deutlich darüber. Philips nennt eine Wassertemperatur von 90 bis 98 Grad und für das Keramikmahlwerk mindestens 20.000 Tassen. Milchaufschäumer, Abtropfschale und Satzbehälter dürfen in die Spülmaschine, die Brühgruppe kommt zum Abspülen unter den Hahn. Schwächen gibt es auch: viel Kunststoff, nur zwei vorprogrammierte Getränke, und der AquaClean-Filter liegt nicht bei.

Krups Intensity EA5008E0

Nach Herstellerpreis das günstigste Gerät dieses Vergleichs, bedient über Tasten. Das Kegelmahlwerk aus Edelstahl hat nur drei Stufen, Heißwasser und Kaffeepulver sind nicht vorgesehen. Unter den Auslauf passen laut Krups 10,5 Zentimeter, hohe Latte-Gläser also nicht. Für Tee bleibt der Wasserkocher.

Krups Coffee Crush SA4001

Nur 15 Zentimeter breit und im Krups-Shop knapp über der Grenze. Espresso mit 45 und Lungo mit 90 Millilitern sind voreingestellt, die Stärke wählen Sie mit 7 oder 9 Gramm Kaffee. Vorgemahlener Kaffee geht ebenfalls, das hilft bei Entkoffeiniertem. Dafür muss der Satzbehälter laut Krups nach jeder Tasse geleert werden, und der Auslauf lässt sich nicht verstellen. Für eine Familie taugt das nicht. Fürs Einzelbüro oder die Singleküche schon.

De’Longhi Magnifica S ECAM22.110.SB

Das Gerät mit Drehregler. Im De’Longhi-Shop steht sie über der Grenze, im Handel schwankt der Preis, darum zahlt sich Geduld hier aus. Sie schluckt auch Pulver, brüht zwei Espresso auf einmal und liefert Heißwasser. Der Satzbehälter fasst 14 Portionen. Wer Touchflächen nicht mag, ist hier richtig, an Bedienkomfort bekommt er aber nicht mehr als bei Philips.

Melitta Solo

Schmal und reduziert: 20 Zentimeter breit, 33,4 Zentimeter hoch. Im Melitta-Shop liegt auch sie über der Grenze, im Handel teils darunter. Melitta nennt drei wählbare Brühtemperaturen von 85 bis 95 Grad, die Menge stellen Sie stufenlos von 30 bis 220 Millilitern ein. Kaffee und nichts sonst: keine Düse, kein Heißwasser, nur 125 Gramm Bohnen. Das passt zu einer Küche, in der wenig Platz und wenig Milch zusammenkommen.

So würden wir entscheiden

  • Cappuccino ab und zu, sonst schwarz: Philips Serie 2200. Sie deckt das meiste ab und bleibt im Rahmen.
  • Nur schwarzer Kaffee, jeder Euro zählt: Krups Intensity.
  • Nische unter 21 Zentimetern: Melitta Solo für mehrere Tassen am Tag, Coffee Crush für ein bis zwei.
  • Entkoffeinierter Kaffee zwischendurch: Magnifica S oder Coffee Crush, weil beide Pulver annehmen.
  • Täglich mehrere Milchgetränke: lieber weiter sparen. Eine Handdüse wird dann schnell zur Pflicht, die keiner erledigen will.

Sind Sie unsicher, ob es überhaupt ein Vollautomat sein muss? Bei einer Tasse am Tag kommt auch eine Kapselmaschine infrage. Unser Ratgeber rechnet die Kosten je Tasse vor.

Was nach dem Kauf noch kostet

Reinigungstabletten, Entkalker und Filter kommen über die Jahre dazu, in dieser Klasse fallen sie im Verhältnis zum Gerätepreis stärker ins Gewicht. Philips nennt bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken bei acht Filterwechseln. Rechnerisch sind das 625 Tassen je Filter, bei drei Tassen täglich also ein Wechsel knapp alle sieben Monate. Ob sich ein Filter bei Ihrem Leitungswasser überhaupt rechnet, hängt von der Härte ab, dazu mehr im Ratgeber Wasserfilter. Stiftung Warentest prüft beim Entkalker übrigens, ob er die für Gewässer schädliche Sulfamidsäure enthält. Lesen Sie die Zutatenliste.

Quellen

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