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Jackery oder EcoFlow: Reihen, App, Akkus und Service

Jackery oder EcoFlow: was die Reihen trennt, wie sich App, Zusatzakkus, Solareingang und Garantie unterscheiden und welche Station zu wem passt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Schwarze Powerstation Jackery Explorer 1000 Plus vor einem aufgestellten Solarpanel, daneben ein KabelBild: Jackery (Pressebild)
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Inhalt15 Abschnitte

Auf dem Papier sind sich beide Marken bei einer Kilowattstunde so nah wie selten. Jackery Explorer 1000 Plus v2 und EcoFlow DELTA 3 Plus haben jeweils 1.024 Wattstunden und 1.800 Watt. Wir ziehen die EcoFlow vor, weil der ADAC sie im Frühjahr 2025 mit der Note 2,1 (gut) bewertet hat. Der Jackery ist laut Händlerangabe leichter, lädt bei Frost und wächst weiter, wer das braucht, nimmt ihn mit dem Vorbehalt unten. Wer aber viel Solarleistung anschließen will, fährt mit EcoFlow besser, denn dort passen 1.000 statt 400 Watt an die Eingänge. Die Marke entscheidet also weniger als die Frage, wofür Sie die Station kaufen. Eine Einschränkung vorweg: Der Explorer 1000 Plus v2 ist neu, uns lagen dazu nur Angaben von Jackery und einem Händler vor, kein Datenblatt und keine unabhängige Messung. Lesen Sie seine Werte entsprechend vorsichtig.

Wie die Reihen zueinander stehen

Bei Jackery trennt ein Wort die Welten. Die Explorer v2 sind geschlossene Geräte, der Explorer 1000 v2 etwa bleibt bei 1.070 Wattstunden und 1.500 Watt. Erst die Plus-Modelle nehmen Zusatzakkus auf. EcoFlow sortiert anders: Die DELTA-3-Reihe steht für die Klasse um 1 Kilowattstunde, die DELTA Pro 3 für das große Gerät mit 4 Kilowattstunden.

Für den Balkon haben beide eigene Linien, bei Jackery SolarVault und HomePower, bei EcoFlow STREAM. Das hat einen Grund. Stiftung Warentest hält Powerstations als Zwischenspeicher für Balkonkraftwerke für wenig geeignet, weil sie ihren Strom nicht ins Hausnetz abgeben und ständig umgesteckt werden müsste. EcoFlow führt für die DELTA-Geräte zwar den Mikrowechselrichter PowerStream als kompatibel auf. Geht es um die Stromrechnung, schauen Sie trotzdem besser in den Ratgeber zum Nachrüsten eines Speichers.

6.000 gegen 4.000 Zyklen: kein fairer Vergleich

Beide setzen auf Lithium-Eisenphosphat. Für den Explorer 1000 Plus v2 stehen 6.000 Zyklen bis 70 Prozent Restkapazität in den Angaben, für den DELTA 3 Plus 4.000 Zyklen bis 80 Prozent. Die Zahlen messen verschiedene Ziellinien. Daraus eine längere Lebensdauer abzuleiten, wäre unseriös. Bei einer Vollladung pro Woche kommen Sie mit beiden Werten ohnehin über Jahrzehnte hinaus, die Elektronik und der Kalender zählen dann mehr. Wie die Zellchemie altert, erklärt der Ratgeber zu LiFePO4.

Laden: Sonne für EcoFlow, Frost für Jackery

Hier liegt der größte Unterschied der beiden 1-Kilowattstunden-Stationen. Der DELTA 3 Plus nimmt laut Anleitung an zwei Eingängen je 500 Watt auf, zusammen 1.000 Watt. Beim Explorer 1000 Plus v2 ist nach Händlerangabe bei 400 Watt Schluss, mit zwei SolarSaga 200W dauert eine Füllung knapp vier Stunden. Für ein Wohnmobil mit großem Dachmodul zählt das. Passende Module und Spannungen stehen im Ratgeber Powerstation mit Solarpanel laden.

Im Winter dreht sich das Bild. Laden ist beim DELTA 3 Plus erst ab 0 Grad vorgesehen, der Jackery soll das laut GreenDrive schon ab minus 10 Grad können, der Explorer 3600 Plus sogar ab minus 20 Grad. Am Netz nehmen sich beide wenig: rund 49 Minuten beim Jackery im Notlademodus, normal etwa 1 Stunde 15, beim EcoFlow nennt MediaMarkt eine Stunde bis 80 Prozent.

Was die App wirklich entscheidet

Beide Apps verbinden sich über WLAN und Bluetooth, und bei beiden liegen Funktionen hinter dem Bildschirm, die in der Werbung nach Gerät klingen. Die 49 Minuten des Jackery gibt es nur im Notlademodus der App. Bei EcoFlow ist X-Boost ab Werk aus. Sie melden sich im Konto an, schalten es ein und können an 230 Volt dann 2.400 statt 1.800 Watt nutzen, laut Anleitung vor allem für Heizgeräte. Am Netz angeschlossen funktioniert es nicht, und empfindliche Geräte können bei der abgesenkten Spannung ausgehen.

EcoFlow bietet in der Anleitung mehr Stellschrauben: Eigenverbrauchsbetrieb, Reserve für Stromausfälle, zeitabhängige Tarife. Für Rechner und NAS gibt es am DELTA 3 Plus die Software Power Manager über USB-C. Der Jackery kennt laut Händler Vorrang je Steckdose und Laden zu Niedertarifzeiten. Fällt das Netz aus, übernehmen beide nach 10 Millisekunden.

Erweitern: wo die Wege auseinandergehen

Der Explorer 1000 Plus v2 trägt bis zu fünf Batteriepacks 2000 Plus V2, zusammen 11.264 Wattstunden. Die Station bleibt dabei 10,8 Kilo leicht, der Rest steht im Keller. Beim DELTA 3 Plus ist von bis zu drei Zusatzbatterien mit je 1.024 Wattstunden die Rede, also rund 4 Kilowattstunden. Auch ganz oben bleibt Jackery vorn: Der Explorer 3600 Plus wächst auf 21,5 Kilowattstunden, die DELTA Pro 3 laut Angebot bei Amazon auf 12.

Beide Hersteller binden die Akkus eng an die Reihe. EcoFlow rät davon ab, die DELTA-3-Zusatzbatterie mit Stationen anderer Serien zu kombinieren. Bei Jackery passt der ältere Batteriepack 2000 Plus nicht an die v2-Modelle, und auch der Batteriepack 1000 Plus nicht an den Explorer 1000 Plus v2. Vor dem Nachkauf also genau lesen, die Fallen zeigt der Ratgeber zur Powerstation mit Zusatzakku.

Service und Garantie

Jackery gibt 3 Jahre und weitere 2 nach Registrierung, nennt eine deutsche Telefonnummer und Sprechzeiten werktags von 9 bis 18 Uhr. EcoFlow sitzt mit einer deutschen Gesellschaft in Düsseldorf und ist per Mail erreichbar, für die DELTA Pro 3 wurden zum Start fünf Jahre Garantie genannt, für die STREAM-Speicher zehn. Für den DELTA 3 Plus nennt die Anleitung keine Dauer, lassen Sie sie sich beim Kauf zeigen.

Eine Klausel sollten EcoFlow-Käufer kennen. Wird das Gerät länger als sechs Monate weder geladen noch entladen, entfällt laut Anleitung die Garantie. Für die Notfallstation im Schrank heißt das: Termin in den Kalender. Der Rhythmus steht im Ratgeber Powerstation lagern.

Neutrale Messungen helfen kaum weiter. Der Powerstation-Vergleich von Stiftung Warentest stammt aus 2023 und sagt über die heutigen Reihen wenig. Im Balkonspeicher-Test aus Heft 4/26 war EcoFlow mit dem Stream Ultra vertreten, Jackery fehlte.

Sieben Geräte nebeneinander

ModellKapazität, LeistungGewichtAusbauFür wenAngebot (Partnerlink)
Jackery Explorer 1000 Plus v21.024 Wh, 1.800 W10,8 kgbis 11,26 kWhMitnehmen und später wachsenBei Jackery ansehenZum Preis bei Amazon649,00 € bei Jackery · Stand 05.11.
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Jackery Explorer 1000 Plus v2

Die Station für alle, die heute klein anfangen und nicht wissen, was in drei Jahren gebraucht wird. Schwach bleibt der Solareingang. Die Daten stammen überwiegend von Jackery selbst und vom Händler GreenDrive, eine neutrale Messung kennen wir nicht.

EcoFlow DELTA 3 Plus

Der stärkere Solareingang und X-Boost sind die Argumente, und die Anbindung an Rechner ist sauber gelöst. Dafür trägt man 1,7 Kilo mehr, und im Frost wird nicht geladen.

Jackery Explorer 3600 Plus

Mit 35 Kilo rollt oder steht er eher, als dass er reist. Eine 12-Volt-Buchse fehlt, den Vergleich mit anderen großen Stationen liefert der Ratgeber Große Powerstation.

EcoFlow DELTA Pro 3

Die stärkste Station dieser Liste, mit 4.000 Watt. Die rund 51,5 Kilo stammen aus dem Angebot bei Amazon.

BLUETTI Apex 300

Eine dritte Marke kommt ins Spiel, wenn Leistung wichtiger ist als Kapazität. BLUETTI nennt 3.840 Watt und 6.000 Zyklen bis 80 Prozent, also einen strengeren Wert als Jackery. Die Umschaltung dauert 20 Millisekunden, und 38 Kilo sind kein Tragegewicht.

Jackery SolarVault 3 Pro

Vier Solareingänge machen ihn zum Speicher für neue Balkonanlagen. Mit IP65 darf er laut Datenblatt draußen stehen, für den Campingplatz ist er nicht gedacht.

EcoFlow STREAM AC Pro

Ohne Solareingang hängt er am Hausnetz und ergänzt bestehende Mikrowechselrichter. Über 800 Watt geht es hier nicht ins Netz, Geräte an der Steckdose bekommen dagegen bis 2.300 Watt im Durchlauf.

Wer was nehmen sollte

  • Mobil, Reserve für später, Winter: Jackery Explorer 1000 Plus v2.
  • Schmaleres Budget ohne Ausbaupläne und ohne Fahrzeug: Jackery Explorer 1000 v2 mit 1.070 Wattstunden, dafür nur 1.500 Watt. Der ADAC wertete ihn 2025 wegen nicht entkoppelter DC-Eingänge auf mangelhaft ab, also nie gleichzeitig über Solar und Bordsteckdose laden.
  • Große Solarfläche am Fahrzeug oder Rechner am NAS: EcoFlow DELTA 3 Plus.
  • Notstrom für das Haus: Jackery Explorer 3600 Plus, er ist leichter und wächst weiter als die DELTA Pro 3.
  • Sehr hohe Dauerlast: EcoFlow DELTA Pro 3 oder BLUETTI Apex 300.
  • Balkonkraftwerk: gar keine Powerstation, sondern SolarVault 3 Pro oder STREAM AC Pro.

Quellen

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