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Jackery HomePower 2000 Ultra: Für wen, Grenzen, Alternativen

Jackery HomePower 2000 Ultra: was der Balkonspeicher kann, für welches Haus er taugt, wo Notstrom und 800 Watt enden und welche Alternativen es gibt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Grauer Jackery-Speicher HomePower 2000 Ultra vor vier schwarzen SolarmodulenBild: Jackery (Pressebild)
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Inhalt12 Abschnitte

Der Name führt in die Irre. Die Jackery HomePower 2000 Ultra versorgt kein Haus, sie ist ein Balkonspeicher mit eingebautem Wechselrichter, der 800 Watt ins Hausnetz abgibt und bei Stromausfall genau einen Anschluss weiter bedient. Für ein Reihenhaus oder eine Wohnung mit Platz für vier Module halten wir das Set mit 4×450 Wp für die sinnvollste Ausführung, wer schon Module besitzt, kauft nur das Hauptgerät. Durch einen langen Stromausfall bringt sie Kühlschrank und Router, nicht die Heizung samt Küche.

Was in dem grauen Kasten steckt

Akku, Laderegler und Wechselrichter sitzen in einem Gehäuse von 270 × 445 × 270 Millimetern, das 26,4 Kilo wiegt. Jackery nennt 2.048 Wattstunden Gesamtenergie und 1.945 Wattstunden Nennenergie, die Zellen sind Lithium-Eisenphosphat. Zwei Solareingänge mit MC4-Steckern nehmen je bis zu 1.000 Watt auf. Aus der Steckdose lädt das Gerät mit bis zu 2.300 Watt, ins Hausnetz gehen ab Werk 800 Watt. Dazu kommt ein getrennter Lastausgang mit 1.500 Watt, der laut Jackery in 20 Millisekunden übernimmt, wenn das Netz wegbricht.

Bis zu drei Zusatzakkus lassen sich aufstapeln, das ergibt 8 Kilowattstunden. Sie passen laut Jackery nur an diese Serie. Der Hersteller gibt IP65, einen Betrieb von minus 20 bis plus 55 Grad mit gedrosselter Leistung ab 45 Grad, 6.000 Ladezyklen und 10 Jahre Garantie an. Neu an diesem Gerät ist ein Löschsystem mit Aerosol, das bei Feuer von selbst auslöst. Eine unabhängige Prüfung dieses Systems kennen wir nicht. Werten Sie es als Herstellerangabe, nicht als Grund, das Gerät im Fluchtweg aufzustellen.

Für welches Haus taugt sie?

Mietwohnung mit Balkon. Technisch läuft alles, die Rechnung ist hier das Problem. An zwei senkrecht hängenden Modulen macht sich ein Akku laut unserem Rechenbeispiel zum Balkonspeicher in zehn Jahren meist nicht bezahlt. Kaufen Sie sie in diesem Fall nur, wenn Sie den Notstromanschluss wirklich wollen.

Reihenhaus oder Einfamilienhaus ohne Solaranlage, mit Garagendach oder Garten. Das ist ihr Revier. Vier Module mit je 450 Wp ergeben 1.800 Wp und bleiben unter den 2.000 Wp, die das Gesetz für Steckersolargeräte zulässt. Laut Verbraucherzentrale liefern vier Module bei Wolken, morgens und abends doppelt so viel wie zwei. Das füllt den Akku auch an mäßigen Tagen.

Einfamilienhäuser haben laut Jackery meist drei Phasen. Damit der Speicher dem Verbrauch folgen kann, nennt der Hersteller dafür den Shelly Pro 3EM, für einphasige Wohnungen den Shelly Pro EM 50. Beide sitzen im Zählerschrank, also rufen Sie dafür eine Elektrofachkraft. Was die Regelung leistet, erklärt der Ratgeber zur Nulleinspeisung.

Haus mit Dachanlage. Falsches Gerät. Die Solareingänge enden bei 60 Volt. Für eine bestehende Anlage kommt ein Speicher infrage, der über das Hausnetz koppelt, und den behandelt unser Text zum Nachrüsten eines Stromspeichers.

Haus mit Wärmepumpe oder E-Auto. Auch hier nicht. Zwei Kilowattstunden und 800 Watt sind für solche Verbraucher schlicht zu wenig.

Vier Grenzen, die Sie vor dem Kauf kennen sollten

Die erste heißt 800 Watt. Läuft abends der Wasserkocher mit 2.000 Watt, kommen 1.200 Watt weiter aus dem Netz, egal wie voll der Akku ist. Für die Grundlast sieht es besser aus: Bei 150 Watt und, vorsichtig gerechnet, 85 Prozent nutzbarer Energie reicht eine Ladung rund elf Stunden. Das ist eine Nacht.

Die zweite Grenze ist der Notstrom. Er liegt nur am Lastausgang an, nicht an den Steckdosen im Haus. Das gilt laut Verbraucherzentrale für die meisten Balkonspeicher. Ein Kühlgerät mit 0,8 Kilowattstunden am Tag, dazu Router und etwas Licht, zusammen rund 1,15 Kilowattstunden: Damit hält eine volle HomePower etwa anderthalb Tage, mit Sonne länger, weil die Module weiter nachladen. Das Gerät steht aber dort, wo die Module sind. Ein Kühlschrank in der Küche braucht also ein Kabel durchs Haus. Was bei Kompressoren beim Anlaufen passiert, steht in der Laufzeit-Rechnung, mehr zur Planung im Ratgeber Notstrom mit Powerstation.

Drittens die große Zahl in der Werbung. Die 2.800 Watt Solarleistung setzen sich aus 2.000 Watt an den Eingängen und 800 Watt über einen zusätzlichen Mikrowechselrichter zusammen, und das geht über die 2.000 Wp hinaus, die für Steckersolar gelten. Auch die von Jackery genannte Jahresersparnis trägt nicht weit: Sie gilt für drei Zusatzakkus und 40 Cent je Kilowattstunde und unterstellt, dass fast alle der 3.360 Kilowattstunden im Haus verbraucht werden. Das schafft kaum ein Haushalt.

Viertens das Formale. Die seit Dezember 2025 gültige Norm für den Schukostecker deckt laut Verbraucherzentrale nur Geräte ohne Speicher bis 960 Watt Modulleistung ab. Für Speicher gelten dieselben Regeln wie für andere Batteriespeicher, einschließlich Registereintrag und, je nach Netzbetreiber, einer Meldung. Klären Sie das vorher. Die Schritte stehen im Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.

Was neutrale Prüfer dazu sagen

Zur HomePower selbst nichts. Stiftung Warentest hat in Heft 4/26 fünf Balkonspeicher geprüft, von Jackery war keiner dabei. Die Noten reichten von Befriedigend bis Mangelhaft, drei Geräte fielen wegen elektromagnetischer Störungen durch. Bei vier Modellen drang im Starkregen Wasser in die Steckdosen, obwohl sie für draußen zugelassen sind. Wie sich die HomePower dabei schlagen würde, ist nicht bekannt. Stellen Sie sie darum lieber unter ein Vordach, IP65 hin oder her.

Ausführungen und Alternativen nebeneinander

ModellSpeicher, AusbauNetz und Notstrom laut HerstellerFür wenAngebot (Partnerlink)
Jackery HomePower 2000 Ultra mit 4×450 Wp2,05 kWh, bis 8 kWh800 W, Lastausgang 1.500 WHaus ohne Solaranlage, Platz für vier ModuleZum Preis bei Jackery
Jackery HomePower 2000 Ultra2,05 kWh, bis 8 kWh800 W, Lastausgang 1.500 WModule vorhandenBei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon549,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
Jackery SolarVault 3 Pro2,52 kWh, bis 15,12 kWh800 oder 1.200 W, Gerätesteckdose 1.200 WModule in mehrere RichtungenBei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon599,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
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Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro5 kWh, bis 30 kWh800 W, Off-Grid-Ausgang 2.500 Whoher Abendverbrauch, stärkere Geräte im NotfallZum Preis bei Amazon
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Jackery HomePower 2000 Ultra mit 4×450 Wp

Das Set für Häuser mit freier Fläche. Es bringt den Akku dorthin, wo er laut unserer Rechnung am ehesten etwas verdient, und bleibt im gesetzlichen Rahmen. Vier Glasmodule brauchen allerdings Platz und eine tragfähige Unterlage. Ob Halterung und Strommesser zur gewählten Ausführung gehören, sollten Sie im Angebot prüfen.

Jackery HomePower 2000 Ultra

Das Hauptgerät allein passt zu vorhandenen Modulen. Jackery verlangt je Eingang 17,5 bis 60 Volt Leerlaufspannung und höchstens 26 Ampere. Mehrere Module dürfen parallel an einen Eingang, in Reihe normalerweise nicht. Rechnen Sie den Strom zusammen, bevor Sie bestellen.

Jackery SolarVault 3 Pro

Vier eigene Solareingänge statt zwei. Das hilft, wenn die Module nach Osten, Süden und Westen zeigen oder teils im Schatten liegen. Mit 25,5 Kilo wiegt er fast dasselbe, speichert aber 2,52 Kilowattstunden und wächst weiter. Bei Netzausfall nennt die Anleitung dieselben 20 Millisekunden, allerdings mit 1.200 statt 1.500 Watt an der Gerätesteckdose.

EcoFlow STREAM AC Pro

Dieser Speicher hat keine Solareingänge und hängt am Hausnetz. Darum bleibt ein vorhandener Mikrowechselrichter einfach, wo er ist. Die 21,5 Kilo tragen sich leichter, 10 Jahre Garantie gibt auch EcoFlow. Ob die zwei Steckdosen bei Netzausfall weiterlaufen, sagt das Datenblatt nicht eindeutig. Fragen Sie nach, wenn das für Sie zählt.

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Anker nennt 2.688 Wattstunden, vier Solareingänge und bis zu acht Module. Das Gerät war im Warentest-Feld dabei, die Einzelnote steht im kostenpflichtigen Bericht. Mit 3.600 Watt Eingangsleistung zielt es auf große Modulflächen. Für Steckersolar bleibt es trotzdem bei 2.000 Wp.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro

Die Alternative, wenn 1.500 Watt im Notfall nicht reichen. Der Off-Grid-Ausgang liefert 2.500 Watt, die Einheit startet mit 5 Kilowattstunden. Sie wiegt aber 50 Kilo, und über 800 Watt Netzleistung verlangt Anker eine Elektrofachkraft. Unsere Balkonrechnung spricht klar gegen diese Größe, im Haus mit hohem Abendverbrauch sieht das anders aus.

So würden wir entscheiden

Unter den hier verglichenen Geräten sieht unsere Reihenfolge so aus.

  • Haus ohne Solaranlage, Platz für vier Module, Notstrom erwünscht: HomePower 2000 Ultra mit 4×450 Wp.
  • Passende Module vorhanden: nur das Hauptgerät, Stromgrenze vorher prüfen.
  • Module verteilt auf mehrere Himmelsrichtungen: SolarVault 3 Pro.
  • Balkonkraftwerk mit Wechselrichter soll unangetastet bleiben: STREAM AC Pro.
  • Zwei senkrechte Module und nur die Ersparnis als Ziel: lieber gar keinen Speicher.

Quellen

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