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Ecovacs oder Roborock: Marken im Vergleich nach Einsatzfall

Ecovacs oder Roborock: Wischwalze, Software, Datenschutz, Ersatzteile und Bauhöhe beider Marken im Vergleich, dazu wer zu welchem Hersteller passt.

Redaktion handgetestet · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Saugroboter DEEBOT X12 OmniCyclone in seiner Station, daneben Filter, Seitenbürsten, Hauptbürsten und PadsBild: Ecovacs (Pressebild)
Unsere Wahl für die meistenRoborock Qrevo Curv 2 FlowDatenschutz und Smart Home zählenBei Amazon ansehenPartnerlink
Günstige AlternativeDEEBOT T80S OMNIEinstieg bei Ecovacs399,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehenBei AmazonPartnerlinks
Auch im VergleichDEEBOT X12 OmniCycloneFlecken, keine Beutel799,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.Bei Ecovacs ansehenBei AmazonPartnerlinks

Redaktionelle Auswahl nach Recherche, nicht selbst getestet. Gründe und Einschränkungen stehen im Text. Preise können sich ändern; maßgeblich ist der Preis beim Händler.

Inhalt13 Abschnitte

Wer zwischen Ecovacs und Roborock schwankt, vergleicht meist Pascal-Zahlen. Das führt in die Irre. Beide Marken verkaufen inzwischen Wischwalzen, die Stationen der Modelle hier waschen mit warmem Wasser, und die Saugwerte stammen von den Herstellern selbst. Den Unterschied machen Datenschutz, Software und Bauhöhe. Für eine normale Wohnung mit Hartboden und ein paar Teppichen halten wir deshalb den Roborock Qrevo Curv 2 Flow für die vernünftigere Wahl: Roborock hat ihn nach dem europäischen Sicherheitsstandard für vernetzte Geräte zertifizieren lassen, und die Schwachstellenliste von Ecovacs wiegt schwer. Ecovacs bleibt interessant, wenn die Station ohne Beutel laufen oder der Roboter angetrocknete Flecken gezielt einweichen soll. Allgemeine Fragen zum Wischen klärt unser Ratgeber zu Saugrobotern mit Wischfunktion.

Wischen beide Marken jetzt gleich?

Fast. Die hier besprochenen Ecovacs-Modelle wischen alle mit einer Walze: 27 Zentimeter beim X12 und beim T90 PRO, die ältere Fassung beim T80S. Roborock fährt zweigleisig. Die Flow-Modelle haben eine Walze, Qrevo Curv 2 Pro oder Saros 20 Sonic setzen auf Mopps oder Vibration. Wer eine bestimmte Technik will, muss bei Roborock also genauer hinsehen und hat dafür die größere Wahl.

Technisch ähneln sich X12 und Curv 2 Flow stark. Beide reinigen die Walze laut Hersteller schon während der Fahrt, beide heben sie auf Teppich um 15 Millimeter an und schieben eine Abdeckung davor. Der Unterschied steckt im Detail. Der X12 erkennt laut Ecovacs angetrocknete Flecken und sprüht verdünnte Reinigungslösung darauf. Eine solche Sprühfunktion nennt Roborock beim Curv 2 Flow nicht. Sie kostet allerdings laufend Reinigungsmittel. Für Haushalte mit Kindern und Küchenboden kann sich das rechnen. Für den Flur eher nicht.

Dass Wischen die Schwachstelle der ganzen Gattung bleibt, zeigt die Stiftung Warentest: Viele Geräte haben laut dem frei lesbaren Teil des Berichts von Juni 2026 vor allem dort Schwächen. Die dort genannten neuen Modelle beider Marken sind andere als die hier besprochenen.

Was sagen 30.000 Pascal und 15 Newton wirklich?

Wenig, solange niemand gleich misst. Ecovacs nennt für den T90 PRO bis zu 30.000 Pa, für den T80S 24.800 Pa, für den X12 dagegen „bis zu 0,22 bar“, also 22.000 Pa, und zusätzlich einen Luftstrom. Roborock gibt für den Curv 2 Flow 20.000 Pa an und weist in der Fußnote immerhin aus, dass der Wert aus internen Tests im stärksten Modus bei vollem Akku stammt. Für den Wischdruck rechnet Roborock in Newton (bis 15 N, ebenfalls intern), Ecovacs in Pascal. Ein direkter Vergleich scheitert schon an der Einheit.

Ähnlich die Temperaturen. Die 75 Grad bei Roborock gelten laut Fußnote am Ausgang des Heizelements, nicht an der Walze. Beim T90 PRO steht hinter den Angaben zur Geräuschminderung im Shop sogar noch der Vermerk „noch zu bestätigen“. Nehmen Sie solche Zahlen als Richtung, nicht als Ergebnis.

Wem kann ich bei Kamera und Karten eher trauen?

Hier fällt unsere Entscheidung. Die US-Schwachstellendatenbank NVD führt im November 2026 zum Stichwort Ecovacs 16 Einträge, zum Stichwort Roborock keinen. Darunter sind ernste Punkte: fehlende Zertifikatsprüfung bei Robotern und App, Schlüssel für Firmware-Updates, die sich herleiten lassen, und eine Lücke, mit der angemeldete Angreifer die PIN für das Live-Video umgehen konnten. Gemeldet haben einiges davon die Forscher Dennis Giese und Braelynn Luedtke. Ecovacs hat Sicherheitshinweise veröffentlicht, etwa zur Zertifikatsprüfung mit einer Korrektur ab App-Fassung 3.0.0. Dieser Hinweis nennt Reihen wie X1, X2 und T10. Ob die aktuellen Modelle je betroffen waren, geht daraus nicht hervor.

Null Einträge heißen nicht null Lücken. Ein Eintrag entsteht nur, wenn jemand etwas meldet, und dass Ecovacs Fehler öffentlich macht, spricht auch für die Marke. Roborock legt dafür mehr Belege vor: Der Curv 2 Flow ist laut Hersteller beim TÜV nach ETSI EN 303 645 zertifiziert, die Kamerafunktionen sind ab Werk aus, und Videoanrufe verlangen laut Trust Center einen Tastendruck am Gerät plus Gestenpasswort. Auf den Shopseiten von X12 und T90 PRO nennt Ecovacs dazu nichts Vergleichbares. Sind das Herstellerangaben? Ja. Aber überprüfbarer als gar keine.

Unabhängig von der Marke rät das BSI zu einem eigenen Gastnetz im WLAN und zum Blick in die Datenschutzeinstellungen. Fragen Sie vor dem Kauf auch, wie lange Updates kommen. Ohne Internet lässt sich ein Roboter betreiben, verliert laut BSI aber oft Funktionen.

Welche Software lässt sich besser einbinden?

Für Smart-Home-Bastler gibt es einen klaren Unterschied, und den belegt nicht der Hersteller, sondern Home Assistant. Dessen Roborock-Integration steuert die meisten Sauger lokal im Heimnetz und braucht die Cloud nur für die Einrichtung und als Rückfallebene. Die Ecovacs-Integration läuft über die Cloud, ein selbst betriebener Server ist möglich, bringt aber Einschränkungen mit. Roborock kündigt für den Curv 2 Flow außerdem Matter an, allerdings erst per späterem Update, und unterstützt laut Hersteller bis zu vier Etagen. Ein Konto brauchen Sie bei beiden.

Wie steht es um Ersatzteile?

Ecovacs ordnet Filter, Bürsten und Lösung im Shop je Modell zu und bietet für den X12 ein vierteljährliches Zubehörset an. Das hilft beim Planen. Der T90 PRO und der T80S brauchen Staubbeutel, der X12 sammelt beutellos in einem 1,6-Liter-Behälter. Roborock nennt für den Curv 2 Flow bis zu 65 Tage ohne Leeren und betont, dass sich Walze, Abstreifer und Tank schnell entnehmen lassen. Seit Sommer 2026 gilt für Saugroboter laut Stiftung Warentest aber ein Recht auf Reparatur. Fragen Sie im Schadensfall also den Hersteller, bevor Sie neu kaufen. Treppen reinigt keiner dieser Roboter. Dafür bleibt ein Akku-Staubsauger oder ein Bodenstaubsauger im Schrank.

Sechs Modelle, drei Marken

ModellWischsystem laut HerstellerBauhöheStationFür wenAngebot (Partnerlink)
Roborock Qrevo Curv 2 FlowWalze 27 cm, bis 15 N11,9 cmWalzenwäsche 75 °C, Trocknung 55 °CDatenschutz und Smart Home zählenansehen
DEEBOT X12 OmniCycloneWalze 27 cm, Fleckensprüher9,8 cmbeutellos 1,6 l, Wasser 3,5 lFlecken, keine BeutelEcovacsAmazon799,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.
DEEBOT T90 PRO OMNIWalze 27 cm9,5 cmBeutel, Wasser 4 lflach bauend, großer TankEcovacsAmazon
DEEBOT T80S OMNIältere Walze, 3.800 Pa9,8 cmBeutel, Wasser 4 l, Trocknung 63 °CEinstieg bei EcovacsEcovacsAmazon399,00 € bei Ecovacs · Stand 05.11.
Roborock Qrevo Edge 2 FlowWalze8,98 cmSelbstreinigung mit Wasserdruckniedrige Möbelansehen
Narwal Flow 2flache Walze, 12 Nkeine AngabeHeißwasser-Zufuhr im BetriebAlternative zu beiden Markenansehen
Vor dem Kauf eine zweite Meinung?Per WhatsApp fragen

Roborock Qrevo Curv 2 Flow

Das Paket mit den wenigsten offenen Fragen. Walze, Teppichschutz, 200 erkennbare Hinderniskategorien laut Hersteller und die beschriebene Zertifizierung. Nachteilig ist die Bauhöhe von 11,9 Zentimetern, damit passt er unter viele Sofas nicht. Die Station misst 45 mal 45 mal 45 Zentimeter, und für Matter ist das Update bisher nur versprochen.

DEEBOT X12 OmniCyclone

Der stärkste Grund für Ecovacs: Fleckenfunktion und beutellose Station. 2,58 Zentimeter Reichweite der Walze zur Kante klingen gut, überwindbar sind laut Ecovacs 2,4 Zentimeter Schwelle. Gegen ihn sprechen die offene Datenschutzfrage und laufende Kosten für Reinigungslösung.

DEEBOT T90 PRO OMNI

Mit 9,5 Zentimetern der flachste Ecovacs hier, dazu 4 Liter Frischwasser. Die Navigation arbeitet mit Mini-ToF statt des dToF-Sensors im X12. Beutel fallen als Folgekosten an.

DEEBOT T80S OMNI

Die untere der drei Ecovacs-Stufen. Die Walze ist die ältere Fassung, die Kantenreichweite liegt bei 1,5 Zentimetern. Wer Walze und Heißluft-Trocknung will und nicht jede Neuerung braucht, kommt damit aus. Für die Datenschutzfrage gilt dasselbe wie bei den Geschwistern.

Roborock Qrevo Edge 2 Flow

Die Antwort auf das Sofaproblem. Mit 8,98 Zentimetern ist er fast drei Zentimeter flacher als der Curv 2 Flow und bleibt trotzdem ein Walzenmodell. Roborock nennt 35.000 Pa. Prüfen Sie vor dem Kauf die Stellmaße der Station.

Narwal Flow 2

Wer beiden Marken misstraut, schaut hierhin. Narwal verspricht einen flachen Walzenmopp mit 12 Newton Anpressdruck und laufend frischem Heißwasser. Zwei Kameras gehören dazu, die Datenschutzfrage stellt sich also auch hier.

Wer zu wem passt

  • Mikrofon und Kamera im Wohnzimmer machen Ihnen Sorgen, oder Sie betreiben Home Assistant: Roborock Qrevo Curv 2 Flow.
  • Der Roboter muss unter ein niedriges Möbelstück: Roborock Qrevo Edge 2 Flow, bei knapperer Lage der T90 PRO.
  • Angetrocknete Flecken in der Küche, keine Staubbeutel: DEEBOT X12 OmniCyclone.
  • Walze zum niedrigeren Preis innerhalb der Ecovacs-Reihe: DEEBOT T80S OMNI.
  • Sie bleiben trotz allem bei Ecovacs: Gastnetz einrichten, Firmware aktuell halten, Kamerafunktionen abschalten, soweit die App das zulässt.

Mehr zu Kamera und Cloud steht im Ratgeber Saugroboter und Datenschutz, den Vergleich mit eufy finden Sie unter Ecovacs oder eufy.

Quellen

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